Arbeitsmedizinische Vorsorge

Definition
Maßnahmen für und Behandlung von Beschäftigten zum vorbeugenden Erhalten ihrer Gesundheit, Befinden und Leistungsfähigkeit sowie zum Vorbeugen vor Berufskrankheiten.
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Erläuterungen
Die arbeitsmedizinische Vorsorge wird durch das Arbeitssicherheitsgesetz ASiG geregelt. Demnach sollen alle Beschäftigte ärztlich arbeitsmedizinisch betreut werden. Sollten dafür vorgesehene Betriebsärzte nicht ausreichend zur Verfügung stehen, können auch niedergelassene Ärzte mit einer entsprechenden Ermächtigung durch die gewerblichen Berufsgenossenschaften und den Landesgewerbearzt arbeitsmedizinisch vorsorgen.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge entspricht dem Aufgabenkatalog des Betriebsarztes im Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG).
Apertometer

Definition
Prüfgerät zur Bestimmung des Sichtfeldes eines Atemanschlusses, z. B. einer Vollmaske oder Gasschutzbrille.
Erläuterungen
Durch das Tragen einer Atemschutzmaske (eines Atemanschlusses) wird das Sichtfeld des Maskenträgers eingeschränkt. Zur Bestimmung des Gesichtsfeldes eines Atemanschluss wird dieser auf einem Prüfkopf fixiert. Die Augen des Maskenträgers werden durch Glühlampen simuliert, deren Strahlenfeld durch den Prüfgegenstand das Gesichtsfeld auf der Innenfläche einer Halbkugel abbildet. So lassen sich natürliches und effektives Gesichtsfeld prüfen und ggf. Sichtfeldeinschränkungen messen.
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Arbeitsdruck
Definition
Arbeitsdruck ist der Gasdruck z.B. von Luft oder Sauerstoff, der benötigt wird, um Funktionen an einem Atemschutzgerät in Bewegung zu setzen, z.B. im Sicherheitsventil eines Pressluftatmers.

Erläuterungen
Der Arbeitsdruck ist also der Mindestdruck zum Auslösen einer Funktionen. So darf das Sicherheitsventil des Pressluftatmers z. B. erst oberhalb des zulässigen Arbeitsdruckes, z. B. 13 bar im Mitteldruckbereich, ansprechen und muss geschlossen bleiben, wenn dieser Arbeits- oder Ansprechdruck unterschritten ist.
Der maximale Arbeitsdruck ist der in der Gebrauchsanweisung vorgesehene maximale innere Druck einer Gasflasche, z. B. der Fülldruck oder Nenndruck 300 bar des Pressluftatmers.
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Anzüge zum begrenzten Einsatz
Antibeschlagmittel

Definition
Zähflüssiges Mittel mit Tensiden zum Verringern der Oberflächenspannung von Wasser.
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Erläuterungen
Durch Auftragen von Antibeschlagmittel auf:
- die Scheibeninnenseite des Chemikalienschutzanzuges
- die Außenseite der Sichtscheibe der Vollmaske
können Sichtbehinderungen durch die abgesetzte Feuchtigkeit der in den Anzug ausgeatmeten und abgesetzten Luft verhindert werden.
Alternativ kann dieser Effekt auch durch eine Anti-Fog-Scheibe erzielt werden.
Anti-Fog-Scheibe

Definition
wird von innen vor die Chemikalienschutzanzug-Sichtscheibe gesetzt.
Erläuterungen
Anti-Fog-Scheiben bestehen aus speziell beschichtetem, durchsichtigem und flexiblen Material. Sie verringern die Oberflächenspannung der darauf abgesetzten Feuchtigkeit, z. B. der aus der Ausatemluft des CSA-Trägers. Dadurch bildet sich auf der Anti-Fog-Scheibe ein gleichmäßiger Flüssigkeitsfilm und die Sicht des CSA-Trägers bleibt trotz hoher Luftfeuchtigkeit relativ unbehindert.
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Anlegen von Atemschutzgeräten

Definition
Erfolgt nach Vorschrift des Herstellers des Atemschutzgerätes bzw. Atemanschlusses, z. B. entsprechend der Bedienungsanleitung.
Erläuterungen
s. Tabelle Anlegen Vollmaske/Helm-Maskenkombination und Pressluftatmer
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Anschlussgewinde

