Atemschlauch

Definition
Gewellter Verbindungsschlauch aus einem gummiartigen Material zwischen dem Gerätesystem eines umluftunabhängigen Atemschutzgerätes und dem Atemanschluss des Geräteträgers, z.B. einer Vollmaske oder Mundstück-Garnitur.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterungen
Der Atemschlauch, oft auch Doppel-Atemschlauch für separate Ein- und Ausatmung, hat häufig eine faltig gewellte Außenwand. Diese Formgebung ermöglicht die robusten und gleichzeitig sehr flexible Handhabung des Atemschlauchs.
Einatemluft

Definition
Luft, die der Atemschutzgeräteträger (ASGT) einatmet. Bei Einsätzen im Gefahrenbereich atmet der ASGT Einatemluft aus Atemschutzgeräten.
Erläuterung
Die Zusammensetzung der Einatemluft muss den Forderungen der DIN EN 12 021 (Luftzusammensetzung) entsprechen. Sie wird entsprechend der Herstellervorgaben, z. B. in der Bedienungsanleitung, regelmäßig mit Messgeräten von einem Sachkundigen kontrolliert, z.B. von einem Atemschutzgerätewart.
Weitere Hinweise unter Atemgas.
Bildquelle: Dräger AG
Einatemgas
Atemgas

Definition
Ist die Zusammensetzung von Gasen, die sie für sicheres Atmen geeignet macht. Atemgas ist –> atembar. Es muss als –> Atemluft der DIN EN 12021 entsprechen, um aus Pressluftatmern, Duckluft-Schlauchgeräten, Atemschutzgeräten für Selbstrettung und Leichttauchgeräten (Scuba-Diving) abgeatmet werden zu dürfen.
Erläuterung
Festlegungen zu Atemgas nach DIN EN 12021
| Bestandteil | Menge |
| Sauerstoffgehalt | für trockene Luft 21 Vol.% (+-2% möglich) |
| Verunreinigung | keine |
| Geruch und Geschmack | frei |
| CO2-Gehalt | 500 ml pro Kubikmeter |
| CO-Gehalt | 15 ml pro Kubikmeter |
| H2O Gehalt bei Nenndruck der Flaschen | 200 Bar 50 mg pro Kubikmeter 300 Bar 35 mg pro Kubikmeter |
Einatemfeuchte

Definition
ist eine Funktion der Bedingungen beim Atmen, wie Druck, Einatemtemperatur und relative Luftfeuchte, bei der Benutzung von Atemschutzgeräten.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Die Einatemfeuchte lässt sich verändern durch die Schaffung besonderer mikroklimatische Bedingungen. So kann man die Einatemfeuchte z. B. durch das Trocknen der Einatemluft in Regenerationsgeräten oder das Einhalten der Wasserkonzentration in der Druckluft für Atemschutzgeräte innerhalb atemphysiologisch erforderlichen Grenzwerten halten.
EG-Konformitätserklärung

Definition
ein Dokument, in dem der Hersteller erklärt, dass das von ihm in Verkehr gebrachte Produkt identisch mit dem zur EG-Baumusterprüfung gegebenen ist bzw. die „grundlegenden Anforderungen“ der jeweiligen Europäischen Direktive erfüllt.
Bildquelle: Dräger AG
EG-Baumusterprüfung-Bescheinigung

Definition
ein Dokument, das bescheinigt, dass ein Produkt die grundlegenden Anforderungen einer spezifischen Europäischen Richtlinie, z. B. der RL 89/686/EWG, erfüllt.
Erläuterung
Grundlage der Bewertung dieser Anforderungen sind Europäische Produktnormen. Ihre Anwendung ist aber nicht zwingend.
Bildquelle: Dräger AG
Symptom
Definition
Krankheitszeichen, Krankheitserscheinung, Hinweis auf eine Verletzung.

Erläuterung
Symptome können durch medizinisches oder notfallmedizinisches Personal erfasst oder vom Betroffenen selbst erfahren werden. Das Symptom für beginnenden Sauerstoffmangel z. B. ist verstärkte Müdigkeit, Mattigkeit und Konzentrationsschwäche.
Bildquelle: Dräger AG
Systole

Definition
Zusammenziehung des Herzmuskels mit Entleerung der Herzkammern (Druckphase); die Systole besteht aus Anspannungszeit und Austreibungszeit; Gegensatz: Diastole.
Suchleine

Definition
Spezielle, nichtbrennbare und verschleißfeste Leine zum Durchsuchen von größeren Objekten, auf Führungsleine.
Erläuterung
Suchleinen sind mit eingewebten Knoten ausgestattet, die die Orientierung „Vorwärts“ oder „Rückweg“ ermöglichen.
Feuerwehrleinen können auch dafür genutzt werden, kommen aber schnell an die Grenzen ihrer Reichweite und verfügen nicht über die eingebauten Möglichkeiten einer Orientierungsleine.
Bildquelle: Dräger AG
Such- und Rettungstaktik

