Lebensgefahr

Definition

Situation oder Sachverhalt, der zu einer akuten Bedrohung des Lebens eines oder mehrerer Menschen führen kann.

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Erläuterung

Lebensgefahr entsteht, wenn ein Mensch räumlich und zeitlich in Kontakt mit einem lebensbedrohenden Faktor kommt. Dabei können mehrere gefahrbringende Bedingungen zusammenspielen. Durch technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen lassen sich Gefährdungen und das Wirksamwerden von Gefahren verhindern.

Beispiel für Lebensgefahr: Bei einem Atemschutzgeräteträger versagt im Gefahrenbereich der Pressluftatmer.

Leckage

Definition

Undichtigkeit der luft- oder gasführenden Teile eines Atemschutzgerätes (ASG).

Erläuterung

Die Leckage macht Angaben darüber, wie viel von der vorhandenen Luft bzw. vom Sauerstoff unkontrolliert in die Atmosphäre entweicht (Leckrate).

Bei einer Leckage können beim Einatmen Schadgase aus der Umgebung in die Maske einströmen bzw. Atemluft aus dem Atemschutzgerät verloren gehen.

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Leckrate

Definition

Drückt das Verhältnis der mittleren Gaskonzentration von schädigenden Stoffen innerhalb eines Atemanschlusses zur mittleren Gaskonzentration von schädigenden Stoffen außerhalb dieses Atemanschlusses aus.

Erläuterung

Je kleiner die Leckrate eines Atemanschlusses bei einer bestimmten Gaskonzentration von schädigenden Stoffen außerhalb des Atemanschlusses ist, desto besser schützt der Atemanschluss, z. B. durch hohe Dichtheit. Die Leckrate lässt sich analytisch bestimmen.

Lauge

Definition

auch alkalische Lösung, mit einem pH-Wert größer 7, bei einem pH-Wert größer 10 auch stark alkalische Flüssigkeiten. Laugen sind elektrisch leitfähig und ätzen.

Erläuterung

Laugen mit pH kleiner 10 können bereits tiefe Hautgeschwüre und Hornhautverätzungen am Auge verursachen. Stark alkalische Flüssigkeiten können z. B. Aluminimum zersetzen und Glas ätzen. Schutz bieten persönliche Schutzausrüstungen wie Schutzbrillen, Vollmaske, Chemikalienschutzhandschuhe und begrenzt Feuerwehrschutzhandschuhe.

Je nach Gefährdung sind außerdem Schürzen, Chemikalienschutzschuhwerk oder sogar Chemikalienschutzanzüge erforderlich. Wegen möglicher Explosionsgefahr dürfen Laugen nicht mit Säuren in Verbindung gebracht werden.

Z. B. Natronlauge, Kalilauge, Kalkwasser, Salmiakgeist.

laminare Luftströmung

Definition

gleichmäßige, geordnete und unverwirbelte Bewegung von Luft, die in sich nicht vermischenden Schichten strömt.

Erläuterung

Bei der geordnete Luftbewegung (Schichtströmung) der laminaren Strömung entsteht die geringste Luftreibung. Sie geht in die ungeordnete turbulente Strömung über, sobald sie beim Auftreffen auf Störungen, z. B. Hindernisse, verwirbelt. Im Atemschutz wird die laminare Luftströmung zur Belüftung von Reinsträumen angewendet.

Gegensatz: turbulente Luftströmung

Laktat

Definition

Salz der Milchsäure.

Erläuterung

Laktat entsteht beim Menschen durch Glykolyse bei Muskelarbeit, vor allem bei unvollständiger Glukoseverbrennung bei anaeroben Situationen. Bei einer aeroben Situation ist die Glykolyse vollständig. Laktat säuert den Organismus, d.h. den Wert des Blut-pH z. B. von normal 7,4 in Richtung 7,0, bei extremer Belastung kurzzeitig sogar noch darunter. Diese Azidose begrenzt die gewinnbare mechanische Arbeit des Menschen.

Lagerfähigkeitsende

Definition

Zeitpunkt, ab dem ein Produkt gemäß seiner Bestimmung nicht mehr verwendungsfähig ist bzw. wenn seine Lager- und damit auch Benutzerfrist erloschen ist.

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Erläuterung

Beispiel: Lagerfrist von Filtern. Filter sollten nach Ablauf ihrer Lager- und Benutzerfrist nicht mehr eingesetzt werden. Das Lagerfähigkeitsende bestimmen die Hersteller der Filter. Es ist Bestandteil der Bedienungsanleitung. Bei den meisten Kombinations- und Gasfiltern ist das Lagerfähigkeitsende 6 Jahre nach der Herstellung.

Laborprüfung

Definition

Durchführung von Eigenschaftsnachweisen von Materialien und Geräten in Laboratorien.

Erläuterung

z. B. Prüfung der Beständigkeit von Vollmasken gegen Wärmestrahlung nach DIN EN 136 und von Pressluftatmern gegen Flammen nach DIN EN 137.

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Kurzzeituhr

Definition

im Rahmen der Atemschutzüberwachung bzw. Einsatzzeitmessung meist auf Atemschutzüberwachungstafeln eingesetzte mechanische oder elektrische bzw. elektronische Uhr, häufig rückwärts laufend und mit Negativzeiten versehen.

Erläuterung

Kurzzeituhren lösen ein akustisches und teilweise auch optisches Alarmsignal bei Ablaufen der vorher eingestellten Zeit aus. Uhren mit Negativzeiten müssen bei „Null“ einen Alarmton geben und laufen dann weiter, um die Zeitüberschreitung zu dokumentieren. Einige Varianten werden auch durch das Einschieben bzw. Anbringen von Plaketten automatisch ausgelöst. In diesen Fällen muss konstruktiv sicher gestellt sein, dass eine Verwechslung der Atemschutzgeräte durch Fehlbedienung o.ä. ausgeschlossen ist.

