
Definition
Halterung in Fahrzeugen zur Aufnahme von Atemschutzgeräten.
Erläuterung
Bei Feuerwehrfahrzeugen befinden sich die Halterungen im Aufbau, Fahrtrichtung links und in der Mannschaftskabine, ggf. auch am Gruppenführersitz.

Halterung in Fahrzeugen zur Aufnahme von Atemschutzgeräten.
Bei Feuerwehrfahrzeugen befinden sich die Halterungen im Aufbau, Fahrtrichtung links und in der Mannschaftskabine, ggf. auch am Gruppenführersitz.

Zur Instandhaltung von Atemschutzgeräten (ASG) gehören Kontrolle, Reinigung, Wartung, Reparatur und Prüfung.
Die Instandhaltung dient zur Wiederherstellung des Sollzustandes, d.h. der Einsatzbereitschaft des ASG. Sie ist nach jedem Gebrauch oder nach den vorgeschriebenen Wartungsintervallen durchzuführen. Darüber informieren Prüfkalender und Gebrauchsanweisung.
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Aus dem Prüfkalender lässt sich erkennen, wann was instandgesetzt werden muss. Die Gebrauchsanweisung gibt Informationen, z.B. über die Demontage der Geräte, ihre Reinigung, Desinfektion und den Ersatz verbrauchter Materialien (Flaschenfüllung, Alkalipatronen, Filtereinsätze), über Reparaturen, den Austausch von Originalteilen sowie die Prüfung der Geräte.
Wiederverwendbare Teile von ASG, z.B. Lungenautomaten und Druckluftflaschen, und ihre Instandhaltung werden in einer Kartei oder Datei erfasst. Ebenso werden alle Einsätze sowie die Lagerung und Instandhaltung festgehalten. Die Instandhaltung von ASG wird von einem ausgebildeten Atemschutzgerätewart durchgeführt.
Analyse der Eigenschaften eines Atemschutzgerätes bezüglich der Erfüllung gegebener Bedürfnisse. Eine Atemschutzgeräte-Bewertung kann aber auch bedeuten, das Gerät hinsichtlich einer gegebenen Vorschrift, z. B. ihrer Norm abzuprüfen.
In einem Lackierbetrieb kann davon ausgegangen werden, dass die Umgebung über ausreichend Sauerstoff verfügt, aber mit Lösemitteldämpfen kontaminiert ist. Es muss also ein Filtergerät zur Aufnahme der Lösemitteldämpfe eingesetzt werden.
Der Dichtsitz der Atemanschlüsse in Verbindung mit Halbmasken oder Viertelmasken ist nicht gewährleistet bei Verwendung von Filtern mit mehr als 300 g Gewicht. Deshalb dürfen diese nicht verwendet werden.
Filter mit einem Gewicht von über 500 g dürfen nicht direkt mit Vollmasken der Klasse 2 und 3 und Mundstückgarnituren verwendet werden. Schwerere Filter und Filterbüchsen können an einem Atemschlauch angeschlossen werden, der z.B. am Gürtel getragen wird.

Voraussetzung für die Schutzwirkung eines Atemschutzgerätes (ASG) ist ein guter Dichtsitz des Atemanschlusses. Dafür ist beim Aufsetzen eines Atemanschlusses die Gebrauchsanweisung des Herstellers zu beachten; z.B. muss beim Anlegen einer Maske der korrekte Dichtsitz eingehalten werden.
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Bei Personen mit Bärten oder Koteletten im Bereich der Dichtrahmen von Voll- und Halbmasken ist der Dichtsitz nicht gewährleistet; Barterlass. Ebenso sind Personen mit extremer Kopfform oder mit tiefen Narben als Geräteträger nicht geeignet.
Moderne Atemanschlüsse sind auch für Brillenträgern geeignet, da die Brillengestelle entweder in der Maske integriert sind oder bei Halbmasken die entsprechende Brillenform gewählt werden.

