Festlegung einer Eigenschaft, die zur Sicherstellung einer Funktion mindestens erfüllt sein muss.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Eine Übererfüllung der Mindestforderungen ist zwar wünschenswert, aber nicht erforderlich; Beispiel: die EN 137 „Pressluftatmer“ gibt einen Grenzwert für die Masse von 18 kg für dieses Atemschutzgerät an. Pressluftatmer sind im Allgemeinen höchstens 15 kg schwer.
Kleinstlebewesen, die nur mikroskopisch sichtbar sind.
Bildquelle: RKI
Erläuterung
Zu den Mikroorganismen gehören Bakterien, Pilze und Sporen. Mikroorganismen können Krankheiten verursachen, z.B. Infektionskrankheiten, in Form von Biologischen Arbeitsstoffen z.B. als Hefe dem Bierbrauer dienen oder bei der Ölspurbeseitigung Kohlenwasserstoffe abbauen.
Für den Atemschutz von Bedeutung sind sie vor allem Mikroorganismen mit pathogenen Fähigkeiten wichtig. Die können sie durch Infektionen entsprechend der Infektionskette übertragen, z. B. auf den Träger unzureichend desinfizierter Atemschutzgeräte oder dem vor Infektion unzureichend geschützten Atemschutzgerätewart beim Pflegen benutzter Atemanschlüsse. Mikroorganismen und Viren lasen sich im Atemschutz durch Desinfektion bekämpfen.
ein Atemgift mit erstickender bzw. sauerstoffverdrängenden Wirkung mit der UN-Nummer für verdichtetes und tiefgekühltes Methan 1971 bzw. 1972.
Erläuterung
farblos, geruchlos, geschmacklos, jedoch brennbares Gas der Stoffgruppe der Alkane. Es ist leichter als Luft. Methan kommt im Erdgas vor (bis 98 Vol.-%) und entsteht bei Fäulnisprozessen. Es ist kaum wasserlöslich. Methan kommt in der natürlichen Einatemluft mit durchschnittlich 1,75 ppm vor.
Methan bildet zwischen 4,4 und 16,5 Vol.-% in der Luft explosive Gemische.
Zum Schutz vor diesem Gas ist meist umluftunabhängiges Atemschutzgerät zu tragen.
Durch falsche Lagerbedingungen oder entgegen der Bedienungsanleitungen durchgeführte Behandlungen hervorgerufene Zerstörung bzw. Beeinträchtigungen an Teilen von Atemschutzgeräten und Atemanschlüssen.
Bildquelle: Fischer Gase
Erläuterung
Materialschädigungen können beispielsweise auftreten, wenn es durch zu feuchte Lagerung zu Pilzbefall (Schimmel) kommt oder Überdosierungen von Reinigungs- und Desinfektionsmittel zu Weichmacherauslösungen aus Gummi- und Kunststoffteilen führen. Ebenso kann eine Lagerung in Luftabgeschlossenheit Weichmacheraustritte befördern, wenn z.B. Vollmasken eine längere Zeit gasdicht in Kunststofftüten eingeschweißt liegen. Gummiteile erleiden vor allem durch Einwirkungen von Kohlenwasserstoffen und ultravioletter Strahlung Schädigungen.
Diese Vollmasken haben keine Kopfbänderung, sondern werden mittels Adapter, einem herstellerspezifischen und beweglich an der Vollmaske befestigten Element, am Helm angebracht. Der Helm darf separat auch als Feuerwehrschutzhelm ohne Vollmaske getragen werden.
eine Funktions- und Dichtigkeitsprüfung (Dichtheit) von Vollmasken nach Herstellervorschrift bzw. Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten der Feuerwehr“.
Erläuterung
Bei der Maskenprüfung prüft der Atemschutzgerätewart die Vollständigkeit und Unversehrtheit sowie die Dichtigkeit der Vollmaske und die Funktion ihrer Ventile. Beide Prüfungen entscheiden über eine gefahrlose Atmung und über die Gebrauchsdauer des betreffenden Atemschutzgerätes.
Behälter aus Kunststoff oder aus Aluminiumblech zur Aufnahme von Vollmasken
Erläuterung
Maskentragebüchsen sind vor allem für Vollmasken üblich. Sie schützen die Vollmasken vor Beschädigung, Verschmutzung und teilweise vor mechanischer Beanspruchung. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen, immer der jeweiligen Vollmaske angepasst.
Rahmen aus Gummi oder Silikon, der mit dem Maskenkörper einer Vollmaske fest verbunden, meist anvulkanisiert, ist.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Der Maskendichtrahmen schmiegt sich mit Hilfe der Dichtlippen eng an Stirn, Wangen und das Kinn des Atemschutzgeräteträgers an und bewirkt so die Gasdichtheit der Vollmaske. Vollmasken haben meist einen Dichtrahmen mit zwei Dichtlippen.
ist eine wichtige Voraussetzung für den gefahrlosen Einsatz im Atemschutz.
Erläuterung
Bei der Prüfung der Maske wird die Dichtheit mittels statischem Druck oder Unterdruck geprüft. Dabei dürfen sich die Druckänderungen nur in vorgegeben Toleranzen (meist 1 mbar pro Minute) bewegen.
Die Maskenbrille wird unter der Vollmaske getragen und an ihr justiert. Für brillentragende Atemschutzgeräteträger gibt es diese Maskenbrillen, weil die Bügel einer üblichen Brille den Dichtsitz der Vollmaske beeinträchtigen und das Tragen von Kontaktlinsen unter Vollmasken von den Unfallversicherern untersagt ist.
