Berufskrankheiten

Definition

Krankheiten, die durch Rechtsverordnung der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates nach § 9, Abs. 1 S 1 Sozialgesetzbuch SGB VII als solche bezeichnet werden und dementsprechend in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen sind, und die ihm Rahmen einer versicherten Tätigkeit § 2,3 und 6 SGB VII entstanden sind. Ausnahmen regelt die Rahmenverordnung RVO zum SGB § 551, Abs. 2 RVO (Reichsversicherungsordnung).

Erläuterung

Berufskrankheiten werden nach ihren Ursachen unterschieden:
  • Krankheiten, die durch chemische Einwirkungen verursacht
    werden, zum Beispiel Hauterkrankungen und Erkrankungen
    durch Metalle und Halbmetalle, Lösungsmittel und
    Pestizide
  • Krankheiten, die durch physikalische Einwirkungen
    verursacht werden, beispielsweise Wirbelsäulen-
    erkrankungen durch Heben oder Tragen schwerer Lasten,
    Lärmschwerhörigkeit, Erkrankungen durch Vibrationen,
    Druckluft oder durch Strahlung (Schneeberger Krankheit)
  • durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte
    Krankheiten
  • Tropenkrankheiten, beispielsweise Malaria
  • Erkrankungen durch anorganische Stäube, dazu gehören
    durch Asbestfasern verursachte Krankheiten und die
    Silikose
  • Erkrankungen durch organische Stäube.