Definition
dienen der erfolgreichen Selbst- und Kameradenrettung durch zuvor trainierte und standardisierte Such- und Rettungsverfahren.
Erläuterung
Hierzu gibt es organisatorische Möglichkeiten, z.B. Linke-Hand-Suche und Rechte-Hand-Suche sowie technische Varianten, z.B. das Personenortungsgerät.
Die Such- und Rettungstaktik kann nur dann erfolgreich sein, wenn sowohl die Führungskräfte wie auch die Mannschaften der betreffenden Einheiten die entsprechenden Verfahren kennen und beherrschen.
Stützpunktfeuerwehr

Definition
Nicht gesetzlich geregelter Begriff für eine Freiwillige Feuerwehr mit Fahrzeugen und Ausstattung für überörtliche Einsätze.
Bildquelle: Feuerwehr-Esslingen
Erläuterung
Die Stützpunktfeuerwehr hebt sich durch ihre Mannschaftsstärke und Ausstattung von anderen Feuerwehren im Umkreis ab und wird deshalb zu überörtlichen Einsätzen mit alarmiert.
Beispiele für Stützpunktfeuerwehren sind Spezialkräfte für ABC-Einsätze und Betreiber von Gerätewagen Atemschutz .
Strahlenschutz

Definition
Schutz vor den schädigenden Wirkungen von radioaktiven Substanzen, vor ionisierender und nicht ionisierender Strahlung.
Erläuterung
Schutz vor den schädigenden Wirkungen von radioaktiven Substanzen, vor ionisierender und nicht ionisierender Strahlung.
Störungsfrei

Definition
Mangelfreies Funktionieren eines Produktes bzw. Gerätes im vorgegebenen Betriebsbereich.
Erläuterung
Störungsfrei funktioniert z. B. ein Pressluftatmer, der Atemluft ohne Mangel im Temperaturbereich von –30 °C bis +60 °C liefert.
Bildquelle: Dräger AG
Stoffwerte

Definition
Werte zur Gefährdungsabschätzung und für die Auswahl von Atemschutzgeräten bei Arbeits- und Rettungseinsätzen.
Erläuterung
Wichtige Stoffwerte sind die Einsatztoleranzwerte (ETW), Acute Exposure Guideline Levels (AEGL-Werte), Emergency Response Planning Guidelines (ERPG-Werte), Arbeitsplatzgrenzwert (AGW), Technische Richt-Konzentration (TRK-Wert)
Bildquelle: Sigrist.de
Stress

Definition
Reaktion des Menschen auf die Anspannung, die durch seine Belastungen und Beanspruchungen entstehen.
Erläuterung
Stress kann leistungsfördernd oder leistungssenkend wirken. Entsprechen die Belastungen und Beanspruchungen den körperlichen und geistigen Fähigkeiten sowie den Erwartungen des Menschen, wirkt er positiv. Negativer Stress dagegen mindert die Leistungsfähigkeit, verändert die Wahrnehmungsfähigkeit und das Problemlöseverhalten und macht auf Dauer krank. Dadurch können z. B. Herz-Kreislauf-Probleme und Magengeschwüre entstehen.
Bildquelle: deutschland-startet
Stickstoff

Definition
ein Atemgift mit erstickender Wirkung.
Erläuterung
Stickstoff ist ein farbloses, geruchloses, geschmackloses und nicht brennbares Gas, das leichter ist als Luft. Es vermag den Sauerstoff aus der Einatemluft zu verdrängen. Stickstoff ist mit einem Volumenanteil von 78 Vol.-% bzw. 75,53 % Gewichtsanteil Hauptbestandteil der Luft. Sein Siedepunkt liegt bei -196 °C (77 K).
Verwendung: Düngemittel, Inertgas, Schutzgas beim Schweißen, Treibmittel in Löschgeräten
Zum Schutz vor Stickstoff benötigt man umluftunabhängige Atemschutzgeräte.
Bildquelle: Dräger AG
Stirnband

Definition
Teil der Kopfbänderung der Vollmaske, die über Stirn und Scheitel läuft. Sie ist stufenlos verstellbar und mit einem Schnellverschluss ausgestattet.
Bildquelle: Dräger AG
Steuerventil

Definition
Bauteil einer Vollmaske
Erläuterung
Zwei Steuerventile sind symmetrisch an der Innenmaske der Vollmaske angebracht. Sie steuern den Weg der Ein – und Ausatemluft.
Bildquelle: Dräger AG
Steckanschluss