Definition
Bezeichnung für das Gewinde zwischen Atemanschluss und Lungenautomat des Pressluftatmers oder dem Filter.
Erläuterungen
Das Anschlussgewinde ist bei Atemschutzgeräten für die Überdruck – Atemtechnik am Atemanschluss ein Innengewinde, am Lungenautomat und Filter ein Außengewinde M 45 x 3;
- bei Atemschutzgeräten für Normaldruck am Atemanschluss ein Innengewinde und am Lungenautomat bzw. Filter ein Außengewinde 40 x 1/7 Zoll
- bei Regenerationsgeräten am Atemanschluss und am Anschlussstück ein Zentralgewindeanschluss.
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Anfangsdruck

Definition
Druck des Atemgases in der Druckluftflasche, mit dem der Atemschutzeinsatz mit vollem Atemschutzgerät beginnt.
Erläuterungen
Der Anfangsdruck wird am Manometer der Hochdruck- oder Manometerleitung abgelesen und beträgt bei Pressluftatmern 300 bar, mindestens jedoch 270 bar,
Anfangszeit

Definition
Zeitpunkt, an dem der Atemschutzeinsatz mit einsatzbereitem Atemschutzgerät beginnt.
Erläuterungen
Die Anfangszeit kann je nach der Organisation der Atemschutzüberwachung entweder ein Zeitpunkt auf einer Uhr mit durch- (bzw. fort-) laufender Zeit, z.B. 13:27 Uhr, oder aber auch der Beginn des Countdowns oder des Startzeitpunktes auf einer Kurzzeituhr, z.B. 25 min, sein.
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Ammoniak (zusätzliche Informationen)
Ammoniak ist eine Grundchemikalie und wird in großem Maßstab produziert. Im Jahr 2009 wurden weltweit 139 Millionen Tonnen in einer Direktsynthese über das Haber-Bosch-Verfahren hergestellt. Es entsteht auch durch Pyrolyse- und Verbrennungsvorgänge organischer Materialien.
Ammoniak lässt sich nachweisen durch:
- typischen Geruch
- Verfärbung von Indikatoren
- typischen weißen Rauch, wenn Ammoniak mit Salzsäure zu Ammoniumchlorid reagiert
- dunkelblaue Färbung des Reaktionsproduktes Kupfertetramminkomplex [Cu(NH3)4]2+ ,
das bei der Mischung von Ammoniak mit Kupfersalzlösung entsteht
Alterung
Definition
Ein Verlust der Funktionen von Produkten, Materialien, u. a. durch Umwelteinflüsse, wie Wärme, Feuchtigkeit, Ultraviolette Strahlen, Staub, Chemikalien, Ozon, Kohlenwasserstoffe.
Erläuterung
Beispiele:
Rosten von Metallen in feuchter Umgebung, Rissbildung an Gummiteilen durch Sonneneinwirkung, Versprödung von Gummiteilen durch Einwirkung von Kohlenwasserstoffen oder Chemikalien.
Die Folge der Alterung sind Verluste an Einsatzbereitschaft des betroffenen Gerätes. Abhilfe lässt sich schaffen durch notwendige Qualitätsüberwachung schaffen, gefolgt von einem periodischen und vom Hersteller und Prüf- und Wartungsrichtlinien festgeschriebenen Austausch der betroffenen Ersatzteile.
Arbeitsmedizinischer Dienst (AMD)
Definition
Übernimmt betriebsärztliche Aufgaben im Sinne des Arbeitssicherheitsgesetzes ASiG für Betriebe, die keinen eigenen Betriebsarzt bestellt oder beauftragt haben.
Erläuterungen
Der arbeitsmedizinischer Dienst befasst sich mit der Untersuchung, Bewertung, Begutachtung und Beeinflussung der Wechselbeziehungen zwischen Organisation der Arbeit und dem Menschen, seiner Gesundheit, seiner Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und seinen Krankheiten
Allergisch
Allergie (Zusatzinformation)
Allergien können sich äußern:
- an den Schleimhäuten als Heuschnupfen (allergische Rhinitis), Mundschleimhautschwellungen und Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
- in den Atemwegen als Asthma (Astma bronchiale)
- an der Haut (atopische Dermatitis (Neurodermitis), Kontaktekzem, Urtikaria
- im Gastrointestinaltrakt (Erbrechen, Durchfälle, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern
- als akuter Notfall, anaphylaktischer Schock.
Allergieauslösende Stoffe lassen sich mit Hilfe verschiedener Allergietests nachweisen. Vor allem verwendet man Hauttests, Provokationstests und Blutuntersuchungen.
Allergien sind derzeit nicht heilbar, lassen sich aber mit Medikamenten (Antiallergika) in ihrer Auswirkung mildern oder verhindern. Diese Medikamente werden je nach Form und Schwere der Erkrankung verabreicht, z. B. als Tabletten, Nasensprays, Asthmasprays, Augentropfen und Salben.
Mit entsprechender ärztlicher Behandlung können selbst allergische Atemschutzgeräteträger weiter einsatzbereit bleiben. Bei Untersuchungen zur à G 26 hat der Atemschutzgeräteträger bekannte Allergien anzugeben.
Allergie
Definition
sind bis zur Überempfindlichkeit gesteigerte Reaktionen des Körpers auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe, die Allergene. Eine Allergie kann sich beim Menschen entwickeln, wenn er eine angeborene oder entwickelte Sensibilisierung für diese Substanzen besitzt. Eine Allergie äußert sich durch typische, entzündliche Prozesse.
Erläuterungen
Allergene bewirken Veränderungen an Haut und Schleimhäuten und lösen bei wiederholter Einwirkung Krankheiten wie Bronchialasthma, Heuschnupfen und Nesselsucht aus. Schwere allergische Reaktionen können zu einem lebensbedrohlichen Schock führen. Allergiker können an einer dieser Krankheitsformen leiden, aber auch an Mischformen von ihnen und können z. B. auf Blütenstaub, Katzenhaare oder Erdbeeren u.ä. reagieren.
Im Bereich Atemschutz kann es zu Allergien auf Materialien der Vollmaske, z. B. Chloropren-Kautschuk und Silikon kommen.
Akkreditierte Stelle

