Quantitative Face Fit Testing (QNFT, APC-Methode)

Definition

wird weltweit zur Überprüfung des Dichtsitzes aller Arten von Atemanschlüssen einschließlich Vollmasken verwendet.

Der Test erfordert die Verwendung eines Partikelzählgerätes für die Zählung der Partikel der Umgebungsluft. Mit der QNFT lässt sich der Fit-Faktor bestimmen. Den quantitativen Test kann nur ein dafür qualifizierter Ausbilder durchführen.

Bild: Prüfapparatur Quantitativen Dichtsitzprüfung (Foto: Rusche)

Erläuterung

Mit der QNFT lässt sich der Fit-Faktor bestimmen. Den quantitativen Test kann nur ein dafür qualifizierter Ausbilder durchführen.

Messgerät zur Quantitativen Dichtsitzprüfung Prta Count 8036 (Foto: Rusche)

Qualitative Face Fit Testing-Methode (QLFT)

Definition

einfacher Test mit einem Face Fit-Testkit der sich auf das Ansprechen der Sinnesorgane der Atemschutzgeräteträger durch Reiz, Geruch und Geschmack stützt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Der QLFT sollte nur zum Testen von Einweg. oder Mehrweghalbmasken verwendet werden. Ihn können sachkundige Personen durchführen.

Face Fit Testing

Definition

ist eine Prüfung der Passgenauigkeit von Atemanschlüssen an die Gesichter der Atemschutzgeräteträger

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Mit einem speziellen Prüfgerät wird die Anpassung des Atemanschlusses am Gesicht geprüft. So ermittelt man, ob sich die „Dichtlinie eines dicht anliegenden Atemschlusses an das Gesicht einer atemschutzgerätetragenden Person anpasst und wie gut der Atemanschluss die Person vor einer schadstoffbelasteten Atmosphäre in der Realität schützt.“ (W.Drews, DGUV Forum 5/21)

Man unterschiedet qualitative und quantitative Face Fit Testing.

Fortbildung

Definition

umfasst Maßnahmen des tätigkeitspezifischen Qualifikationserhaltes und der Weiterqualifizierung. Sie dient der Aktualisierung von speziellen Kenntnissen und dem Erwerb zusätzlicher Fähigkeiten.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Mit Atemschutzgeräteträgern ist jährlich Fortbildung durchzuführen. Inhalt, Umfang, Art und Weise liegen in der DGUV G 312-190 „Ausbildung, Fortbildung und Unterweisung im Atemschutz“ so fest:

  • Atemschutzgeräteträger ohne Rettungsaufgaben müssen jährlich mindestens 2 Stunden Wiederholungsunterweisung absolvieren. Dazu gehört eine theoretische Unterweisung und eine Trageübung. Auf das Tragen von Isoliergeräten kann verzichtet werden, wenn der Atemschutzgeräteträger die Geräte häufig benutzt.
  • Atemschutzgeräteträger mit Rettungsaufgaben müssen eine Belastungsübung auf eine Atemschutzübungsanlage (ASÜ) pro Jahr, mindestens eine Unterweisung von 2 Stunden pro 1/2 Jahr und eine Einsatzübung als Fortbildung nachweisen. Die Einsatzübung kann bei bei Atemschutzgeräteträgern entfallen, die in entsprechender Art und Umfang unter Atemschutz im Einsatz waren.
  • Träger von Chemikalienschutzanzügen müssen nach ihrer Ausbildung dafür jährlich mindestens eine Übung unter Einsatzbedingungen mit dem Chemikalienschutzanzug durchführen. Einsätze unter Chemikalienschutzanzug sind darauf anrechenbar.

Umgebungsatmosphäre

Definition

ist die Atmosphäre, die den Menschen umgibt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Die Umgebungsatmosphäre ist die Grundlage der menschlichen Atmung. An ihre Zusammensetzung (siehe Bild) hat sich der menschliche Organismus im Laufe seiner Evolution angepasst. Wenn sie angereichert ist mit Atemgiften in gesundheitsdrohenden Konzentrationen oder wenn sie Sauerstoffanteile unter 17 Vol-% aufweist muss sich der Mensch vor deren Einatmung mit bedarfsgerecht ausgewählten Atemschutzgeräten schützen. Die stehen zur Verfügung als

Umluftunabhängige Atemschutzgeräte führen als Atemluft definierte Umgebungsatmosphäre mit, z.B. in Regenerationsgeräten, in Behältergeräten und für Druckluft-Schlauchgeräte.

