Als Kontrolleinrichtung an Atemschutzgeräten nutzt man bei Pressluftatmern und KreislaufgerätenManometer oder elektronische Überwachungsgeräte, die mit einer akustischen Warneinrichtung verbunden sind. Bei Arbeitsrettern sind dies auch zeitgesteuerte Melder, die rechtzeitig an den Rückzug erinnern. Von den Kontrolleinrichtungen kann der Geräteträger ständig den Flaschendruck bzw. die Restzeitanzeige ablesen, damit für den Rückzug genügend Zeit zur Verfügung steht (Rückzugsbedingungen).
Die Kontaminationsschutzhaube ist ein weder flüssigkeits- noch gasdichter Teil-Spritzschutz. Sie zählt nach FwDV 500 „ABC-Einsatz“ zur Schutzausrüstung Form 1 und wird in der Richtlinie E vfdb 0807 beschrieben. Ihre dichte Oberfläche verhindert die Einlagerung radioaktiver Stäube in den textilen Stoff und sichert eine einfache Dekontamination. Die Kontaminationsschutzhaube ist vorzugsweise nur bei Ermangelung anderer PSA zu tragen. Im Gefahrenbereich wird sie mit umluftunabhängigen Atemschutz und Feuerwehrschutzkleidung z. B. während der Menschenrettung getragen.
Der Kontaminationsschutzanzug gehört nach FwDV 500 „ABC-Einsatz“ zur Schutzausrüstung Form 2 und wird in der Richtlinie E vfdb 0807 beschrieben.
Die dichte Oberfläche dieser Schutzanzüge aus Nomex-Textil verhindert die Einlagerung radioaktiver Stäube in den textilen Stoff und sichert eine einfache Dekontamination.
Der Kontaminationsschutzanzug ist im Gefahrenbereich oder auf Dekontaminationsstellen mit Atemschutz zu tragen.
Verschmutzung der Oberfläche von Lebewesen, des Bodens, von Gewässern und/oder von Gegenständen durch radioaktive, biologische oder chemische Stoffe mit Kontaminaten. Eine Kontamination lässt sich oft vermeiden.
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Erläuterung
Kontamination kann durch Gefahrstoffe (Kontaminat), z. B. Benzin, durch biologische Arbeitsstoffe oder durch Verschmutzungen, z. B. mit Ruß, Lehm oder Sand, entstehen. Gefahrstoffe und Verschmutzungen kontaminieren in der Praxis, z. B. bei Gefahrguteinsätzen, meist gleichzeitig. In diesem Fall können sich die Gefahrstoffe in ihrem chemischen Verhalten auch gegenseitig beeinflussen.
Mit Ruß werden nahe zu alle Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr bei einer Brandbekämpfung, bei einer Restablöschung oder Brandschuttbeseitigung kontaminiert.
steuert und überwacht sämtliche Funktionen der Kompressoranlage.
Erläuterung
Sämtliche Informationen zu den jeweiligen Betriebszuständen des Kompressors werden auf einem Display angezeigt. Bei Abweichungen von den normalen Betriebsbedingungen schaltet die Kompressorsteuerung den Kompressor automatisch ab und zeigt die Fehlerquelle am Display an.
durch ein Trainingsprogramm erzielte Verhaltensänderungen und Verstärkungen der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.
Erläuterung
Atemschutzgeräteträger können durch zielgerichtete Konditionierung zu höherer Fitness gelangen und dadurch Belastungen im Atemschutzeinsatz besser kompensieren.
Vorgehende Trupps müssen entsprechend den Vorschriften zur Unfallverhütung und nach Feuerwehrdienstvorschriften, z. B. FwDV 7 Atemschutz, aus Sicherheitsgründen zusammen bleiben. Im Falle eines Kontaktverlustes muss alles in die Wege geleitet werden, um den Trupp wieder zusammen zu bringen oder notfalls zu retten.
Gerät zum Verdichten von Luft, im Atemschutz zum Verdichten von Luft aus der Umgebung des Kompressors, mit der danach als Atemluft entsprechend der DIN EN 12021 „Atemluft“ Druckluftflaschen gefüllt werden.
Erläuterung
Man unterscheidet in schallisolierte und nicht schallisolierte („super Silent“) sowie in stationäre und transportable Kompressoren. Kompressor für Atemluft gibt es allen 4 Ausführungen. Sie bestehen aus einem Teil zum Vorfiltern und Ansaugen für Umgebungsluft, einem Verdichter und einem nachgeschalteten Filtersatz, u. a. einem Wasserfilter.
Organisation der gesamten Kommunikation des analogen 2- und 4 m-Bandes bzw. im Digitalfunk des Direkt- bzw. Netzbetriebs, über Telefon bis hin zu Mobilfax oder Datenübertragung.
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Erläuterung
Die Kommunikationsorganisation (KOMOrg) wird häufig speziell im Rahmen der Einsatzstellenkommunikation durchgeführt. Zur Dokumentation und besseren Vermittlung an die betreffenden Einsatz- und Führungskräfte sollte dazu ein Kommunikationsplan erstellt werden.
