Filterselbstretter (FSR)

Definition
sind umluftabhängige Atemschutzgeräte für die Selbstrettung nach DIN EN 404 mit Schutzwirkung gegen Kohlenmonoxid (CO), vor allem im Gruben- und Gasdienst angewendet.
Erläuterung
Der FSR wird vom Atemschutzgeräteträger ständig mitgeführt und ist in einem robusten, mit einer Plombe gesichertem Gehäuse gasdicht verpackt. Filterselbstretter werden in Klassen 1 bis 4 eingeteilt, deren Nenngebrauchszeit von 60 Minuten (Klasse 1) bis 120 Minuten (Klasse 4) betragen. Innerhalb einer Klasse unterscheidet man zwei Typen A und B, die eine unterschiedliche Gesamtdurchlassmengen von CO innerhalb der Mindesthaltezeit bei verschiedenen Atemminutenvolumen sicherstellen. Dabei sind Anforderungen an Typ B größer als an Typ A.
Bildquelle: Dräger AG
Filterdurchlass

Definition
Prüfgröße, z. B. für Partikelfilter und partikelfiltrierenden Halbmasken, die aus dem Verhältnis der Konzentrationen zweier Prüf-Aerosole gebildet wird.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
P = (C2/C1) x 100 [%]
C2 Aerosolkonzentration hinter dem Filter,
C1 Aerosolkonzentration vor dem Filter.
Als Prüf-Aerosol verwendet man Paraffinöl und Natriumchlorid einer vorgegebenen
Partikelgrößenverteilung.
Filteraufnahme
Definition
Bauteil aus Kunststoff oder Blech, in dem ein gekapseltes oder ungekapseltes Filter aufgenommen werden kann. Die Filteraufnahme kann sich z. B. am Atemanschluss befinden.
Filter

Definition
Teil eines umluftabhängiges Atemschutzgerätes, das gemeinsam mit einem Atemanschluss das Filtergerät bildet. Filter reinigen Einatemluft von Schadstoffen der Umgebungsatmosphäre und stellen dem Atemschutzgeräteträger atembare Luft bereit.
Erläuterung
Es gibt Partikel-, Gas- und Kombinationsfilter. Partikelfilter schützen gegen Partikeln, Gasfilter gegen Gase und Dämpfe, Kombinationsfilter gegen Partikeln, Gase und Dämpfe. Sie werden verwendet, wenn in der Umgebung ausreichend Sauerstoff ( > 17 Vol%) vorhanden ist und die Filter die vorhandenen Atemgifte auszufiltern vermögen. Andernfalls ist die Verwendung von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten erforderlich. Leistungsangaben für Filter enthalten die Europäischen Normen DIN EN 14387 „Atemschutzgeräte – Gasfilter und Kombinationsfilter – Anforderung, Prüfung, Kennzeichnung“ und DIN EN 143 „Atemschutzgeräte – Partikelfilter – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“.
Bildquelle: Dräger AG
Feuerwehrunfallkasse (FUK)
Definition
Unfallversicherungsträger für die Feuerwehren, zählt als Körperschaft der öffentlichen Hand zu den Trägern der Gesetzlichen Unfallversicherung.
Erläuterung
Feuerwehrunfallkassen gewähren mehr Leistungen zur Vorbeugung und an verunfallte Feuerwehrangehörige als gesetzliche Unfallversicherungen. Aktuell bestehen die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord, Feuerwehr-Unfallkasse Mitte, Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg.
Feuerwehr – Übungshaus
Definition
ist ein Gebäude als Trainingsmöglichkeit der Feuerwehren, um Einsätze von taktischen Einheiten bis zur Zugstärke zu trainieren.

