Kennzeichnungsmaterial

Definition

Von Atemschutztrupps mitgeführtes Material zur Kennzeichnung der mit Erster bzw. Zweiter Suche durchsuchter Räume. Meist werden (Wachskreide-)Stifte oder Bänder dafür benutzt.

Bildquelle: Dräger AG

Kennzeichnung

Definition

Markierung von Materialien, Geräten o. ä. zur Feststellung ihrer Identität. Sie kann aus Zahlen, Buchstaben, Worten bestehen.

Erläuterung

Beispiele:
  • Typschild eines Pressluftatmers nach DIN EN 137 „Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer) mit Vollmaske – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“
  • Typschild eines Kombinationsfilters nach DIN EN 14387 „Gasfilter und Kombinationsfilter – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“
  • Kennzeichnung von Chemikalienschutzanzügen mit einer Nummer auf dem Rücken- und Oberarmteil des Anzuges, um so die zielgenaue Ansprechbarkeit der CSA-Träger im Einsatz bzw. bei der Arbeit zu ermöglichen.

Bildquelle: Dräger AG

Katastrophenhilfe

Definition

Geschehen, das im Ablauf der Beseitigung einer Katastrophe der Katastrophenabwehr folgt.

Erläuterung

Katastrophenhilfe verfolgt das Ziel der zeitnahen Beseitigung der Auswirkungen einer Katastrophe mit Maßnahmen zur Beseitigung oder wenigstens Eindämmung der Katastrophe. Sie geht der Wiederherstellung der Lebensverhältnisse der Menschen voraus. Oft wird dazu das Tragen von Atemschutzgeräten erforderlich, z. B. beim Retten aus Gefahrenbereichen mit Atemgiften oder ABC-Gefahrstoffen.

Katastrophe

Definition

Geschehen, das Leben, Gesundheit oder Lebensgrundlage vieler Menschen erheblich gefährdet sowie Umwelt und Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß bedroht.

Bildquelle: FAZ.net

Erläuterung

Zu vielen Maßnahmen des Katastrophenschutzes ist Atemschutz erforderlich, z. B. zur Bekämpfung von Großbränden sowie zur Beseitigung der Gefahren von ABC-Stoffen.

Katalysator

Definition

Ist ein Stoff, der allein durch seine Anwesenheit und ohne sich zu verbrauchen, chemische Reaktionen auf niedrigerem Energieniveau, also in natürlichen Umgebungsbedingungen, ablaufen lässt.

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Erläuterung

Der Katalysator vermag Reaktionsbedingungen, wie Druck, Temperatur und chemische Gleichgewichtslagen zugunsten der Umwandlungsprodukte zu verschieben.

Beispiele: Hopkalit und Edelmetallkatalysatoren bei Filterselbstrettern, die beide die Umwandlung von Kohlenmonoxid CO in Kohlendioxid CO2 ermöglichen.

Karzinogene

Definition

Substanzen, Organismen oder Strahlung, die Krebs erzeugen oder Krebs fördern, auch: Krebserreger.

Erläuterung

Krebserreger teilt man in 2 Gruppen ein, in die Stoffe, die Krebs erregen (Initiierende Karzinogene) und die Stoffe, die die Weiterbildung von Krebs fördern (Promovierende Karzinogene).

Gegen die Inkorporation von Krebserregern schützt Atemschutz, gegen karzinogene Organismen bereits P 3-Filter.

Kanaltrennung

Definition

organisatorische Trennung des analogen Funkverkehrs in verschiedene Funkkanäle.

Erläuterung

Kanaltrennung wird im Rahmen der Einsatzstellenorganisation und der darauf aufbauenden Einsatzstellenkommunikation, z.B. in mehrere Abschnittskanäle und einen Führungskanal durchgeführt.

Beim Digitalfunk gibt es der Kanaltrennung entsprechend eine Gruppenbildung.

Bildquelle: Dräger AG

Kampfstoffe

Definition

Atomare, biologische und chemische Stoffe zur gezielten Tötung oder Verletzung von Menschen und Tieren auch in Bereichen der Massenvernichtung sowie zur Störung der Umwelt.

Erläuterung

Kampfstoffe werden mit Geräten oder Mitteln, z. B. Sprüheinrichtungen, Granaten, Bomben und Raketen, auf die Zielgruppe oder das Zielgebiet aufgebracht. Diese Verbindung wird als ABC-Waffe bezeichnet.