Bei der Kommunikationsorganisation von Großeinsätzen sollten man eine ggf. erforderliche Abschnittsbildung Atemschutzüberwachung berücksichtigen.
Kombiniert filtrierende Halbmaske unterscheidet man nach der Gasfilterleistung in Klassen und in Gasfiltertypen (Filter). Sie bestehen aus einem Gasfilter und einem auswechselbarem Partikelfilter P1, P2 oder P3.
Einsatzbeschränkung, Verwendung, physiologische Akzeptanz, Lagerung und Entsorgung entsprechend den Kombinationen aus gasfiltrierenden und partikelfiltrierenden Halbmasken.
Dient als Methode bei Kreislaufgeräten mit Drucksauerstoff zur jederzeitigen Sicherung einer konstanten und lungenautomatischen Sauerstoffzufuhr in die Einatemluft mit einem für den für den Atemschutzgeräteträger lebenswichtigen Sauerstoffgehalt von etwa 21 Vol.-%.
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Erläuterung
Die kombinierte Sauerstoffdosierung besteht aus einer konstanten Sauerstoffdosierung und einer lungenautomatischen Dosierung. Die konstante Sauerstoffdosierung von etwa 2 Liter/Minute deckt den Sauerstoffbedarf bei mittlerer Arbeitstätigkeit ab. Die lungenautomatische Dosierung liefert darüber hinaus bei Mehrbedarf mittels eines lungenautomatischen Ventils den notwendigen Sauerstoff zusätzlich.
Filter sind umluftabhängige Atemschutzgeräte. Sie können Sauerstoffmangel nicht beheben. Nach DIN EN 14387 „Atemschutzgeräte – Gasfilter und Kombinationsfilter – ANforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ unterscheidet man Filter in Gasfilter, Mehrbereichsfilter, Kombinationsfilter und Spezialfilter. Sie alle gelten als Bestandteile von Atemschutzgeräten ohne Luftversorgung. Kombinationsfilter verfügen über einen Gas- und einen Partikelfilter.
Filter müssen in der Norm vorgegebene Prüfungen bestehen um so nachzuweisen, dass sie die ANforderungen an sie aus der DIN EN 14387 erfüllen. Die Filter werden nach dieser Norm gekennzeichnet.
Die Nutzung eines Filters bedarf eines gesonderten Einsatzbefehls bzw. einer mittels Gefahrenanalyse gesicherten Anweisung. Filter dürfen nur in Bereichen mit ausreichend Sauerstoff ( > 17 Vol%) in der Luft mit jeweils ausfiltrierbaren Atemgiften genutzt werden.
Für Einsätze der Feuerwehr eignen sich besonders Kombinationsfilter vom Typ ABEK2 P3. Diese Nutzung bedarf eines gesonderten Einsatzbefehls.
Kombinationsfilter sind derzeitig noch mit Geräteanschlüssen für Gewinde 40 x 1/7 Zoll und M 45 (Überdruck) erhältlich. Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr dürfen jedes Filter nur einmal nutzen.
bei jeder unvollkommenen Verbrennung entstehendes Atemgift mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen.
Erläuterung
Es vermag den Sauerstofftransport im Blut zu unterbrechen. Das bewirkt seine bis zu 325-fach höhere Bindungskraft als Sauerstoff an die roten Blutkörperchen. Dadurch werden Aufnahme und Transport von Sauerstoff im Körper blockiert. Es kommt zu Sauerstoffmangel und zum Ersticken.
CO ist eines der gefährlichsten Atemgifte. Belastungen von mehr als 100 ppm gelten als gesundheitsgefährdend. Es ist ein farbloses, geruch- und geschmackloses, sinnesunwirksames sowie giftiges Gas, mit einer Dichte von ς = 1,25 kg·m−3 etwas schwerer als Luft, verbrennt mit blauer Flamme zu Kohlendoxid (CO2) (Ausatemluft). Als Atemschutz lassen sich Kohlenmonoxidfilter oder umluftunabhängige Atemschutzgeräte verwenden.
Früher verwendete Scheibe, die bei Atemanschlüssen (Vollmaske) auf die Innenseite der Augenscheiben montiert wurde, um deren Beschlagen zu verhindern.
Erläuterung
Die Klarscheibe wurde mit einem Gelatineüberzug versehen. Der nahm den Wasserdampf der Ausatemluft auf. Heute werden modernere Systeme zum Verhindern des Beschlagens verwendet, z. B. durch die Luftführung der relativ trockenen Einatemluft an der Sichtscheibe entlang.
Die Kinnschale ermöglicht die Fixierung des Kinnriemens eines Helmes, z. B. des Feuerwehrschutzhelmes oder des Helmes einer Helm-Masken-Kombination, am Kinn des Helmträgers. So unterstützt die Kinnschale den sicheren Sitz des Helmes.