Erläuterung
Auf reale Brände wird während der Ausbildung im Feuerwehr-Übungshaus verzichtet. Um den übenden Atemschutzgeräteträgern realitätsnahe Eindrücke zu vermitteln, kann Hitze durch Heizstrahler und Verrauchung durch Kunstnebel simuliert werden. Brandbekämpfung realer Brände lässt sich im Brandhaus üben.
Bildquelle: Dräger AG
Feuerwehr – Schutzhelm

Definition
ist ein wesentlicher Teil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zum Schutz vor den Gefahren des Feuerwehrdienstes bei Übung und Einsatz nach DIN EN 443. Er schützt den empfindlichen Kopf vor Verletzungen.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Nach § 12 Abs. 1 Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ (GUV 7.13) müssen den Feuerwehrangehörigen Feuerwehrhelme mit Nackenschutz zur Verfügung gestellt werden.
Die DIN EN 443 unterscheidet zwischen den Arten A und B der Feuerwehrschutzhelme je nach Art des bedeckten Bereiches:
- A: Mindestschutzbereich als Halbschale oberhalb Ohrbereich,
- B: Vollschutzbereich mit Abdeckung des Ohrbereiches.
Feuerwehr – Schutzhandschuhe

Definition
Schutzhandschuhe nach DIN EN 659 sind Teile der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zum Schutz vor den Gefahren des Feuerwehrdienstes bei Übung und Einsatz.
Erläuterung
Feuerwehrschutzhandschuhe müssen der Einsatzkraft den Handschutz bieten entsprechend der genormten Anforderungen zum Schrumpfschutz bei Hitze und Nässe, befristeten Durchdringungsschutz gegen flüssige Chemikalien, Schutz gegen mechanische Belastungen wie Abrieb, Weiterreißfestigkeit und Stichfestigkeit.
Bildquelle: Dräger AG
Feuerwehr – Schutzschuhwerk

Definition
Teil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zum Schutz vor den Gefahren im Fußbereich während des Feuerwehrdienstes bei Übung und Einsatz als Schuhwerk in Form von Stiefeln oder hohen Schuhen.
Bildquelle: haix.de
Erläuterung
Feuerwehrschutzschuhwerk ist im Zehenbereich mit einer Schutzkappe aus Stahl Aluminium, Titan oder Kunststoff und mit durchtrittsicheren Sohlen ausgestattet.
Feuerwehrsicherheitsschuhwerk muss über einen Schnellverschluss, z. B. als Reißverschluss ausgestattet sein und den Anforderungen der DIN EN ISO 20345 und den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) entsprechen. Außerdem sollten für den Einsatzdienst Schuhe der Schutzklasse S3 (Leder) genutzt werden.
Feuerwehr – Schutzkleidung

Definition
Üblich ist eine reflektierende Feuerwehrschutzkleidung nach DIN EN 469 oder nach HuPF (Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung), neu auch nach DIN EN 1486 zur Ausrüstung von Feuerwehrkräften. Sie stellt höchste Anforderungen an Material und Verarbeitung, um die Einwirkungen bei Einsätzen effektiv kompensieren zu können.
Erläuterung
Die HuPF als Ausführungsnorm legt fest, wie die übergeordnete Anforderungsnorm DIN EN 469 ausgeführt werden soll.
Die DIN EN 1486 legt Anforderungen an reflektierende Schutzkleidung fest, die für besonders intensive und kurzzeitige Brandbekämpfung geeignet ist.
Bildquelle: Dräger AG
Feuerwehrschule
Definition
Bildungseinrichtung des jeweiligen Bundeslandes zur Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Feuerwehren und meist auch des Katastrophenschutzes, auch: Landesfeuerwehrschule, Staatliche Feuerwehrschule.
Erläuterung
Neben dem Bildungsauftrag führen die Landesfeuerwehrschulen noch weitere Aufgaben durch, z. B. Unterstützung der Ausbildung in den Feuerwehren, Mitarbeit in Normenausschüssen und Referaten der vfdb, Abgaben von Fach-Stellungnahmen sowie Fachberatung für z. B. Innenministerien der Länder, Landkreise und Feuerwehren.
Feuerwehr – Notsignalanlage

Definition
dient zur Erhöhung der Sicherheit der Atemschutzgeräteträger. Einfache Varianten sind z.B. bestimmte Typen von Notsignalgebern.
Erläuterung
Die Feuerwehr-Notsignalanlage ist meist eine Kombination aus diesen mit Empfangszentralen und Bewegungsmeldern mit Hilfe von Telemetrie.
Die Details werden in Richtlinien für Feuerwehr-Notsignalanlagen geregelt, z. B. in der der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes vfdb, Referat 8, Atem- und Körperschutz.
Bildquelle: Dräger AG
Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV)