Wiedergebrauch

Definition

bei Einsätzen ohne Rettungsaufgaben ist der Wiedergebrauch, auch Mehrfachgebrauch, der wiederholte Gebrauch eines Atemschutzgerätes über eine Arbeitsschicht hinaus, einschließlich der Zwischenlagerung, des Mitführens und ähnlichem.

Erläuterung

Dieses Prinzip dient dazu, Aufwand, Zeit und Material einzusparen. Es schließt Reinigung und Desinfektion beim Wechsel der Träger des Atemschutzgerätes ausdrücklich ein.

Fluchtgerät

Definition

sind Atemschutzgeräte, die im Gefahrenfalle ausschließlich zur Selbstrettung aus einer gefährlichen Umgebungsatmosphäre benutzt werden. Sie dürfen nicht zur Erfüllung von Arbeitsaufgaben getragen werden.

Bildquelle: Dräger AG/ W.Gabler

Erläuterung

Nach ihren Wirkprinzipien eingeteilt unterscheidet man zwischen Druckluftfluchtgeräten, Sauerstoffselsbtrettern, Filterfluchtgeräten, Filterselbstrettern und Filterrettergeräten.

  • Druckluftfluchtgeräte und Sauerstoffselbstretter wirken umluftunabhängig: Sie ermöglichen die sichere, effektive und einfache Flucht aus dem Gefahrenbereich.
  • Filterfluchtgeräten, Filterselbstrettern und Filterrettergeräten wirken umluftunabhängig. Sie finden im industriellen Atemschutz, Bergbau und als Brandfluchthaube bei Personenrettung Verwendung.

Reinigungsflüssigkeiten

Definition

sind alle Flüssigkeiten, die im flüssigen oder dampfförmigen Zustand zur Oberflächenbehandlung (Reinigung und/oder Waschen) verwendet werden, z.B. von benutzter Atemschutzausrüstung.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Reinigungsflüssigkeiten werden auch als Badlösungen oder Waschflotte bezeichnet. Reinigungsflüssigkeiten können als Lösungen, Emulsionen, Dispersionen oder Suspensionen vorliegen.

Arbeitsplatzlüftung

Definition

ist ein Austausch von verunreinigter gegen saubere Luft. Der Austausch kann über die maschinelle (technische) Lüftung oder die freie (natürliche) Lüftung erfolgen.

Erläuterung

Man unterscheidet maschinelle, technische, freie oder natürliche Lüftung

Gebinde

Definition

Versandstücke gemäß Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) und Behälter für den innerbetrieblichen Transport z.B. Behälter für Reinigungs- und Desinfektionsmittel.

Bildquelle: bussgeldkatalog.org

Reinigungsvorgang

Definition

Waschvorgänge bewirken die Reinheit von Flächen nach einer Ablösung und weiteren Entfernung vorhandener Verunreinigung von Atemschutzausrüstungen, Chemikalienschutzanzügen, Arbeitsflächen, geräten Wäsche oder Haut.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Diese Reinigung ist das Ergebnis der Ausnutzung verschiedener chemisch-physikalischer Eigenschaften wie

  • Anfeuchten mit grenzflächenaktiven Stoffen
  • Auflösung unter Verwendung eines Kalklösers
  • Ergänzung durch ein mechanisches Verfahren wie Wischen oder manuelles bzw. mechanisches Bürsten.