Für jeden Typ von Vollmasken gibt es von deren Hersteller spezielle Maskenbrillengestelle, die in der Vollmaske entsprechend gehalten werden. Der Brillenträger muss in ein solches Brillengestell von seinem Optiker Brillengläser seiner Glasstärke einbauen lassen.
textile Tasche, z. B. aus Nomex®-Material, zur Aufnahme von Vollmasken.
Erläuterung
Maskentragetaschen sind vor allem für Vollmasken üblich. Sie schützen die Vollmasken vor Verschmutzung und teilweise vor mechanischer Beanspruchung und Beschädigung, siehe auch Maskentragebehälter.
Im Atem- und Körperschutz kann die Reinigung benutzter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) in einer speziellen Industriewaschmaschine erfolgen, wenn die Reinigungsvorschrift der Hersteller der PSA und die Anwendungsvorschrift des Herstellers des Reinigungsmittels das zulassen und man über die vorgegebene und entsprechend programmierte Waschmaschine verfügt.
Erläuterung
Der Waschvorgang der Teile der zu reinigenden PSA per Waschmaschine ermöglicht die Anwendung von Reinigungsmittel mit einer Waschtemperatur bis 60° C. Maschinenwäsche ist für die Reinigung größerer Stückzahlen besonders geeignet. Derartige Waschmaschinen lassen sich auch so programmieren, das Reinigung, Spülen, Desinfektion und Spülen direkt hintereinander und ohne Unterbrechung ablaufen können.
Zusatzprüfung, bestehend aus einem Vergleich der Druckanzeige eines Manometers eines Atemschutzgerätes mit einem Präzisionsmanometer in 4 Stufen.
Erläuterung
Die Stufen bei der Manometervergleichsprüfung an einem Pressluftatmer betragen meist 300 bar, 200 bar, 100 bar und 70 bar. Dabei dürfen von 300 bar bis 100 bar die Werte um ± 10 bar schwanken, ab 70 bar aus Sicherheitsgründe für den Restdruck (Restdruckwarnung) nur um – 5 bar. Werden die Toleranzen überschritten, ist das Manometer auszutauschen. Die genaue Anzeige des Manometers unterstützt die Sicherheit des Atemschutzgeräteträgers, weil so der Rückzug aus dem Gefahrenbereich rechtzeitig erfolgen kann.
Die Manometerleitung besteht aus einem Kapillarrohr aus Kupfer, das spiralförmig um ein Drahtseil zur Zugentlastung gewickelt ist. Durch eine düsenartige Verengung am Übergang vom Druckminderer zur Manometerleitung besteht eine Abströmbegrenzung für den Fall des Durchtrennens der Manometerleitung. Dabei strömt nur wenig Druckluft ab und der Atemschutzgeräteträger kann den Gefahrenbereich noch verlassen. Die Abströmbegrenzung zählt zu den Sicherheitseinrichtungen am Pressluftatmer. Diese Querschnittverengung am Druckminderer bedingt eine zeitlich verzögerte Druckanzeige am Manometer.
Eine heute nicht mehr verwendete Angabe der höchst zulässige Konzentration eines schädlichen Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der im Allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wurde.
Bildquelle: TRGS 6000
Erläuterung
Diese Luftgrenzwerte wurden in [ml/m3 ] bzw. [mg/ m3 ] angegeben und waren Mittelwerte aus durchschnittlich 8-stündiger täglicher Exposition bei durchschnittlich 40-stündiger Wochenarbeitszeit, alternative Stoffwerte sehe auch Stoffwerte.
Der Nutzer ist eine Person, die einen Gegenstand, z. B. einen Pressluftamer, zur Erreichung eines Zieles, z. B. zur Bekämpfung eines Wohnungsbrandes, verwendet.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Die Benutzung bestimmter Gegenstände, z.B. Atemschutzgeräte, kann an Voraussetzungen wie Aus- und Fortbildung sowie körperliche und gesundheitliche Voraussetzungen gebunden sein.
zum Zubehör von Atemschutzgeräten zählendes elektronisches Gerät mit Bewegungssensor. Er zeigt mit optischen und/oder akustischen Signalen an, wenn sein Träger bewegungslos verharrt, auch Bewegungs(los)melder, umgangssprachlich auch „Totmannmelder“.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Der Notsignalgeber löst nach einem anschwellenden Voralarm den Hauptalarm optisch und/oder akustisch mit etwa 100 dB(A) aus, wenn sich sein Träger über eine definierte Zeit hin nicht bewegt. Das Gerät erleichtert damit das Auffinden von Hilfe benötigenden oder in Not geratenen Atemschutzgeräteträger.
Oft besitzen Notsignalgeber zusätzlich eine manuelle Auslösung, teilweise auch weitere Ausstattungen, z.B. Rückstellmöglichkeiten für den Hauptalarm und eine Temperaturüberwachung. Notsignalgeber lassen sich mit einem Schalter oder über Schlüssel ein- und ausschalten. Es gibt Notsignalgeber mit und ohne.
Meist analoger, gelegentlich auch schon ein digitaler Empfänger für Funksignale eines Notsignalgebers.
Erläuterung
Im Rahmen der Datenfernübertragung bzw. Telemetrie ist ein Notsignalempfänger notwendig, um die Signale eines Notsignalgebers empfangen und darstellen zu können. Der Notsignalempfänger ist meist mit einer entsprechenden akustischen und/oder optischen Anlage zur Darstellung eines Notsignals kombiniert. Größere Anlagen werden auch als Empfangszentralen bezeichnet. Im Einsatz ist auf Funkreichweite und Funkschatten zu achten.