Definition
Vorschriften, die Ausbildung und Einsatz der Feuerwehren einheitlich regeln. Sie unterliegen dem Landesrecht der Bundesländer und gelten bis zur verordneten Einführung als Empfehlung.
Erläuterung
Die Erarbeitung und Überarbeitung der Feuerwehrdienstvorschriften obliegt der Projektgruppe Feuerwehr-Dienstvorschriften des Ausschusses für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung (AFKzV). Die AFKzV empfiehlt die FwDV den Bundesländern zur Einführung, die ggf. die FwDV durch Erlass in Kraft setzen.
Bildquelle: Kohlhammer
Feuerwehr – Einsatzaufgaben
Feuerwehr

Definition
Einrichtung, die insbesondere bei einem Schadenfeuer, Unglücksfällen, lebensbedrohlichen Lagen für Mensch und Tier, Notlagen von Fahrzeugen und bei Brandverhütungsmaßnahmen wirksam wird. Im öffentlichen Bereich ist die Feuerwehr gemeinnützig.
Bildquelle: FF Klitten
Erläuterung
Man unterscheidet:
Öffentliche Feuerwehren
- Berufsfeuerwehr (BF) – Feuerwehr mit hauptamtlichen Personal
- Freiwillige Feuerwehr (FF) – Feuerwehr mit ehrenamtlichen und freiwillig tätigem Personal
- Pflichtfeuerwehren (PF) – Feuerwehr mit ehrenamtlichen und dienstverpflichtetem Personal
- Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften (FF) – Feuerwehr mit ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen, beruflichem Personal
Private Feuerwehren
Gemäß den Brandschutz- bzw. Feuerwehrgesetzen müssen alle Gemeinden ab 100.000 Einwohner eine Berufsfeuerwehr aufstellen. Ausnahme: neue Bundesländer dort ab 80.000.
Feuerschutzhaube

Definition
Spezielle persönliche Schutzausrüstung gegen Stichflammen zum Schutz des Kopf- und Halsbereiches, den Vollmaske und Feuerwehrschutzhelm nicht abdecken.
Erläuterung
Feuerschutzhauben werden entsprechend DIN EN 13 911 „Schutzkleidung für die Feuerwehr – Anforderungen und Prüfverfahren für Feuerschutzhauben für die Feuerwehr“ zugelassen und müssen alle offenen Hautstellen an Kopf und Hals abdecken. Die Feuerschutzhaube wird über der Vollmaske und unter dem Feuerwehrschutzhelm getragen. Sie werden aus schwer entflammbarem, textilem Gewebe, oft auch doppellagig, angeboten. Eine Überlappung mit der Jacke der Feuerwehrschutzkleidung ist wichtig.
Bildquelle: Dräger AG
Feuchteüberwachung der Atemluft

