Ammoniak

Definition

Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches, ätzendes und giftiges Gas. Es ist Bestandteil der Pyrolyse und von Brandrauchgasen organischer Stoffe. Ammoniak wirkt beim Menschen ätzend auf feuchte Körperstellen, z. B. die Schleimhäute der Atemorgane. Ammoniak gehört deshalb zur Gruppe der Atemgifte mit ätzender und reizender Wirkung.

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Erläuterungen

Auf Grund der starken Sinneswahrnehmbarkeit von Ammoniak als Folge des stark stechenden Geruchs lässt sich der Stoff bereits in noch relativ ungefährlichen Konzentrationen erkennen. Sollte es dennoch zum Einatmen von Ammoniak kommen, kann es zur Auslösung des Atemschutzreflexes kommen. Beim Einatmen von Konzentrationen ab etwa 1700 ppm besteht Lebensgefahr durch Verätzungen, z. B. Kehlkopfödem und Lungenödem.

Alveolen

Definition

auch: Lungenbläschen, in Form kleiner Bläschen, sie sind traubenförmig an den Endästen der Bronchien angeordnet. Alveolen sind von einem Netz feinster Blutgefäße (Kapillaren) umgeben. In ihnen erfolgt während der Atmung der Gasaustausch zwischen Blut und Alveolarluft

Erläuterungen

Alveolen sichern als Endpunkte der Atemluftführung in den unteren Atemwegen die äußere Atmung, in dem durch ihre dünnen Wände (Alveolarwand) der Sauerstoff aus der Einatemluft in das Blut und das Kohlendioxid aus dem Blut in die Alveole diffundiert.

Fakten der menschlichen Alveolen beim Erwachsenen:

  • Grundform: rundliche bis polygonale
  • Durchmesser: bei voll gefüllter Lunge bis zu 250 μm, zum
    Abschluss des Einatmens etwa 50 μm.
  • Anzahl: etwa 300 Millionen
  • Gesamtoberfläche: etwa 80 bis 120 m2
  • Gesamtvolumen aller Alveolen: etwa 5 bis 6 Liter.

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