Chemisches Desinfektionsmittel

Definition

Produkt, das dazu geeignet ist, eine chemische Desinfektion zu bewirken.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Desinfektionsmittel sind chemische Stoffe, die eine Zerstörung (bakterizide, fungizide, sporozide Wirkung) oder Inaktivierung (bakeriostatische, virostatische, fungistatische Wirkung) eines oder mehrerer Typen von Mikroorganismen, die auf Instrumenten, Atemschutzausrüstungen, Chemikalienschutzanzüge, unbelebten Flächen und lebenden Geweben bzw. in der Luft eines Raumes oder eines abgeschlossenen Bereiches vorhanden sind, ermöglichen.

Biozide

Definition

unspezifischer Begriff, der auf die von der europäischen Richtlinie über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten betroffenen Produkte Anwendung findet.

Bildquelle: baua.de

Erläuterung

Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten und die dazu bestimmt sind, auf chemische oder biologische Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen.

Antiseptikum

Definition

Produkt – mit Ausnahme von Antibiotika-, das wegen seiner antiseptischen Wirkung eingesetzt wird.

Bildquelle: Dräger AG

Antisepsis

Definition

Aufbringen eines Antiseptikums auf lebendes Gewebe, wodurch eine Wirkung auf struktureller Ebene bzw. der Ebene des Stoffwechsels von Mikroorganismen ausgelöst wird und dies in einem Grad, der als angemessen angesehen wird, um eine Infizierung dieser Gewebe vorzubeugen und/oder diese zu begrenzen und/oder diese zu behandeln.

Erläuterung

Nach Maßgabe des Europäischen Komitees für Normung (CEN/TC ), welches diese Fragen behandelt, ist der Begriff Antisepsis auf die Fälle zu beschränken, in denen diese Maßnahme auf die Behandlung einer bereits festgestellten Infektion abzielt, wobei der Begriff Desinfektion eine Maßnahme bezeichnet, welche die Vorbeugung einer Infektion zum Ziel hat. Dementsprechend spricht man von einer Desinfektion gesunder Haut und Händedesinfektion, aber von der antiseptischen Behandlung einer Wunde.

Kohlenstoffdioxid (CO2)

Definition

ist das Endprodukt bei der Oxidation von Kohlenstoff. CO2 unterhält selbst nicht die Verbrennung, es eignet sich als Löschmittel.

Bildquelle: www.pharmawiki.ch

Erläuterung

Kohlenstoffdioxid ist ein nicht brennbares farb- und geruchloses Gas. Es ist schwerer als Luft, sinkt nach unten, reichert sich am Boden an und kann in angrenzende Bereiche fließen.

Ab einer Konzentration von 5 Vol-% ist mit Gesundheitsschäden zu rechnen, ab 8 Vol-% besteht Lebensgefahr!

Umrechnungsfaktor (bei 20°C und 1013 mbar)1ml/m3 = 1,83/m3
Sublimationspunkt-78,5°C
Relative Gasdichte bezogen auf trockene Luft1,53
Dampfdruck bei 20°C (30°C)57,3 bar (72,1 bar)
Molmasse44,01 g/mol
Sicherheitstechnische Kenndaten CO2 (Quelle: GESTIS)

Sicherer Ort – im Gebäude (shelter in place)

Definition

dient dazu, Anwesende im Gebäude vorübergehend solange sicher unterzubringen, bis entweder das Ereignis vorbei ist oder die Aufforderung zur Evakuierung gegeben wird.

Erläuterung

Die Entscheidung darüber kann bei der Feuerwehr oder Polizeieinsatzleitung liegen. Der sichere Ort im Gebäude soll grundsätzlich nicht im Kellergeschoss liegen.

Sicherer Bereich

Definition

ist ein Bereich, in dem Personen vorübergehend vor einer unmittelbaren Gefahr für Leben und Gesundheit geschützt sind.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Als sichere Bereiche gelten z.B. benachbarte Brandabschnitte oder nach dem Bauordnungsrecht notwendige Treppenräume bzw. Ausgänge ins Freie.

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Definition

wird vom Unternehmer/in bestellt und haben gemäß dem Arbeitssicherheitgesetz die Aufgabe, diese beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen.

Bildquelle: Dräger AG

Wirksamkeitskontrolle

Definition

beinhaltet die Überprüfung, ob die festgelegten Maßnahmen in geeigneter Weise umgesetzt worden sind und die Gefährdung beseitigt oder minimiert wurde.

