Ein verletzter Feuerwehrmann bei Wohnhausbrand

15.01.2026 – Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Helmstedt (NI) wurde ein Feuerwehrmann im Innenangriff verletzt. Er wurde vor Ort ambulant versorgt & musste glücklichweise keinem Krankenhaus zugeführt werden.

Lage

Die Feuerwehr Helmstedt wurden in den frühen Abendstunden des 15.01.2026 mit dem Stichwort „B_2_Y – Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ zu einem Mehrfamilienhaus alarmiert.

Beim Eintreffen des Einsatzleiters waren bereits offenen Flammen an mehreren Fenstern zu sehen – teilweise schlugen diese aus den Fenstern. Da sich noch zwei Personen im Objekt befinden sollten, wurde durch die ersten Kräfte umgehend eine Menschrettung eingeleitet – beide Personen konnten mittels Drehleiter aus dem verrauchten 2.OG gerettet werden.

Parallel dazu wurde durch mehrere Trupps ein Innenangriff vorbereitet & durchgeführt, der jedoch zeitnah abgebrochen werden musste. Es zeigte sich, dass die Brandausbreitung zu enorm war & ein Risiko der Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden konnte – das Feuer hatte sich bereits vom 1.OG bis in den Dachstuhl „durchgefressen“ – kurze Zeit später kam es zum offenen Dachstuhlbrand.

Da die Gefahr Bestand, dass sich das Feuer auf nebenliegende Objekte ausbreitet wurde ein umfassender Löschangriff, u.a über zwei Drehleitern, gestartet – dieser zeigte Erfolg.

Im Zuge der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann im Innenangriff. Er bemerkte eine nicht korrekten Sitz der Maske & brach den Innenangriff umgehend ab. Zur Kontrolle wurde er rettungsdienstlich gesichtet & ambulant versorgt.

Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den nächsten Tag. Hierbei kam unter anderem auch ein Feuerwehrkran der BF Braunschweig zum Einsatz.

Das Mehrfamilienhaus fiel dem Feuer komplett zum Opfer – 5 Personen wurden verletzt, 4 davon wurden zur weiteren Behandlung einem Krankenhaus zugeführt – ein übergreifen auf benachbarte Objekte konnte verhindert werden.

In Summe waren rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr & des Rettungsdienstes im Einsatz. Zur Begutachtung der Statik kam u.a auch ein Fachberater des THW zum Einsatz.

Fazit

Dieser Einsatz zeigt erneut, die Wichtigkeit der Dichtsitzkontrolle einer Vollmaske vor dem Einsatz. Die Feuerwehr Helmstedt arbeitet mit Isoliergeräten – Normaldruck, sodass zeitnah Brandgeruch durch den Kameraden wahrzunehmen war.

Der betroffene Kamerad hat besonnen & richtig reagiert – der Innenangriff wurde bei der ersten Wahrnehmung folgerichtig abgebrochen. Im Anschluss wurde die betroffene Person durch den Rettungsdienst gesichtet & ambulant versorgt.

Atemschutzgeräteträger/in Ausbildung – kein Maskendichtsitz

Frage

Liebes Atemschutzlexikonteam,
ich bin als Ausbilder für Atemschutzgeräteträger tätig & habe in meinem aktuellen Lehrgang einen kniffligen Fall. Eine Atemschutzgeräteträgerin hat ein Problem mit dem Maskendichtsitz. Eine Maske der Größe S ist ihr deutlich zu klein & sie bekommt ein Engegefühl, eine Maske der Größe M hingegen bekommt Sie im Stirn- & Kinnbereich nicht fest. Wir haben jetzt diverse Kombinationen zwischen Maske & Innenmaske probiert, aber bekommen Sie nicht dicht. Hab ihr vielleicht eine Idee?
PS: Wir arbeiten mit der FPS 7000 von Dräger im Normaldruckbereich.

Antwort

Vielen Dank für ihre Frage.
Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Maskengröße M mit der Bänderungsgröße S zu probieren. Die Dichtlinie der Maskengröße M scheint im Gesicht ja gut anzuliegen, eventuell ist der Kopf insgesamt einfach zu klein & die Bänderung der Größe M/L damit zu groß. Alle Maskenbauteile der unterschiedlichen Größen sind bei der Firma Dräger kompatibel. Während es 3 verschiedene Größen für Masken (S, M, L) & drei verschiedene Größen für Innenmasken (1, 2, 3) gibt, gibt es allerdings nur zwei verschiedene Größen der Bänderung (S, M/L).

Sollte die Maske mit unserer empfohlenen Kombination initial festsitzen, bitte ich Sie darum dies während & nach der Belastung erneut zu kontrollieren – durch Schweiß & Bewegungen des Gesichts mit angelegtem Atemanschluss kann es zum verrutschen oder Undichtigkeiten kommen.

Des Weiterem würden wir bei so einem „speziellen“ Fall ein Face-Fit-Test empfehlen, um Undichtigkeiten definitiv ausschließen zu können & für die atemschutzgerätetragende Person das Risiko einer Undichtigkeit zu minimieren.

Fazit & Antwort des Fragenden

Wir haben eine Maske der Größe M mit einer Bänderung der Größe S kombiniert und damit einen Dichtsitz der Maske erreicht. Vor, während & nach der Belastung kam es zu keiner Undichtigkeit.