Ein Verfahren, das sich an eine Gefährdungsanalyse und Risikobewertung eines Arbeitsplatzes mit den die Gesundheit gefährdenden Elementen anschließt und zum Ziel hat, ein Atemschutzgerät zur Beschaffung auszuwählen, das gegen die ermittelten Risiken schützt.
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Für die Durchführung von Gefährdungsanalyse und Risikobewertung sind Arbeitgeber bzw. Amtsleiter /Leiter Feuerwehr verantwortlich. Bei Feuerwehren schließt sich daran auch die Brandschutzbedarfsplanung, Teil Entwicklung Atemschutz und Körperschutz, an.

Ein Gerätesystem nach DIN EN 135 zum Schutz der Atemwege.
Die Atemschutzausrüstung setzt sich zusammen aus dem Atemanschluss, z. B. einer Vollmaske, und einem Filtersystem (Filter) bzw. einer das atembare Gas abgebenden Quelle, z. B. der Pressluftatmer.
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Sichert die bedarfsgerechte Sauerstoffversorgung des Organismus, z.B. die Sauerstoffaufnahme mit der Atemluft.
Das Atmungssystem vollzieht die äußere Atmung und ist funktionell eng mit dem Blutkreislauf verbunden. Die Atmungsorgane benutzt der Mensch zur äußeren Atmung. Sie teilt man ein in die oberen Atmungsorgane (Atmungsorgan, obere) und die unteren Atmungsorgane (Atmungsorgane, untere).

Muss für Arbeitnehmer und Einsatzkräfte auch in Bereichen mit Gefahrstoffen einschließlich Atemgiften Atemluft in ausreichender Luftzusammensetzung bereitstellen.
Die Atemluftversorgung lässt sich je nach örtlichen Verhältnissen im Gefahrenbereich mit umluftabhängigen Atemschutzgeräten und umluftunabhängigen Atemschutzgeräten sichern.
Die kohlendioxidhaltige Ausatemluft wird im Regenerationsgerät in der Regenerationspatrone vom CO2 regeneriert.
In der Regenerationspatrone wird das CO2 mittels einer exothermen Reaktion und unter Gewinnung von Wasser durch Atemkalk oder Alkali absorbiert. Durch die anschließende Ergänzung von Sauerstoff erhält die Einatemluft die Qualtät von Atemgas.
| brennbarer Stoff | Verbrennungsprodukte (Atemgifte bei Vollbrand) | Verbrennungsprodukte Schwelbrand (Atemgifte in der Nachlöschphase) |
| Holz, Papier, Zellstoff | CO, CO2, Aldehyde, Aromate, Essigsäure, KW | Aldehyde, Aromate, KW, PAK |
| Kunststoffe (Polymere mit C und H) | CO, CO2, NO, Aldehyde, Aromaten, Carbonsäuren, gesättigte und ungesättigte KW | Aldehyde, Aromate, PAK |
| Kunststoffe (Polymere mit Halogenen) | CO, CO2, HCl, COCl2,CKW, Aldehyde, Aromaten, Chloraromaten, Carbonsäuren, PCD, PCDF | CKW, Aldehyde, Aromate, Chloraromate, Carbonsäuren, gesättigte und ungesättigte KW, PCD, PCDF |
COCl2 = Phosgen, KW = Kohlenwasserstoffe, CKW = Chlorkohlenwasserstoffe, PAK = Polycyklische Kohlenwasserstoffe, PCD = Furane, PCDF = Dioxine

Versorgung des Atemschutzgeräteträgers mit Atemluft, die durch die Atmung des Geräteträgers gesteuert wird.
Versorgung mit Atemluft aus einem Pressluftatmer mit Lungenautomat. Der Lungenautomat versorgt den Atemschutzgeräteträger mit der Luftmenge, die er gerade aufgrund seiner Belastung benötigt.
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Hilfsgerät für Arbeits- und Rettungszwecke, z. B. Filtergerät, Schlauchgerät, Behältergerät und Regenerationsgerät.
Atemgeräte zählen zur Persönlichen Schutzausrüstung, siehe auch Atemschutzgeräte.

Eine Folge der mikroklimatischen Bedingungen für den Atemschutzgeräte benutzenden Atemschutzgeräteträger ist die Wahrnehmung äußerer Einflüsse im Nasen- und Rachenbereich, z. B. ob die Einatemluft trocken oder feucht ist.
Man unterscheidet Einatemfeuchte und Ausatemfeuchte.

