Spezielle Schutzausrüstung

Definition

ist zusätzliche persönliche Ausrüstung für die atemschutzgerätetragende Person bei und gegen besondere Gefahren.

Beispiele
  • Feuerwehr-Haltegurt nach DIN 14927
  • Feuerwehrleine nach DIN 14920
  • Atemschutz nach DIN EN 136, 137, FwDV 7, DGUV I 212-190
  • Chemikalienschutzanzug nach DIN 943-2
  • Schnittschutzausrüstung nach DIN EN 381
  • Gehörschutz nach DIN EN 352
  • Feuerschutzhauben nach DIN EN 13911

Mindestausrüstung für Atemschutzgeräteträger

Definition

ist die Ausrüstung, die eine atemschutzgerätetragende Person als Mindeststandard bei der Brandbekämpfung in Gebäuden haben sollte.

Erläuterung
  • Feuerwehrschutzanzug nach DIN EN 531 bzw. DIN EN ISO 11612 wenn kein Innenangriff erfolgt
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz DIN EN 443
  • Feuerwehrschutzhandschuhe DIN EN 659
  • Feuerwehrschutzschuhwerk DIN EN 15090
  • umluftunabhängiger Atemschutz

Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger

Definition

unterstützen Anwender bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und zur Erfüllung der Dokumentationspflicht. Sie können sowohl in beschreibender als auch in Form von Listen oder Tabellen vorliegen.

Gesamtleckage

Definition

drückt das Verhältnis der mittleren Konzentration eines Schadstoffes innerhalb des Atemanschlusses zur mittleren Konzentration des Schadstoffes außerhalb dieses Atemschlusses aus.

Gefahrstoffexposition

Definition

bei der Brandbekämpfung kommt es zur Bildung einer Vielzahl von Gefahrstoffen. In Abhängigkeit von Bauart, eingesetztem Bau-oder Werkstoff sowie Inhalt am oder im betroffenen Objekt kann es neben Atemgiften in Brandgasen und Brandrauch noch zur Freisetzung von Asbest- bzw. anderen Fasern und Staub kommen.

Erläuterung

  • akut und chronisch giftige Stoffe, z.B. Kohlenmonoxid, Blausäure, Styrol, Salzsäure
  • krebserzeugende Stoffe, z.B. Benzol, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK´s)
  • unter Umständen auch Asbest- und andere Fasern wie Alumniumsilikat aus technischen Geräten, Fasern aus alten Dämmwollen in Gebäudedämmungen, Carbonfasern aus Leichtbau von Straßen- oder Luftfahrzeugen etc. oder sonstige gesundheitsgefährdende, z.B. silikogene oder metallhaltige Stäube
HäufigkeitVerbrennungsproduktgemessene Konzentration
50%Aceton15-50ppm
50%Acrolein0,3-15ppm
85%Benzolbis 250ppm
25%Chlorbenzolnachgewiesen
9-53%Chlorwasserstoff1-280ppm
12-75%Cyanwasserstoff<5-75ppm
25% Ethanolnachgewiesen
35%Flourwasserstoffbis 7,5ppm
30-100%Formaldehydbis 15ppm
30%n-Hexannachgewiesen
100%Kohlendioxidbis 850.000ppm
100%Kohlenmonoxidbis 7.500ppm
15-50%Schwefeldioxid0,2-41ppm
9-17%Stickstoffdioxid<10ppm
5-80%Styrolbis 25ppm
5-60%Tetrachlorethenbis 0,14ppm
80%Toluol15-25ppm
1,1,1 – Trichlorethan nachgewiesen
1,1,2 – Trichlorethan nachgewiesen
40%Trichlorethen0,2ppm
Die am häufigsten nachgewiesenen Brandgase und deren Konzentration bei realen Bränden

Enzyme

Definition

sind Substanzen, in der Regel Proteine (Eiweiße), die hocheffizient und spezifisch als biologische Katalysatoren wirken.

Atemschutzgeräte, belastende

Definition

im Sinne dieser Regel sind Geräte, die gemäß Arbeitsmedizinischer Regel (AMR 14.2) in die Gruppe 2 oder 3 eingeteilt sind. Geräte der Gruppe 1 gelten auch als belastend, wenn diese mehr als 30 Minuten pro Tag gebraucht werden.

Gesundheitsgefahren, arbeitsbedingte

Definition

sind gesetzlich nicht definiert.