Definition
Eine die Vorgaben der Zentralstelle der Länder für Sicherheit (ZLS) erfüllende Institution, z.B. Dekra-Exam GmbH, Am Technologiepark 1, 45307 Essen, zur Erfüllung (Qualitätssicherung) der Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG).
Bildquelle: Dekra
Erläuterungen
Die Erfüllung der Anforderungen des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG) wird durch ein Zertifikat (Teilprozess der Konformitätsbewertung) bestätigt und berechtigt die Institution zur Durchführung von Prüfungen und Zertifizierungen von Produkten gemäß der Europäischen Direktive, die ins nationale Recht in Form von Verordnungen zum Gerätesicherheitsgesetz übertragen wurden bzw. werden.
Derartige Zertifizierungsstellen können nach erfolgreicher Zulassungsprüfung die Eignungsfeststellung von persönlicher Schutzausrüstung für Einsatzaufgaben bei deutschen Feuerwehren erbringen. Dazu müssen sie die Bestätigung ihrer Akkreditierung entsprechend der europäischen Richtlinie 89/686/EWG (PSA-Richtlinie) sowie den Nachweis ihres Kooperationspartners dem Referat 8 „Atemschutz und persönliche Schutzausrüstung“ vorlegen. Nach Prüfung der Voraussetzungen wird die Entscheidung über die Benennung von der turnusmäßig stattfindenden Mitgliederversammlung des Referates 8 unter Beachtung der Satzung der vfdb durch Beschluss getroffen.
Adapter

Definition
Bauteil (Zwischenstück), um unterschiedliche Baugruppen oder Geräte elektrisch oder mechanisch einander anzupassen.
Erläuterungen
Beispiel:
Mit Hilfe eines Adapters wird z.B. ein Atemschutzgerät mit einem Überdruck-Anschluss zur Prüfung mit einem Prüfgerät mit Normaldruck-Anschluss verbunden.
In diesem Beispiel dient ein Schlauch zur Verlängerung der Mitteldruckleitung (um Prüfungen an Atemschutzgeräten vorzunehmen), als Adapter.
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Adsorptionsmittel