Maßnahme

Definition

ist eine konkrete Handlung, Anweisung oder Regelung zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit.

Bildquelle: Dräger AG

Handlungshilfen

Definition

Handlungshilfen der Unfallverhütungsträger unterstützen Betriebe bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und zur Erfüllung der Dokumentationspflicht. Sie können sowohl in beschreibender als auch in Form von Listen oder Tabellen vorliegen.

Bildquelle: Dräger AG

Gefährdungs- und Belastungsfaktoren

Definition

Gefährdungen lassen sich in Gruppen zusammenfassen. Dazu steht die nachfolgende Systematik von Gefährdungs- und Belastungsfaktoren zur Verfügung.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

  • 1. Mechanische Gefährdung
  • 2. Elektrische Gefährdung
  • 3. Gefahrstoffe
  • 4. Biologische Arbeitsstoffe
  • 5. Brand- und Explosionsgefährdungen
  • 6. thermische Gefährdungen
  • 7. Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen
  • 8. Gefährdung durch Arbeitsumgebungsbedingungen
  • 9. Physikalische Belastung/Arbeitsschwere
  • 10. Psychische Belastung
  • 11. Sonstige Gefährdung

Dokumentation

Definition

Die Dokumentation nach §6 ArbSchG enthält das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die vom Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie des Ergebnis ihrer Überprüfung.

Bildquelle: Dräger AG

Alarmierung

Definition

dient dem Warnen der anwesenden Personen sowie dem Herbeirufen von Hilfe, z.B Sicherheitspersonal, Feuerwehr. Sie kann mündlich, akustisch oder auch optisch erfolgen. Automatische Alarmeinrichtungen sind entsprechend dem Arbeitschutzgesetz als technische Maßnahme zu bevorzugen.

Kontaminierte Bereiche

Definition

Standorte, bauliche Anlagen, Gegenstände, Boden, Wasser, Luft und dergleichen, die über eine gesundheitlich unbedenkliche Grundbelastung hinaus mit Gefahrstoffen oder biologischen Arbeitstoffen verunreinigt sind.

Beschaffung (nach DGUV I 201-004)

Definition

im Sinne dieser DGUV I bezeichnet die Beschaffung von Arbeitsmitteln, die der Unternehmer oder die Unternehmerin den Beschäftigten zur Verwendung bei der Arbeit zur Verfügung stellen möchte.

Atem-Druckluft-Anlage

Definition

sind aus Druckluftflaschen, Leitungen und Armaturen oder aus Leitungen und Armaturen bestehende Einrichtungen, mit denen Atemluft der Fahrerkabine zugeführt wird.

Bildquelle: maschinenbau-wissen.de

Erläuterung

Atem-Druckluft-Anlagen und zugehörige Füllanlagen unterliegen den Bestimmungen der Betriebssicherheitsverordnung und der 14.Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz. Atemluft siehe DIN EN 12021 „Atemschutzgeräte – Druckgase für Atemschutzgeräte“

Filteranlage

Definition

Einrichtungen, mit denen Atemluft oder Umluft durch Filter von gesundheitsgefährlichen Stoffen gereinigt und durch Gebläse der Fahrerkabine als Atemluft zugeführt wird.

Bildquelle: au-t.de

Verwendbarkeit

Definition

ist die Eignung eines Atemschutzgerätes für eine konkrete Benutzung unter Berücksichtigung der Eigenschaften der atemschutzgerätetragenden Person, der Tätigkeit und der Arbeitsschwere.

Bildquelle: Dräger AG

Schutzklasse (protection class, PC)

Definition

ist die numerische Bezeichnung von PC1 bis PC6 für ein Atemschutzgerät basierend auf Laborprüfungen. Mit zunehmender Schutzklasse steigt der Schutz, den das Atemschutzgerät bietet.

Bildquelle: care-for-art.de

Schadstoffe

Definition

sind Gefahrstoffe laut Gefahrstoffverordnung und radioaktive Stoffe, soweit sie als Gase, Dämpfe oder luftgetragene Partikel vorliegen.