Erläuterung

Im Allgemeinen werden darunter Gefahren für die Gesundheit von Beschäftigten verstanden, die im Zusammenhang mit der Arbeit auftreten können, z.B. beim Einsatz unter Atemschutzgeräten.

Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS)

Definition

bedeutet Sicherheit bei der Arbeit gezielt planen, organisieren und konsequent als Führungsaufgabe betreiben.

Erläuterung

AMS haben für Unternehmen und Bildungseinrichtungen folgende Vorteile

  • wirtschaftliche Gewinne
  • Rechtssicherheit
  • Gewährleistung effektiver Organisation der Arbeitssicherheit
  • Unterstützung der Unfallversicherungsträger

Broca-Index

Definition

Körpergröße (cm) – 100 = Normalgewicht (kg)

Erläuterung

Ab einem Übergewicht von 30% ist die Einsatzfähigkeit als Atemschutzgeräteträger in Frage gestellt (G26.3)

Beispiel

175 cm; 98 kg; Normalgewicht 75 kg
23 kg Übergewicht, entspricht etwa 27% Übergewicht (20/75*100)

Leistungsdiagnostik

Definition

Untersuchungs- und Kontrollmethode zur Überprüfung des aktuellen Leistungsstandes der Atemschutzgeräteträger

Bildquelle: Dräger

Erläuterung

Gegenüber der Vorsorgeuntersuchung G 26 in kürzeren Zeitintervallen durchzuführende Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Atemschutzgeräteträger zur:

  • Ermittlung der Wirksamkeit und ggf. Präzisierung der aktuellen Trainingspläne
  • Motivation für die Verbesserung der individuellen Leistungssituation.

Koordination

Definition

Zusammenwirken von Zentralnervensystem (ZNS) und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes.

Bildquelle: Dräger

Erläuterung

Koordination und Beweglichkeit sich Voraussetzungen zum Bestimmen der Position der eigenen Gliedmaßen und die Lage des Körpers im Raum. Koordination und Beweglichkeit ermöglichen die vielfältigen und komplexen Handlungen beim Tragen von Atemschutzgeräten effizient, rationell und abgestimmt durchzuführen.

Kraftausdauerleistung

Definition

leistungsbestimmende Fähigkeit zur Bewältigung zeitlich lang dauernder und sich wiederholender Belastungen. Sie ist die von der Maximalkraft abhängige Fähigkeit zum Widerstand gegen Ermüdung bei statischer und dynamischer Muskelarbeit.

Bildquelle: Dräger

Erläuterung

Die Kraftausdauerleistung ist das Produkt von Dauer und Intensität der Belastungsreize. Im Zusammenhang mit dem Tragen der Schutzausrüstung, dem Mitführen von Ausrüstungsgegenständen, dem Überwinden von Hindernissen und dem Retten von Menschenleben sind im Rahmen von Dauerbelastungen hohe Widerstände zu überwinden.

Die Kraftausdauerleistung gilt als Kernstück der Lesitungsvoraussetzungen für Atemschutzgeräteträger.

Ausdauerleistung

Definition

Widerstandsfähigkeit gegen zeitlich langanhaltende Belastungen

Erläuterung

Vorraussetzung für hohe Ausdauerleistung ist ein gut trainiertes und gesundes Herz-Kreislauf-System mit der Fähigkeit zu hoher Energiebereitstellung. Die Ausdauerleistung gibt an, wieviel Sauerstoff der Organismus in einer Minute pro Kilogramm Körpergewicht [in ml/min/kg] verarbeiten kann.

Man unterscheidet nach Art der Energiebereitstellung anaerobe (sauerstoffunabhängige) und aerobe (sauerstoffanhängige) Ausdauerleistung. Als Maß für aerobe Ausdauer lässt sich das Niveau der maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max) heranziehen.

Bildquelle: Dräger

Quantitative Face Fit Testing (QNFT, APC-Methode)

Definition

wird weltweit zur Überprüfung des Dichtsitzes aller Arten von Atemanschlüssen einschließlich Vollmasken verwendet.

Der Test erfordert die Verwendung eines Partikelzählgerätes für die Zählung der Partikel der Umgebungsluft. Mit der QNFT lässt sich der Fit-Faktor bestimmen. Den quantitativen Test kann nur ein dafür qualifizierter Ausbilder durchführen.