Definition
Wasserunlösliche poröse Substanzen, die aufgrund ihrer großen Oberfläche Wasser oder andere Moleküle durch Adsorption an sich binden.
Erläuterungen
Mit Adsorptionsmitteln gefüllte Atemschutzgeräte, z. B. Filter, müssen nach Ihrer Benutzung oder bei Überlagerung nach Herstellerangaben entsorgt werden.
Oft verwendete Adsorptionsmittel sind Aktivkohle, Aluminiumoxid und Kieselgel .
Durch die Imprägnierung der Adsorptionsmittel steuert der Hersteller von Filtern Qualität und Quantität des Adsorptionsvermögens.
Bildquelle: Dräger AG
Abschnittsgruppe/-kanal

Definition
Zur Kommunikation zwischen:
- vorgehenden Trupps und deren Einheits- bzw. Fahrzeugführern
- Fahrzeugführern und den Zugführern/Abschnittsleitern
wird meist ein eigener 2-m-BOS-Kanal je Abschnitt genutzt. Es gibt auch Modelle mit Verkabelungen zwischen den vorgehenden Truppangehörigen und dem Fahrzeugführer bzw. Atemschutzüberwacher (Kombination aus Orientierungsleine und Kommunikationsanlage).
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterungen
Die Frequenz- bzw. Kanalvergabe erfolgt durch die jeweiligen Landesbehörden im Rahmen der BOS-Richtlinie. Der Funkverkehr wird nach FwDV 810 und der BOS-Richtlinie geführt. Dabei ist zu achten auf:
- Sicherung der maximalen Reichweiten der eingesetzten Geräte
- den Schutz vor Überlastung der Funkkanäle
- eindeutige Funkrufnamen
- rechtzeitige Durchführung der Kanaltrennung.
Bei kabelgestützten Geräten muss eine Schnittstelle zwischen „normalem“ Einsatzstellenfunk und der Kabelanlage vorhanden sein. Mindestens der Truppführer des Trupps mit Kabelanlage muss zusätzlich über ein 2-m-FuG verfügen, um sich ggf. mit Trupps ohne Kabelanlage verständigen zu können.
Absorptionsmittel

Definition
Chemische Verbindungen mit der Eigenschaft der Absorption.
Erläuterungen
typische Absorptionsmittel sind Rezepturen mit Hauptbestandteil
- Natriumhydroxid NaOH in der Alkalipatrone
- Kalziumhydroxid Ca(OH)2 im Kalkabsorber.
Neben Absorptionsmitteln mit ausschließlicher Kohlendioxidbindung gibt es auch Absorptionsmittel, die zusätzlich Sauerstoff freisetzen, z. B. Kaliumhyperoxid KO2 .
Absorptionsmittel müssen nach Herstellerangaben entsorgt werden
Abriebfestigkeit

Definition
Im Atemschutz Ausdruck für die Stabilität eines fraktionierten
Materials gegenüber mechanischer Belastung, z. B. der
Absorptionsmittel und der Adsorptionsmittel in
Absorbern oder Gasfiltern.
Vor allem durch Transport und Benutzung der Atemschutzgeräte
kann die mechanische Belastung des fraktionierten Materials
zu Abrieb an der eigenen Oberfläche oder der benachbarter
Strukturen führen.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Absorptionsmittel (alkalische Füllmasse) und Adsorptionsmittel, z. B. Aktivkohle, unterliegen dem Abrieb vor allem durch Schütteln des Absorbers bzw. Filters. Abrieb lässt sich durch geeignete Rezepturen, Herstellungstechnologien und konstruktive Maßnahmen vermindern. Entsteht er dennoch, lässt sich durch geeignete Maßnahmen, z. B. durch den Einbau konstruktiver Elemente wie Filter oder Filterschichten, das Einatemgas säubern.
Brille für Atemschutzgeräteträger
Brandübungsanlage – Unfallverhütung
Definition
In Brandübungsanlagen werden Einsatzsituationen realitätsnah nachgestellt. Daher müssen auch bei einer Übung in solchen Anlagen ebenso strenge Maßstäbe an den Unfallschutz gestellt werden wie im Einsatz.