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Kupplung

Definition

Verbindungsstück zwischen einer externen Luftversorgung (Druckluft-Zuführungsschlauch) und dem Atemanschluss des Geräteträgers.

Erläuterung

Die Kupplung bei Schlauchgeräten kann in Form eines Gürtelanschlussstückes oder eingebaut in einen Chemikalienschutzanzug verwendet werden. Die Kupplung dient auch der Zugentlastung für den Atemanschluss.

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Künstliche Lunge mit sinusförmiger Arbeitsweise

Definition

zur Prüfung der Atemschutzgeräte verwendete Prüfmethode mit einer Veratmung, die der menschlichen Atmung am nächsten kommt.

Erläuterung

Die künstliche Lunge mit sinusförmiger Arbeitsweise erzeugt am zu prüfenden Atemschutzgerät positive und negative Druckverhältnisse, die in jedem Punkt einen dynamischen Wert darstellen. Damit sind diese Prüfungen hinsichtlich Genauigkeit und Realitätsnähe des Gebrauchs von Atemschutzgeräten denen mit statischen Druck– oder Unterdruckabsaugungen überlegen. Die erfassen nur einen Messpunkt, der unabhängig von der Dauer der Prüfung keine reale Simulation anzeigt.

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Kühler

Definition

Baugruppe in Regenerationsgeräten mit Drucksauerstoff zur Atemluftkühlung.

Erläuterung

Der Kühler besteht aus einem zentral gelegenem Zylinder zur Aufnahme des Kühlmediums, z. B. einer Eiskerze und einem äußeren Ringkanal zum Umströmen und Kühlen der Atemluft.

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Kühlweste

Definition

mit Kühlelementen gefüllte Weste, die unter dem Schutzanzug getragen werden kann.

Erläuterung

Die Kühlweste wirkt unter einem Chemikalienschutzanzug (CSA) getragen Wärme reduzierend. Die Tragezeit des CSA ist begrenzt wegen

  • der besonderen körperlichen Belastungen für den
    Atemschutzgeräteträger des CSA,
  • dem Zusatzgewicht, z. B. durch den CSA selbst, den zu verwendenden Atemschutz, die Kleidung, das Funkgeräte und das zu tragende Gerät
  • der hohen Temperatur und der hohen Luftfeuchte im CSA.

Mit der Nutzung von Kühlwesten lässt sich bei Arbeitseinsätzen die Belastung reduzieren und damit die Einsatzzeit oft verlängern.

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Körperschutz

Definition

persönlichen Schutzausrüstungen zum Vermeiden von Verletzungen z. B. durch Kontamination oder Inkorporation.

Erläuterung

Für den sicheren Einsatz ist eine geeignete Körperschutzausrüstung erforderlich. Kann im Verlauf eines Einsatzes nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass es zum direkten Kontakt mit Gefahrstoffen kommt, ist eine der Lage angemessene Schutzkleidung zu tragen. Im ABC-Schutz unterscheidet man dabei im Körperschutz zwischen den Formen 1 bis 3.

Quelle: Dräger AG

Kopfband

Definition

Bänderung einer Vollmaske, welche aus dem Nacken-, Schläfen- und Stirnband sowie der Kopfplatte besteht.

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Kopfgröße

Definition

Maß für die Größe von Helmen wie Arbeitsschutzhelm, Feuerwehrschutzhelm und dem Helm einer Helm-Masken-Kombination.

Erläuterung

Helme gibt es mit 53 bis 64 cm Umfang im Stirnbereich des Kopfes. Dementsprechend werden ihre Helmgrößen bezeichnet.

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Kopfnetz

Definition

Teil der Innenausstattung eines Helmes (Feuerwehrschutzhelm).

Erläuterung

Das Kopfnetz erhöht den Tragekomfort. Bei Feuerwehrschutzhelmen und Helmen von Helm-Masken-Kombinationen besteht er aus feinmaschigem Gewebe. Kopfnetze bei Arbeitsschutzhelmen sind unbekannt. Hier erfüllen meist vier oder sechs Speichen die Aufgabe des Kopfnetzes. Die Speichen werden in der Helmmitte zusammengefasst und laufen am unteren Rand in einen umlaufenden Rand mit Einstellverschluss zur Anpassung an die jeweilige Kopfgrößen aus.

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Kopfplatte

Definition

Teil der Kopfbänderung einer Vollmaske. Die Kopfplatte fixiert die Bänderung am Hinterkopf.

Erläuterung

Die Kopfplatte (umgangssprachlich auch „Spinne“) nimmt die Zugkräfte einer Bänderung eines Atemanschlusses auf und verteilt sie auf die Bänderung. Dadurch sitzt der Atemanschluss sicherer.

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Kopfschutz

Definition

persönliche Schutzausrüstung zum Vermeiden von Kopfverletzungen, z. B. durch
herabfallende Gegenstände, pendelnde oder wegfliegende Teile, Anstoßen, Kontakt mit heißen, giftigen oder ätzenden Stoffen.

Erläuterung

Der Bedarf für Kopfschutz ergibt sich aus den Einsatzgefahren ab. Einsatzgefahren bestehen im Einsatz der Feuerwehr generell, besonders stark aber, wenn z. B. Atemschutzgeräteträger den Gefahrenbereich betreten, wenn Motorkettensägenführer Holzfällarbeiten durchführen oder Einsatzkräfte bei Verkehrsunfällen hydraulische Rettungsgeräte benutzen. Bei einer Helm-Masken-Kombination erfüllt der Helm darüber hinaus noch die Aufgabe als Träger für die Adaption der Vollmaske .

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