Bild: Prüfapparatur Quantitativen Dichtsitzprüfung (Foto: Rusche)

Erläuterung

Mit der QNFT lässt sich der Fit-Faktor bestimmen. Den quantitativen Test kann nur ein dafür qualifizierter Ausbilder durchführen.

Messgerät zur Quantitativen Dichtsitzprüfung Prta Count 8036 (Foto: Rusche)

Qualitative Face Fit Testing-Methode (QLFT)

Definition

einfacher Test mit einem Face Fit-Testkit der sich auf das Ansprechen der Sinnesorgane der Atemschutzgeräteträger durch Reiz, Geruch und Geschmack stützt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Der QLFT sollte nur zum Testen von Einweg. oder Mehrweghalbmasken verwendet werden. Ihn können sachkundige Personen durchführen.

Face Fit Testing

Definition

ist eine Prüfung der Passgenauigkeit von Atemanschlüssen an die Gesichter der Atemschutzgeräteträger

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Mit einem speziellen Prüfgerät wird die Anpassung des Atemanschlusses am Gesicht geprüft. So ermittelt man, ob sich die „Dichtlinie eines dicht anliegenden Atemschlusses an das Gesicht einer atemschutzgerätetragenden Person anpasst und wie gut der Atemanschluss die Person vor einer schadstoffbelasteten Atmosphäre in der Realität schützt.“ (W.Drews, DGUV Forum 5/21)

Man unterschiedet qualitative und quantitative Face Fit Testing.

Fortbildung

Definition

umfasst Maßnahmen des tätigkeitspezifischen Qualifikationserhaltes und der Weiterqualifizierung. Sie dient der Aktualisierung von speziellen Kenntnissen und dem Erwerb zusätzlicher Fähigkeiten.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Mit Atemschutzgeräteträgern ist jährlich Fortbildung durchzuführen. Inhalt, Umfang, Art und Weise liegen in der DGUV G 312-190 „Ausbildung, Fortbildung und Unterweisung im Atemschutz“ so fest:

  • Atemschutzgeräteträger ohne Rettungsaufgaben müssen jährlich mindestens 2 Stunden Wiederholungsunterweisung absolvieren. Dazu gehört eine theoretische Unterweisung und eine Trageübung. Auf das Tragen von Isoliergeräten kann verzichtet werden, wenn der Atemschutzgeräteträger die Geräte häufig benutzt.
  • Atemschutzgeräteträger mit Rettungsaufgaben müssen eine Belastungsübung auf eine Atemschutzübungsanlage (ASÜ) pro Jahr, mindestens eine Unterweisung von 2 Stunden pro 1/2 Jahr und eine Einsatzübung als Fortbildung nachweisen. Die Einsatzübung kann bei bei Atemschutzgeräteträgern entfallen, die in entsprechender Art und Umfang unter Atemschutz im Einsatz waren.
  • Träger von Chemikalienschutzanzügen müssen nach ihrer Ausbildung dafür jährlich mindestens eine Übung unter Einsatzbedingungen mit dem Chemikalienschutzanzug durchführen. Einsätze unter Chemikalienschutzanzug sind darauf anrechenbar.

Umgebungsatmosphäre

Definition

ist die Atmosphäre, die den Menschen umgibt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Die Umgebungsatmosphäre ist die Grundlage der menschlichen Atmung. An ihre Zusammensetzung (siehe Bild) hat sich der menschliche Organismus im Laufe seiner Evolution angepasst. Wenn sie angereichert ist mit Atemgiften in gesundheitsdrohenden Konzentrationen oder wenn sie Sauerstoffanteile unter 17 Vol-% aufweist muss sich der Mensch vor deren Einatmung mit bedarfsgerecht ausgewählten Atemschutzgeräten schützen. Die stehen zur Verfügung als

Umluftunabhängige Atemschutzgeräte führen als Atemluft definierte Umgebungsatmosphäre mit, z.B. in Regenerationsgeräten, in Behältergeräten und für Druckluft-Schlauchgeräte.

Wiedergebrauch

Definition

bei Einsätzen ohne Rettungsaufgaben ist der Wiedergebrauch, auch Mehrfachgebrauch, der wiederholte Gebrauch eines Atemschutzgerätes über eine Arbeitsschicht hinaus, einschließlich der Zwischenlagerung, des Mitführens und ähnlichem.