Erläuterung
Folgende Grundsätze zur Unfallverhütung bei Absolvierung von Brandübungsanlagen sollten als Mindestempfehlung befolgt werden:
Übungsteilnehmer müssen:
− ausgebildete Atemschutzgeräteträger sein
− über eine gültige Untersuchung nach G 26/3 verfügen
− geschützt sein durch eine vollständige
Feuerwehrschutzkleidung, bestehend aus:
- Feuerwehrschutzkleidung nach HuPF / EN (Überjacke / Hose),
- Feuerwehr-Schutzschuhwerk
- Feuerwehr-Schutzhandschuhe
- Feuerwehr-Schutzhelm mit Nackenschutz
- Flammschutzhaube
- Pressluftatmer mit Atemanschluss
(Umluftunabhängiges Atemschutzgerät).
Bildquelle: Dräger AG
Brandübungsanlage – Unfallverhütung (Zusatzinformation)
Bei der Wahl des Feuerwehr -Schutzhelm mit Nackenschutz ist die Temperaturbeständigkeit des Helmmaterials zu berücksichtigen. Helme aus Textil-Phenol-Kunstharz sind für die starke thermische Belastung, die während eines Einsätze im Innenangriff bzw. einer Übung in Brandsimulationsanlagen auftreten kann, nicht geeignet.
Weiterhin sollte daran gedacht werden, Körperschmuck jeglicher Art abzulegen, nicht unter Alkohol stehend zu trainieren sowie frei von Drogen, behinderten Medikamenten und Krankheiten zu sein. Vor und nach der Übung ist ausreichend zu trinken.
Brandsimulationsanlage

Definition
andere Bezeichnung für: Brandcontainer, gasbetrieben; Brandcontainer, feststoffbetrieben; Brandhaus.
Erläuterung
Brandsimulationsanlagen werden errichtet als:
- stationäres Brandhaus
- mobile Brandcontainer (gas- oder feststoffbetrieben)
- Spezialanfertigungen wie Flugzeugbrandsimulator mit Spillfire,
Schiffsbrandsimulatoren
Brand-Trainingszentrum

Definition
Ist eine Anlage mit der Möglichkeit, Einsätze von taktischen Einheiten bis zu Verbänden zu trainieren sowie Einsatzkräfte für spezielle Aufgaben und Situationen auszubilden.
Erläuterung
In einem Brand-Trainingszentrum sind zusätzlich zu Brandhäusern und -containern Gefahrenanlagen besonderer Art, wie z.B. Industrie-, Schiffs-, Hafen- und Tunnelanlagen, Tankanlagen oder Flugzeuge, nachgebildet; Brandhaus; Brandcontainer, gasbetrieben; Brandcontainer, feststoffbetrieben, Brandübungsanlagen – Unfallverhütung.
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Brandhaus
Definition
Ist ein Feuerwehr-Übungshaus nach DIN 14097 in der Größe eines Ein- oder Mehrfamilienhauses mit der Möglichkeit, taktische Einheiten bis zur Zugstärke bei realistischen Temperaturen trainieren zu lassen. Brandherde und Rauchgasdurchzündung werden meist durch Gasbrände simuliert.