Kameradenrettung

Definition

Rettung eines verunfallten bzw. in irgendeiner Weise in Not befindlichen oder handlungsunfähigen Atemschutzgeräteträgers (Atemschutznotfallrettung).

Erläuterung

Wird in der Regel vom Sicherheitstrupp übernommen. Die Kameradenrettung ist meist sehr personal- und materialaufwändig und muss durch Bereitstellung mindestens eines Sicherheitstrupps bei jedem Atemschutzeinsatz bereits vorbereitet sein. Der Sicherheitstrupp muss mindestens so stark sein, wie der zu rettende Trupp, besser einen Atemschutzgeräteträger mehr. Im Rahmen des Einsatzstellencontrollings muss dabei auch bekannt sein, wo sich welcher Trupp mit welchen Aufgaben aufhält.

Die Aufgaben des Sicherheitstrupps regelt grundlegend die Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 7 „Atemschutz“.

Bildquelle: Dräger AG

Kaltwasser

Definition

Kaltwasser ist Süßwasser in Trinkwasserqualität im Temperaturbereich von etwa 18 °C.

Bildquelle: ebay

Erläuterung

Die Bereitstellung von Kaltwasser ist eine der Grundvoraussetzung zur Reinigung und Desinfektion in Atemschutz- und CSA-Werkstätten. Kaltwasser wird hier als Grundlage der Handreinigung bzw. Handdesinfektion genutzt und aus der Trinkwasserleitung bezogen.

Kältekammer

Definition

Eine Einrichtung zur Erzeugung von Umgebungstemperaturen < 0 °C.

Erläuterung

Kältekammer werden zu Funktionsprüfung genutzt, z. B. von Pressluftatmern nach DIN EN 137 bei –30 °C.

Bildquelle: AKNZ

Absorber

Definition

Baugruppe eines Regenerationsgerätes bzw. Kreislaufgerätes zum funktionsbedingten Regenerieren der Ausatemluft des Atemschutzgeräteträgers.
Absorber bestehen aus Natriumhydroxid NaOH oder Kaliumhyperoxid (KO2).

Erläuterungen

Beim Regenerieren der Ausatemluft des Atemschutzgeräteträgers im Regenerations- bzw. Kreislaufgerät wird das Kohlendioxid CO2 der Ausatemluft meist durch chemische Bindung an Absorptionsmittel mittels einer exothermen Reaktion zurückgehalten.

In einem Absorber laufen folgende Hauptreaktionen ab:

2 NaOH + 2CO2 -> Na2 CO3 + H2O
2 KO2 + CO2 -> K2 CO3 + 1,5 O2
2 KO2 + H2O -> 2 KOH + 1,5 O2

Absorber sind nach Benutzung oder Überschreitung der Lagerfristen entsprechend den Herstellerangaben zu entsorgen.

Natriumhydroxid (NaOH), ist ein weißer hygroskopischer Feststoff, der mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft zu Natriumhydrogencarbonat und reinem Wasser reagiert.
Kaliumhyperoxid (KO2) ist eine gelbe, salzartige, chemische Verbindung und zählt zu den Hyperoxiden, weil sie nach wasseraufnahme Sauerstoff freisetzt.

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Mundstückgarnitur

Definition

Ist ein Atemanschluss nach DIN EN 143 aus Neoprene, bei dem die Abdichtung mit dem Mund erfolgt.

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Erläuterung

Der Atemschutzgeräteträger beißt zum Nutzen der Mundstückgarnitur als Atemanschluss auf das Mundstück und umschließt es mit seinen Lippen. Die Abdichtung der Nase erfolgt mit einer Nasenklemme. Die Mundstückgarnitur wird als Atemanschluss für Filter-. Schlauch-, Behälter– und Regenerationsgeräte verwendet.

Mundstück

Definition

Als Teil einer Mundstückgarnitur auch Teil eines Atemanschluss, welches der Atemschutzgeräteträger in den Mund nimmt, darauf beißt und mit den Lippen umschließt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Das Mundstück wird aus Neoprene hergestellt. Es dient z. B. für Tauchgeräte und Mundstückgarnituren zum Anschluss des Tauchers oder Atemschutzgeräteträgers an das Atemschutzgerät.

Mittezeit

Definition

Zeitpunkt, an dem der Atemschutzeinsatz theoretisch zur Hälfte abgelaufen ist.

Erläuterung

Zur Mittezeit erfolgt typischerweise eine weitere und standardisierte Druckabfrage durch den mit der Durchführung der Atemschutzüberwachung Beauftragten. Daraus erhält die Atemschutzüberwachung den Mittedruck gemeldet.

