Elektronische Atemschutzüberwachung

Definition

Durchführung der Atemschutzüberwachung mit Hilfe elektronischer Hilfsmittel (Atemschutzüberwachungssystem); Beispiele: elektronische Kurzzeituhren mit oder ohne automatischer Aktivierung, z.B. Einschieben der Plaketten (Telemetrie).

Erläuterung

Für Atemschutzeinsätze und Übungen der Feuerwehr unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ist eine Atemschutzüberwachung Pflicht. Sie ist mit geeigneten Hilfsmitteln duchzuführen. Mittel in Form von Elektronische Atemschutzüberwachung zählen zu den geeigneten Mitteln.

Bildquelle: Dräger AG

Sani bei ASÜ-Übungen

Name

Gunter Müller (u.a.)

Frage

Muss bei einer Übung auf der Atemschutzübungsanlage (ASÜ) ein Rettungssanitäter die Sanitätsaufsicht übernehmen?

Antwort

Sehr geehrter Herr Müller,

generell gibt es keine verbindliche Festlegung zur personellen Absicherung der Ersten Hilfe während der Benutzung der AS-Übungsanlage (ASÜ). Selbst die DIN-Norm für ASÜ verlangt nur die Absicherung eines Telefonanschlusses zur ggf. erforderlichen Alarmierung. Deshalb gibt es Empfehlungen, z. B. von der Arbeitsgruppe Atemschutz Sachsen in Form eines „Leitfaden für die Benutzung von Atemschutzübungsstrecken“. Darin finden Sie folgenden Hinweis zur Sanitätsaufsicht:

Sanitätsaufsicht

Die Sanitätsaufsicht hat die medizinische Überwachung während der Übung auszuführen und die Erste Hilfe bei Unfällen zweckentsprechend durchzuführen. Gesundheitliche Ge-fährdungen zeigt er dem Übungsleiter an. Die Sanitätsaufsicht sollte Bediensteter des Betreibers der ASÜ und wenigstens Ersthelfer mit Berechtigung zur Frühdefibrillation sein. Bitte beachten Sie auch, dass der Betreiber einer ASÜ nach Betriebssicherheitsverordnung für das Betreiben der ASÜ eine Betreiberordnung benötigt. Die sollte sich auf einer Risikoanalyse gründen. Für deren Erarbeitung kann man auch die Bedienungsanleitung des Herstellers heranziehen.

Die meisten Betreiber in Deutschland und Österreich haben Sanitätspersonal bei Übungsbetrieb dabei, ggf. auch in Personalunion mit dem übrigen Betriebspersonal.

Dipl. Ing. W. Gabler