Prüfung von Atemanschlüssen nach Vorgaben, z. B. nach Bedienungsanleitung des Herstellers, Unfallverhütungsvorschriften oder Richtlinie vfdb 0804 Wartung von Atemschutzgeräten der Feuerwehr.
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Dient in Atemschutzübungsanlagen dazu, den Übenden durch Atemschutzgerät und definierte Bedingungen zu beanspruchen, um seine körperliche Belastung messen und beurteilen zu können.
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Der Arbeitsraum muss mit mindestens zwei verschiedenen Arbeitsmessgeräten ausgestattet sein, z.B. Endlosleiter, Laufbandergometer, Fahrradergometer, Stepper, Haspel oder Schlaggerät.
Umfasst die Wechselbeziehung zwischen Arbeit und Beschäftigten unter medizinischen Aspekten.
Ziel ist es, die arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu verhüten und dem geschädigten oder erkranktem Beschäftigten die Wiedereingliederung in die Arbeit zu erleichtern.

Die Einhaltung des Arbeitsschutzes wird durch die Arbeitsschutzbehörden in den Ländern, z. b. die Gewerbeaufsichtsämter, und durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, z. B. die Unfallkassen, überwacht.

Liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund seines Gesundheitszustands oder eines Unfalls seine zuletzt ausgeübte oder eine ähnliche Beschäftigung nicht ausüben kann.
Zur Arbeitsaufnahme ist er erst wieder verpflichtet, wenn er die volle Leistung erbringen kann, es sei denn, es wird auf eine stufenweise Wiedereingliederung entschieden.
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Seinen Arbeitgeber muss er unverzüglich über den Ausfall informieren –persönlich oder über Dritte. Dafür besteht Anzeigepflicht. Fällt er längerals drei Kalendertage aus, muss er spätestens am darauf folgenden Tag eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Dafür besteht Nachweispflicht.
Der Arbeitgeber kann ein solches Attest aber auch schon für die ersten Tage der Arbeitsunfähigkeit verlangen.
Bei Arbeitsunfähigkeit ruht die Dienstpflicht bei (befristeter) Fortzahlung des Arbeitsentgeltes.
Ein Atemschutzgeräteträger verunfallt im Einsatz. Dabei war er über die Feuerwehr, den Arbeitgeber bzw. seine Gemeinde unfallversichert. Bis zur Wiederherstellung kann er eine Reihe von Sozialleistungen beanspruchen.

ist ein Unfall von Versicherten infolge einer versicherten Tätigkeit. Dazu zählen vor allem Unfälle von Beschäftigten bei Erbringung der vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung.
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Unvermögen des Herzens, der Körperperipherie während muskulärer Arbeit jederzeit eine genügend große Blutmenge zur Verfügung stellen zu können.

Bei Einsätzen der unter Atemschutzgeräten kann der unter Arbeitsinsuffizienz des Herzens leitende Atemschutzgeräteträger so zu einer Unterversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff kommen. Dies führt bei ihm zu Laktatakkumulation ( Laktat) und bei längeren Einsätzen zu vorzeitiger Erschöpfung und Abbruch des Einsatzes.
In Körperruhe oder bei geringer Belastung kann das Leistungsvermögen des Herzens dieses Atemschutzgeräteträgers hingegen ausreichend sein. Dadurch wird das Leiden erst bei Belastung erkennbar. Während der Untersuchung G 26 fällt es dem Arzt auf.
Körpertraining wirkt der Arbeitsinsuffizienz entgegen.
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Die Leistung in Watt/kg Körpergewicht eines menschlichen Organismus bei einer bestimmten Herzfrequenz, z. B. bei 130, 150 bzw. 170 Schlägen pro Minute. Die Arbeitskapazität dient als Maß der Ausdauerleistungsfähigkeit des betreffenden Organismus.
Die Untersuchung zur Bestimmung der Arbeitskapazität eines Menschen wird vor allem im klinisch-medizinischen Bereich durchgeführt.
Sie dient auch als Untersuchungskriterium der Beurteilung von Atemschutzgeräteträgern während der Untersuchung nach den Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen G 26. Dabei wird die Arbeitskapazität bei ansteigender Belastung auf dem Fahrradergometer gemessen.
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