Erläuterung

Dieses Prinzip dient dazu, Aufwand, Zeit und Material einzusparen. Es schließt Reinigung und Desinfektion beim Wechsel der Träger des Atemschutzgerätes ausdrücklich ein.

Fluchtgerät

Definition

sind Atemschutzgeräte, die im Gefahrenfalle ausschließlich zur Selbstrettung aus einer gefährlichen Umgebungsatmosphäre benutzt werden. Sie dürfen nicht zur Erfüllung von Arbeitsaufgaben getragen werden.

Bildquelle: Dräger AG/ W.Gabler

Erläuterung

Nach ihren Wirkprinzipien eingeteilt unterscheidet man zwischen Druckluftfluchtgeräten, Sauerstoffselsbtrettern, Filterfluchtgeräten, Filterselbstrettern und Filterrettergeräten.

  • Druckluftfluchtgeräte und Sauerstoffselbstretter wirken umluftunabhängig: Sie ermöglichen die sichere, effektive und einfache Flucht aus dem Gefahrenbereich.
  • Filterfluchtgeräten, Filterselbstrettern und Filterrettergeräten wirken umluftunabhängig. Sie finden im industriellen Atemschutz, Bergbau und als Brandfluchthaube bei Personenrettung Verwendung.

Reinigungsflüssigkeiten

Definition

sind alle Flüssigkeiten, die im flüssigen oder dampfförmigen Zustand zur Oberflächenbehandlung (Reinigung und/oder Waschen) verwendet werden, z.B. von benutzter Atemschutzausrüstung.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Reinigungsflüssigkeiten werden auch als Badlösungen oder Waschflotte bezeichnet. Reinigungsflüssigkeiten können als Lösungen, Emulsionen, Dispersionen oder Suspensionen vorliegen.

Arbeitsplatzlüftung

Definition

ist ein Austausch von verunreinigter gegen saubere Luft. Der Austausch kann über die maschinelle (technische) Lüftung oder die freie (natürliche) Lüftung erfolgen.

Erläuterung

Man unterscheidet maschinelle, technische, freie oder natürliche Lüftung

Gebinde

Definition

Versandstücke gemäß Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) und Behälter für den innerbetrieblichen Transport z.B. Behälter für Reinigungs- und Desinfektionsmittel.

Bildquelle: bussgeldkatalog.org

Reinigungsvorgang

Definition

Waschvorgänge bewirken die Reinheit von Flächen nach einer Ablösung und weiteren Entfernung vorhandener Verunreinigung von Atemschutzausrüstungen, Chemikalienschutzanzügen, Arbeitsflächen, geräten Wäsche oder Haut.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Diese Reinigung ist das Ergebnis der Ausnutzung verschiedener chemisch-physikalischer Eigenschaften wie

  • Anfeuchten mit grenzflächenaktiven Stoffen
  • Auflösung unter Verwendung eines Kalklösers
  • Ergänzung durch ein mechanisches Verfahren wie Wischen oder manuelles bzw. mechanisches Bürsten.

Chemisches Desinfektionsmittel

Definition

Produkt, das dazu geeignet ist, eine chemische Desinfektion zu bewirken.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Desinfektionsmittel sind chemische Stoffe, die eine Zerstörung (bakterizide, fungizide, sporozide Wirkung) oder Inaktivierung (bakeriostatische, virostatische, fungistatische Wirkung) eines oder mehrerer Typen von Mikroorganismen, die auf Instrumenten, Atemschutzausrüstungen, Chemikalienschutzanzüge, unbelebten Flächen und lebenden Geweben bzw. in der Luft eines Raumes oder eines abgeschlossenen Bereiches vorhanden sind, ermöglichen.

Biozide

Definition

unspezifischer Begriff, der auf die von der europäischen Richtlinie über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten betroffenen Produkte Anwendung findet.

Bildquelle: baua.de

Erläuterung

Wirkstoffe und Zubereitungen, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten und die dazu bestimmt sind, auf chemische oder biologische Wege Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, Schädigungen durch sie zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen.

Antiseptikum

Definition

Produkt – mit Ausnahme von Antibiotika-, das wegen seiner antiseptischen Wirkung eingesetzt wird.