Bildquelle: brewes.de

Anpassungsüberprüfung, qualitative (QLFT)

Definition

stützt sich auf die sensorische Fähigkeit einer Person einen Prüfstoff zu erkennen, z.B. durch Riechen oder Schmecken, um die Anpassung des Atemanschlusses zu beurteilen.

Bildquelle: W. Gabler

Atemschutzgeräte, multifunktional filtrierend

Definition

sind Atemschutzgeräte, die in ihrem Filtermodus in unterschiedlicher Funktion betrieben werden können.

Bildquelle: Dräger AG

Beispiel

Gebläsefiltergerät „eingeschaltet“ oder „ausgeschaltet“

Atemschutzgerät, multifunktional atemgasliefernd

Definition

Sind Atemschutzgeräte, die in ihrem atemgasliefernden Modus in unterschiedlicher Funktion betrieben werden können.

Bildquelle: Dräger AG

Beispiel

Umschaltung von Schlauch- auf Druckgasflaschenversorgung

Atemschutzgerät, kombinierte

Definition

sind Atemschutzgeräte, die entweder im filtrierenden Betriebsmodus oder im atemgasliefernden Betriebsmodus betrieben werden können.

Bildquelle: Dräger AG

Beispiel

Behältergerät mit Umschaltung auf Filterbetrieb

IDLH-Konzentration

Definition

ist die Konzentration eines Schadstoffes in der Umgebungsatmosphäre, ab welcher sofortige Gefahr für Leben und Gesundheit besteht.

Bildquelle: Dräger AG

Gefährdungsindex

Definition

beschreibt das Verhältnis zwischen der Schadstoffkonzentration in der Umgebungsatmosphäre und der zulässigen Konzentration innerhalb des Atemanschlusses und wird als dimensionslose Zahl angegeben. Er entspricht dem Vielfachen des Grenzwertes (VdGW).

Beurteilungsmaßstäbe

Definition

sind stoffspezifische Konzentrationswerte – in der Regel für krebserzeugende Stoffe – festgelegt im Rahmen eines risikobezogenen Konzeptes für Stoffe, für die keine AGW ableitbar sind. Sie konkretisieren als Risikogrenzen das Minimierungsgebot nach §7 GefStoffV. Zu Beurteilungsmaßstäben zählen nicht nur Akzeptanz- und Toleranzkonzentrationen gemäß TRGS 910, sondern auch weitere rechtsverbindliche Grenzwerte (z.B. durch Bekanntmachung von Erkenntnissen zu Gefahrstoffen des BMAS).

Bildquelle: Dräger AG

Fit-Faktor (QNFF)

Deifition

beim qualitativen Face Fit Testing gewonnener numerischer Wert für die Dichtheit eines Atemanschlusses am Gesicht des Atemschutzgeräteträgers. Er wird weltweit vor allem bei der Dichtsitzkontrolle von Vollmasken angewendet und deshalb auch als „quantitativer Anpassungsfaktor“ bezeichnet.

Erläuterung

Die Partikel pro Volumina außerhalb des Atemanschlusses werden maschinell gezählt und zu den Partikeln im Atemanschluss in das Verhältnis gesetzt. So ergibt sich die individuelle Wirksamkeit eines Atemanschlusses z.B. bei der Anpassungsprüfung.

Fit Faktor, ermittelter (QNFF)

c0 = Partikelkonzentration außerhalb des Atemaschlusses [P0/cm3]

ci = Partikelkonzentration innerhalb des Atemanschlusses [Pi/cm3]

Vollmasken werden als dichtsitzend bezeichnet, wenn ihr Fit-Faktor QNFF folgende Werte nicht unterschreitet:

  • US-amerikanische Vorgaben: mindestens 500 (lt. OSHA-Protokoll)
  • GB entsprechend HSE Protokoll mindestens 2000
  • ISO-Vorgabe entsprechend ISO 16975-3 „Atemschutzgeräte – Auswahl, Einsatz und Instandhaltung – Teil 3 Verfahren zur Dichtsitzprüfung“ mindestens 2000