Erläuterung
Ein Brandhaus dient der Übung und dem Training von Feuerwehreinsatzkräften unter realitätsnahen Bedingungen. Es werden realistische Eindrücke von Hitze-, Flammen- und Wasserdampfeinwirkung auf die Einsatzkraft vermittelt. Da jedoch zur Befeuerung des Brandhauses aus Umweltschutzgründen meistens rückstandslos verbrennendes Propangas benutzt wird, können Verrauchung und Rauchgasdurchzündung nur simuliert werden.
Das taktische Vorgehen zur Suche von Vermissten und das truppweise Zusammenarbeiten unter Hitze sind die Trainingsziele.
Die Anzahl und die Art der Brandstellen variiert je nach örtlichen Voraussetzungen.
Bildquelle: Dräger AG
Brandrauch (Zusatzinformation)
Brandrauch kann den menschlichen Organismus erheblich schädigen.
Bei vielen Bränden entstehen aus geringen Mengen brennbarer Stoffe große Mengen Atemgifte und andere schädigende Stoffe mit teilweise extremen Vergiftungspotentialen.
Brandrauch besitzt folgende gefährliche Wirkungen, die in Abhängigkeit von Zusammensetzung und Konzentration:
- toxisch wirken
- chemische Wirkung besitzen
- die Sicht behindern
- dem Wärmetransport dienen
- zu Durchzündungen (Flashover) beitragen können
| Stoffe | Pyrolyse- bzw. Verbrennungsprodukte |
| Holz | Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O), niedrige Alkohole und Aldehyde, Essigsäure, verschiedene Kohlenwasserstoffe |
| Wolle | CO, CO2, H2O, Ammoniak (NH3), verschiedene Kohlenwasserstoffe, Blausäure (HCN), Schwefelwasserstoffe |
| Polystyrol | CO, CO2, H2O, monomeres Styren, oligomere Styrole, Ethylbenzol, Alkene, Aldehyde, höhere Aromaten |
| Polyurethane | CO, CO2, H2O, NH3, HCN, verschiedene Kohlenwasserstoffe, Amine, Nitrile, Aldehyde, Carbonsäure, Isocyanate |
| PVC | CO, CO2, H2O, Chlorwasserstoff, gesättigte und ungesätigte Kohlenwasserstoffe, Chlorkohlenwasserstoffe wie z.B. Vinylclorid |
| Phenolharze | CO, CO2, H2O, Formaldehyd, Ameisensäure, Phenole, ldehyde |
| Polyamid | CO, CO2, H2O, NH3, HCN, verschiedene Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Ketone, Amine, Stickoxide |
| Chemische Bezeichnung | Kurz- zeichen | Handelsnamen (Auszug) | wichtigste Zersetzungsprodukte |
| 1. Thermoplaste | |||
| Polyvinylchlorid | PVC | Hostalit, Vestolit, Mipolam, Astrolon, Trovidur, Supralen, Kautex u.a. | Salzsäure, Benzol und Folgegase |
| Polyethylen | PE | Hostalen, Lupolen, Trolen, Vestolen u.a. | CO, CO2 und sonstige |
| Polymethacrylsäure-ester | PMA | Plexiglas, Resartglas, Persprex, Plexigum u.a. | CO in großen Mengen, Spuren evtl. von C1 und Phosgen |
| Polyacrylnitrit | PAN | Orlon, Dralon u.a. | Blausäure, Ammoniak, Ammoniumcyanid |
| Polystyrol | PS | Styropor, Vestyron, Luren, Trolitul u.a. | Benzol und Folgegase |
| Polyamide | PA | Nylon, Perlon, Ultramid, Durethan, Supramid, Trogamid | Ammoniak, Aminverbindungen, Ameisensäure |
| Phenolharze (Phenolplaste) | PF | Bakelite, Eshalite, Resiform u.a. | Phenol und Formaldehyd |
| Harnstoffharze | UF | Ultrapas, Formica, Resopal, Iporka, Kauritleim u.a. | Harnstoffe – Ammoniak, Amine, Blausäure |
| Polyester | UP | Trevira, Diolen, Leguval, Palatal u.a. | CO, CO2, evtl. C1, wenn zugesetzt |
| Polyester mit Glasfaser | – | Filon, Lamilux, Scobalit, Pecolit u.a. | |
| Kautschuk | – | – | Isopren u. Folgeprodukte, evtl. Schwefel u. Chlorverbindungen |
| Synthetischer Kau-tschuk | – | Buna S, Buna N, Butylkautschuk | Butadien, Benzol u. Folgeprodukte, evtl. Blausäure, Ammoniak, Schwefel u. Chlorverbindungen |
| Polyurethane | PUR | Moltopren, Desophen, Desmodur, Vollcollan | Ammoniak, Zyanate, Spuren von Blausäure |
| 2. Abgewandelte Naturstoffe | |||
| Nitro-Zellulose | – | Zelluloid, Zellhorn | CO, Nitrose, Gase, Stickstoffe |
| Zellulose-Acetat | – | Acetat-Seide, Rhodiafil u.a. | CO, Essigsäure |
| Kunsthorn | – | Galalith, Berolith, Esbrilith | Amine, Ammoniak, Formaldehyd |








