Druckluft – Versorgung

Definition

Oberbegriff für ein System zur Erzeugung, Pufferung, Fortleitung und Entnahme von Druckluft, bestehend aus Kompressor, Speicher, Abscheider, Druckluft-Netz und Druckluft-Entnahmestellen; zusätzliche Filter und Verteiler sind optional

Erläuterung

Die durch den Kompressor verdichtete Luft wird in einem oder mehreren Druckluftspeichern zum Abfangen von Luftverbrauchsspitzen gepuffert. Liefert der Kompressor ausreichend reine Luft oder wird die Luft durch Abscheider für Wasser und Öl sowie Partikelfilter gereinigt, kann ein Druckluft-Netz auch zur Atemluft-Ver­sor­gung genutzt wer­den. Andernfalls lässt sich die Druckluft für technische Zwecke, z.B. für den Betrieb von Ausblaspistolen, einsetzen. Technische Druckluft kann mit kombinierten Filter- und Verteilerstationen, die an die Druckluft-Entnahmestellen angeschlossen werden, in Atemluft umgewandelt werden.

Bildquelle: Dräger AG

Druckluft für Atemschutzgeräte

Definition

zum Atmen benutzte Druckluft muss insbesondere in Isoliergeräten von einer Qualität sein, die sie für sicheres Atmen geeignet macht. Grenzwerte dafür legt die DIN EN 12021 fest.

Erläuterung

Entsprechend der DIN EN 12021 dürfen folgende Grenzwerte nicht überschritten werden:
  • Schmierstoff als Aerosol mit maximal 0,5 mg/m3,
  • Kohlendioxid-Gehalt (CO2) maximal 500 ml/m3,
  • Kohlenmonoxid-Gehalt (CO) maximal 15 ml/m3,
  • Wassergehalt in Druckluftflaschen 40 bis 200-bar maximal 50 mg/m3 nach Entspannung auf Atmosphärendruck,
  • Wassergehalt in 300-bar-Druckluftflaschen maximal 35 mg/m3 nach Entspannung auf Atmosphärendruck.

Die Luft darf keinen signifikanten Geruch oder Geschmack aufweisen. Ihr Sauerstoffgehalt muss im Bereich 21 ± 2 Vol.-% liegen.

Selbst beim höchsten zulässigen Fülldruck für die Druckluftflasche darf kein Wasser in flüssiger Form in der Druckluftflasche vorliegen.

Bildquelle: Dräger AG