Aktivierung

Definition

Ist der allgemeine Grad der Aktivität des zentralen Nervensystems beim Menschen. Sie verursacht psychophysische Erregungen, die z.B. in der Erhöhung der Herz- und Atemfrequenz, der Veränderung des Hautwiderstands und der EEG-Rhythmen, aber auch bei mentaler Belastung im Erleben, z. B. bei Angst und Stress, zum Ausdruck kommen.

Charakteristische Merkmale sind Aufmerksamkeit, Wachheit und Reaktionsbereitschaft

Bildquelle: Dt. Zeitschrift für Sportmedizin

Erläuterungen

Ein niedriges Aktivierungsniveaus besitzen Menschen im Schlaf, ein hohes bei Alarm- und Erregungszuständen, z. B. im Einsatz unter Atemschutzgeräten.

Ausgelöst werden diese Aktivierungen durch Verarbeitung von Umgebungseinflüssen, z. B. durch sensorische Impulse. Diese wirken auf einen bestimmten Teil des Hirnstamms (Formatio reticularis), durch Stimulation aus der Hirnrinde und durch den Spiegel des Hormons Adrenalin.

Die Aktivierung beeinflusst den ganzen Organismus, vor allem Gehirn, vegetatives Nervensystem und Stoffwechsel.

EEG = Elektro Enzephalogramm, Verfahren zum Messen der Gehirnströme

Atemgrenzwert (AGW)

Definition

maximal erreichbares Atemminutenvolumen. Es beträgt z. B. beim Erwachsenen 100 bis 170 Liter/min.
Erläuterungen

Die Ermittlung des AGW erfolgt während 10 Sekunden mit maximal schneller und tiefer Ein- und Ausatmung durch den offenen Mund. Die Ermittlung des AGW ist nicht üblich bei Lungenfunktionsuntersuchungen.

Lunge (Quelle: Gabler)

Aerosol

Definition

System aus einer dispersen festen oder dispersen flüssigen Phase in einem gasförmigen Medium.

Erläuterungen

Die dispersen Phasen bestehen aus Teilchen, die man als Aerosolpartikel oder Aerosolteilchen bezeichnet Deren Größe liegen meist zwischen 10-7 und 10-2 cm. Aerosole sind dynamische Systeme, die ständig Veränderungen unterliegen durch

  • Kondensation von Dämpfen an bereits vorhandenen Teilchen
  • Verdampfen flüssiger Bestandteile der Teilchen
  • Vereinigung kleiner Teilchen zu größeren
  • Abscheidung von Teilchen aus dem Aerosol
Lackierer (Quelle: Dräger AG)

aerob anerobe Schwelle

Definition

Bereich des Übergangs zwischen aerob zur partiell anaerober laktazid (Laktat, Milchsäure) gedeckter Energiestoffwechselleistung der Arbeitsmuskulatur. Es handelt sich somit bei der aerob-anaeroben Schwelle um die Belastungsintensität, bei der Laktatbildung und Laktat-Elimination während länger andauernder Arbeit gerade noch im Gleichgewicht stehen.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterungen

Jede über die Belastungsintensität, bei der Laktatbildung und Laktat-Elimination während länger andauernder Arbeit gerade noch im Gleichgewicht stehen, hinausführende Belastung, führt zu einem kontinuierlichen Anstieg des Laktates und damit zu einer Übersäuerung des Blutes mit dem Erfolg der Steigerung der Atmung.

Die aerob-anaerobe Schwelle eines Menschen wird üblicherweise durch einen Test mit stufenförmig ansteigender Belastung bestimmt, oder besser mit einer Laktatbestimmung im Blut.

aerob

Definition

Nur mit Sauerstoff lebend bzw. nur unter Sauerstoff lebensfähig. Der Sauerstoff wird zur oxidativen Stoffumsetzung mit dem Ziel der Energiegewinnung für das Lebewesen benötigt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterungen

Gegensätze: anaerob, für Organismen, die ohne Sauerstoff überleben und mikroaerophil für Lebensformen, die mit minimalen Mengen Sauerstoff auskommen.

Adaptation

Definition

Physische oder psychische, aktive oder passive, vorübergehende oder dauernde Anpassung eines Organismus bzw. Organs an veränderte Bedingungen oder Reize.

Erläuterung

Beispiel:

Adaptation des Körpers des Atemschutzgeräteträger an die hohen Belastungen des Atemschutzeinsatzes durch Herz-, Kreislauf- und Muskeltraining.

Bildquelle: Dräger AG

Acute Exposure Guideline Levels

Definition

Störfall-Konzentrationsleitwerte zur Ausführung der Störfall-Verordnung bzw. nach europäischem Recht der Seveso-II-Richtlinie (Richtlinie 96/82/EG).

Bildquelle: abbreviations.com

Erläuterung

Die AEGL-Werte sind stoffbezogene, toxikologisch begründete Spitzen-Luftkonzentrationen, die erwarteten Schwellenwerten für Wirkungen auf die menschliche Gesundheit entsprechen. Diese Luftkonzentrationen werden geschätzt für

  • 5 Expositionsdauern (zwischen 10 Minuten und 8 Stunden)
  • 3 Schweregraden von Wirkungen (zwischen Wahrnehmbarkeit und lebensbedrohlicher Wirkung)

und gelten für die Allgemeinbevölkerung inklusive empfindlicher Personengruppen bei Störfall-Expositionen.

Das Projekt ist in Deutschland abgeschlossen. Aktuelle Informationen finden Sie auf der AEGL-Website der US EPA.

Abzweigstelle einer Leinensicherung

Definition

Stelle, an der sich die Such- bzw. Orientierungsleine in einen Haupt- und einen Nebenstrang verzweigt.

Erläuterungen

Haupt- bzw. Nebenstrang einer Leinensicherung sowie die Richtung „in das Freie“ sind als solche eindeutig zu kennzeichnen. So kann man selbst bei fehlender Sicht die gewünschte Richtung ertasten. Hierzu lassen sich z.B. verwenden

  • Leinen, bei denen in bestimmten Abständen unterschiedlich
    viele Knoten in der Leine angebracht oder eingewebt wurden
  • Bleche oder Holz- bzw. Kunststoffanhänger, in die Löcher in vorbestimmter Anzahl gebohrt wurden.

Bildquelle: Dräger AG