Definition
eine Verbindung von zwei Teilen, die durch Stecken (Stecker) hergestellt wird.
Erläuterung
Im Atemschutz wird der Einheitssteckanschluss (Einheitsanschluss) für die Verbindung einer Vollmaske mit einem Lungenautomaten von Überdruckpressluftatmern bei deutschen Feuerwehren benutzt. Alternativen zum Stecken sind Schraubverbindungen.
Bildquelle: Dräger AG
Staudruck

Definition
ist der Druck, mit dem sich ein strömendes Medium, z. B. Atemluft, vor einem in die Strömung eingebrachten Gegenstand staut.
Erläuterung
Je schneller das Medium strömt, desto größer ist der Staudruck. Beim Auftreffen der Strömung auf den Gegenstand wird kinetische Energie in Druckenergie umgewandelt. Staudruck entsteht z. B. im Manometer des Pressluftatmers und dient zum Anzeigen des Flaschendrucks; Gegensatz: statischer Druck.
Staub

Definition
Teilchen fester Stoffe mit weniger als 0,5 mm Korndurchmesser aus Elementen und dessen Verbindungen sowie Stoffgemengen, z. B. Kohlestaub.
Bildquelle: Bmas.de
Erläuterung
Staub entsteht durch Bearbeitung, Zerkleinerung und Abrieb. Die Teilchen sind je nach Ausgangsstoff von unterschiedlicher Dichte, Form und Größe.
Ein Staubteilchen mit Durchmesser 1 Mikrometer braucht 417 Minuten um 1 Meter zu sinken.
Staub ist meist brennbar, teilweise sogar explosiv (Staubexplosion), zum Teil giftig, z. B. Arsenstaub. Staub mit weniger als etwa 10 mm Korngröße ist mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar und kann beim Einatmen bis in die Alveolen (Lungenbläschen) eindringen. Dort können scharfkantige Stäube, z. B. Steinkohlestaub, zu Silikose führen. In staubbehafteten Produktionsprozessen und bei Rettungsarbeiten besteht für ungeschützte Arbeitnehmer und Einsatzkräfte die Gefahr, Staub einzuatmen. Vor Staub schützen Atemschutzgeräte.
Staubdicht

Definition
Umgangssprachlich für relativ sicher vor Staub verpackte Geräte, z. B. eingeschweißte Vollmasken und verplombte (Plombe) Filter.
Bildquelle: Dräger AG
statischer Druck
Stand der Technik

Definition
in Vorschriften, z. B. DIN EN-Normen und vfdb-Richtlinien festgelegte Anforderungen, Prüfmethoden, u. ä., die den gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse und der Praxis beschreiben und die die praktische Eignung einer Maßnahme gesichert erscheinen lassen.
Erläuterung
Dem Stand der Technik entsprechen z. B. die DIN EN 143 „Partikelfilter“ und die Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehr“.
Bildquelle: Dräger AG
Spülschrankanlage
Sprechmembran

Definition
Bauteil einer Vollmaske.
Erläuterung
Die Sprechmembran ermöglicht eine relativ gute Verständigung des Atemschutzgeräteträgers mit der Umgebung, auch bei Funkkontakt. Sie besteht bei den meisten Maskentypen aus einer Metallscheibe, vereinzelt auch noch aus aluminiumbeschichteter Kunststofffolie.
Bildquelle: Dräger AG
Sprechfunk

Definition
analog oder digital übertragene Sprachkommunikation, im Bereich der Gefahrenabwehr meist im BOS-Funk (BOS).
Erläuterung
Es wird unterschieden zwischen – Einsatzstellenkommunikation, meist im analogen 2-m-Band bzw. digitalen Direktbetrieb (DMO), und Fahrzeugfunk, meist im analogen 4-m-Band bzw. im Netzbetrieb des Digitalfunks (TMO). Der Sprechfunk dient im Atemschutz z. B. der Kommunikation zwischen den Atemschutzgeräteträgern und den Einsatzkräften, die die Atemschutzüberwachung durchführen.
Bildquelle: Dräger AG
Sporen

Definition
Widerstandsfähige Form von Bakterien zum Überdauern lebensfeindlicher Zustände.
Erläuterung
Sporen sind sehr lange gegen Hitze, Kälte oder Austrocknung resistent, z. B. die Sporen vom Milzbrand. Sie können ihren gesamten Stoffwechsel einstellen.
Sobald Sporen in einen für sie lebensfreundlichen Bereich kommen, entwickeln sie sich zu Bakterien zurück, ohne dass deren Eigenschaften, z. B. die pathogene Wirkung, verloren gegangen sind.
Bildquelle: Lexikon.biologie