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Mitteldruckstufe

Definition

Teil des Druckminderers, in dem der Druck vom Hochdruck (3) in den Mitteldruck (2,4) reduziert wird.

Erläuterung

Die genaue Höhe des Mitteldruckes und die Art der Druckminderung, entweder mit Membran- oder Kolbendruckminderer, ist je nach Gerätehersteller und Typ von Druckminderer und Atemschutzgerät unterschiedlich.

Mitteldruckprüfung

Definition

wird zur Überprüfung der Einstellung und der Mitteldruckdichtigkeit an Pressluftatmern durchgeführt.

Erläuterung

Die Mitteldruckprüfung erfolgt, in dem über den Druckminderer ein Druck bis 10 bar erzeugt wird. Dann prüft der Atemschutzgerätewart entsprechend der Herstellerhinweise und der Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten der Feuerwehr“ die Mitteldruckbereiche von Druckminderer und Lungenautomat auf ihre Funktion.

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Mitteldruckleitung

Definition

Am Pressluftatmer die Verbindungsleitung zwischen dem Mitteldruckraum des Druckminderers und dem Lungenautomaten.

Erläuterung

Die Mitteldruckleitung besteht aus zwei Teilen, die mit einem Schraub- oder Steckverschluss verbunden sind. Dadurch lässt sich der Austausch von Lungenautomaten unproblematisch vollziehen, z. B. bei der Wartung der Lungenautomaten von Pressluftatmern und bei der Atemschutznotfallrettung. Erhältlich sind auch Pressluftatmer mit einer Mitteldruckleitung, in die man einen zweiten Lungenautomaten einkuppeln kann

Bildquelle: Dräger AG

Mitteldruck

Definition

Druck des im Druckminderer des Pressluftatmers erzeugten Luftdrucks. Er herrscht im Bereich der Mitteldruckleitung zwischen Druckminderer bis Lungenautomat vor und beträgt je nach Hersteller 6 bis 12 bar.

Erläuterung

Mitteldruck entsteht als Produkt der Druckminderung des PA-Teiles Druckminderer, in dem dort der Druck vom Hochdruck in den Mitteldruck reduziert wird. Die genaue Höhe des Mitteldruckes und die Art der Druckminderung, entweder mit Membran- oder Kolbendruckminderer, ist je nach Gerätehersteller unterschiedlich.

Bildquelle: Dräger AG

Bauteile mit anliegendem Mitteldruck

Mitführen

Definition

Das Tragen von Gegenständen wie Ausrüstungen und Persönlicher Schutzausrüstung durch Personen, z. B. Einsatzkräfte der Feuerwehr, während Übung und Einsatz.

Bildquelle: Dräger AG

Mischgasgerät

Definition

Regenerationsgerät mit einem Atemgasvorrat aus Mischgas mit 40 Vol % Sauerstoff O2 und 60 Vol % Stickstoff N2.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Das Mischgas wird vorgefertigt in Druck- bzw. Druckgasbehältern aufbewahrt.

Der Vorteil des Mischgases zu reinem Sauerstoff besteht in der Vermeidung von Sauerstoff-Vergiftungserscheinungen bei der Verwendung unter höheren Umgebungsdrücken, z. B. bei Poisson-Baustellen.

Mischgas

Definition

Atemluftvorrat von Sauerstoff(un)abhängigen Atemschutzgeräten (Regenerationsgerät) mit einem vorgefertigten Drucksauerstoff/Stickstoff-Gemisch.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Mischgas besteht üblicherweise aus 60 Vol.-% Sauerstoff und 40 Vol.-% Stickstoff.

Der Vorteil des Mischgases zu reinem Sauerstoff besteht in der Vermeidung von Sauerstoff-Vergiftungserscheinungen bei der Verwendung unter höheren Umgebungsdrücken, z. B. bei Poisson-Baustellen.

Mindestschutzausrüstung

Definition

Teil der Persönlichen Schutzausrüstung für Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Erläuterung

Zur Mindestschutzausrüstung der Feuerwehr zählen nach Feuerwehrdienstvorschriften FwDV 1 „Grundtätigkeiten Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ und FwDV 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“ die Mindestschutzausrüstung, Ergänzungen der Mindestschutzausrüstung für den Lösch- oder Hilfeleistungseinsatz und Ergänzungen der Mindestschutzausrüstung für den ABC-Einsatz.

Bildquelle: FwDV 1