Bildquelle: Dräger AG

Antisepsis

Definition

Aufbringen eines Antiseptikums auf lebendes Gewebe, wodurch eine Wirkung auf struktureller Ebene bzw. der Ebene des Stoffwechsels von Mikroorganismen ausgelöst wird und dies in einem Grad, der als angemessen angesehen wird, um eine Infizierung dieser Gewebe vorzubeugen und/oder diese zu begrenzen und/oder diese zu behandeln.

Erläuterung

Nach Maßgabe des Europäischen Komitees für Normung (CEN/TC ), welches diese Fragen behandelt, ist der Begriff Antisepsis auf die Fälle zu beschränken, in denen diese Maßnahme auf die Behandlung einer bereits festgestellten Infektion abzielt, wobei der Begriff Desinfektion eine Maßnahme bezeichnet, welche die Vorbeugung einer Infektion zum Ziel hat. Dementsprechend spricht man von einer Desinfektion gesunder Haut und Händedesinfektion, aber von der antiseptischen Behandlung einer Wunde.

Kohlenstoffdioxid (CO2)

Definition

ist das Endprodukt bei der Oxidation von Kohlenstoff. CO2 unterhält selbst nicht die Verbrennung, es eignet sich als Löschmittel.

Bildquelle: www.pharmawiki.ch

Erläuterung

Kohlenstoffdioxid ist ein nicht brennbares farb- und geruchloses Gas. Es ist schwerer als Luft, sinkt nach unten, reichert sich am Boden an und kann in angrenzende Bereiche fließen.

Ab einer Konzentration von 5 Vol-% ist mit Gesundheitsschäden zu rechnen, ab 8 Vol-% besteht Lebensgefahr!

Umrechnungsfaktor (bei 20°C und 1013 mbar)1ml/m3 = 1,83/m3
Sublimationspunkt-78,5°C
Relative Gasdichte bezogen auf trockene Luft1,53
Dampfdruck bei 20°C (30°C)57,3 bar (72,1 bar)
Molmasse44,01 g/mol
Sicherheitstechnische Kenndaten CO2 (Quelle: GESTIS)

Sicherer Ort – im Gebäude (shelter in place)

Definition

dient dazu, Anwesende im Gebäude vorübergehend solange sicher unterzubringen, bis entweder das Ereignis vorbei ist oder die Aufforderung zur Evakuierung gegeben wird.

Erläuterung

Die Entscheidung darüber kann bei der Feuerwehr oder Polizeieinsatzleitung liegen. Der sichere Ort im Gebäude soll grundsätzlich nicht im Kellergeschoss liegen.

Sicherer Bereich

Definition

ist ein Bereich, in dem Personen vorübergehend vor einer unmittelbaren Gefahr für Leben und Gesundheit geschützt sind.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Als sichere Bereiche gelten z.B. benachbarte Brandabschnitte oder nach dem Bauordnungsrecht notwendige Treppenräume bzw. Ausgänge ins Freie.

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Definition

wird vom Unternehmer/in bestellt und haben gemäß dem Arbeitssicherheitgesetz die Aufgabe, diese beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit zu unterstützen.

Bildquelle: Dräger AG

Wirksamkeitskontrolle

Definition

beinhaltet die Überprüfung, ob die festgelegten Maßnahmen in geeigneter Weise umgesetzt worden sind und die Gefährdung beseitigt oder minimiert wurde.

Maßnahme

Definition

ist eine konkrete Handlung, Anweisung oder Regelung zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit.

Bildquelle: Dräger AG

Handlungshilfen

Definition

Handlungshilfen der Unfallverhütungsträger unterstützen Betriebe bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und zur Erfüllung der Dokumentationspflicht. Sie können sowohl in beschreibender als auch in Form von Listen oder Tabellen vorliegen.

Bildquelle: Dräger AG

Gefährdungs- und Belastungsfaktoren

Definition

Gefährdungen lassen sich in Gruppen zusammenfassen. Dazu steht die nachfolgende Systematik von Gefährdungs- und Belastungsfaktoren zur Verfügung.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

  • 1. Mechanische Gefährdung
  • 2. Elektrische Gefährdung
  • 3. Gefahrstoffe
  • 4. Biologische Arbeitsstoffe
  • 5. Brand- und Explosionsgefährdungen
  • 6. thermische Gefährdungen
  • 7. Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen
  • 8. Gefährdung durch Arbeitsumgebungsbedingungen
  • 9. Physikalische Belastung/Arbeitsschwere
  • 10. Psychische Belastung
  • 11. Sonstige Gefährdung