Definition
Überwachung des Grenzwertes für die Feuchte in der Atemluft nach EN 12021 „Atemluft“.
Erläuterung
Die Feuchte wird in modernen Atemluftkompressoren während des Füllvorganges automatisch im Molekularsieb der Filterkartusche überwacht. Bei Überschreitung des Grenzwertes wird der Kompressor automatisch abgeschaltet. Über die Anzeige einer Vorwarnung kann rechtzeitig der Tausch der Filterpatrone geplant werden.
Dieses Überwachungssystem gewährleistet die optimale Reinheit der Atemluft und somit eine hundertprozentige Sicherheit des Anlagenbetreibers. Weiterhin wird die Filterpatrone hundertprozentig genutzt, so dass hier auch wirtschaftliche Vorteile entstehen.
Farbkennzeichnung von Druckgasflaschen
Definition
Codierung von Druckgasflaschen zum Kenntlichmachen des Gefahrenpotentials, das in Verbindung mit dem Inhalt einer Gasflasche steht.
Erläuterung
die Kennzeichnungsfarben nach DIN EN 1089-3 „Farbkennzeichnung von Druckgasflaschen und Flaschenbündeln“ sind auf der Flaschenschulter angegeben.
Gas/Gasgemisch | Farbe der Flaschenschul-ter (DIN EN 1089-3) | Farbbezeichnung und Farbnummer nach RAL | |
| Acetylen | kastanienbraun | oxidrot 3009 | |
| Druckluft | leuchtend grün | gelbgrün 6018 | |
| Wasserstoff | rot | feuerrot 3000 | |
| Druckluft für Atemschutzgeräte | schwarz-weiß segmentiert (Flaschenzylinder gelb) | tiefschwarz 9005 reinweiß 9010 und zinkgelb 1018 | |
| Kohlendioxid | grau | staubgrau 7037 | |
| Sauerstoff | weiß | reinweiß 9010 | |
| Stickstoff | schwarz | tiefschwarz 9005 | |
Stickstoff/Wasserstoff (Formiergas) | rot (Flaschenzylinder grau) | feuerrot 3000 staubgrau 7037 | |
| Wasserstoff | rot | feuerrot 3000 |
Farbcode für PA
Definition
Eine Möglichkeit zur Unterscheidung der Typen von Atemschutzgeräten mittels farbiger Plaketten; seit 1998 empfohlen.
Erläuterung
Der Farbcode wird meist durch farbige Plaketten aus Kunststoff dargestellt, teilweise auch mit Klettband- oder Magnetstreifen.
Dafür enthält folgende Tabelle ein Beispiel:
| Atemschutzgerät | Plakette | PA- Einsatz, (Einsatzzeit etwa…) | Einsatz unter CSA (einschl. Dekontamination) |
| Ein-Flaschengerät, 6,0 oder 6,8 Liter, 300 bar | Gelb | 30 min | 20 min |
| Zwei-Flaschengerät, zwei mal 4,0 Liter, 200 bar | Weiß | 30 min | 20 min |
| Kreislaufgerät | Blau | 90 min (bei 120-Minutengeräten) | nicht zulässig |
| Langzeit-PA zwei mal 6,8 Liter, 300 bar | Rot | 60 min | 30 min |
Fahrlässigkeit
Definition
Fahrlässigkeit ist ein gebräuchlicher Ausdruck im Zivilrecht, wird aber auch im Strafrecht angewendet. Fahrlässigkeit ist das Außer-Acht-Lassen der für eine Handlung erforderlichen Sorgfalt“. Im Gegensatz zum Vorsatz führt der Verursacher bei der Fahrlässigkeit die Folge der Handlung nicht willentlich herbei.
Erläuterung
Wer z. B. einen Atemschutzunfall verschuldet, weil er die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt, handelt fahrlässig. Wer die Sorgfalt in besonders grobem Maße verletzt, also selbst einfachste und jedem einleuchtende Überlegungen nicht anstellt, handelt grob fahrlässig. Einfache Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt nicht beachtet werden konnte bzw. nicht absichtlich missachtet wurde. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt im besonderen Maße, ggf. sogar absichtlich nicht beachtet wurde.
Fachkunde

Definition
Fachkunde besitzt die Person, die durch den Arbeitgeber übertragenen Aufgaben verantwortlich zu erfüllen vermag. Sie besitzen das für die Pflichtenübertragung vorgesehene einschlägige Fachwissen und die praktische Erfahrung und vermögen die ihnen obliegenden Aufgaben sachgerecht und zuverlässig auszuführen. Sie besitzt als beauftragte Person die erforderliche fachliche Qualifikation als Voraussetzung für die ordnungsgemäße Wahrnehmung ihrer Aufgaben.
Erläuterung
So ist z. B. die befähigte Person Atemschutzgerätewart nach Absolvierung des Lehrganges „Atemschutzgerätewart“ nach Feuerwehrdienstvorschrift 2 „Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr“ oder beim Hersteller von Atemschutzgeräten befähigt zu Reinigung und Desinfektion im Atemschutz. Nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildung zur Fachkunde für Reinigung und Desinfektion im Atemschutz besitzt er ein höheres Niveau an Fachwissen und praktischen Fähigkeiten zur sorgfältigen und zuverlässigen Behandlung der ihm anvertrauten Atemschutzausrüstung.
Zusatzinformation
Die Fachkunde für Reinigung und Desinfektion umfasst folgendes spezifisches Fachwissen und Fähigkeiten:
• theoretische Kenntnisse, z.B. Rechtsgrundlagen, Vorschriften, Regeln, Benutzerinformationen, äußere und innere Kontamination, Infektionsgefahren, Infektionserreger, Infektionsauswirkungen, Zweck der Reinigung und Desinfektion
• praktische Kenntnisse, z. B. Technologie von Reinigung und Desinfektion im Kreislauf Atemschutzwerkstatt, Schnellnachweis Desinfektionserfolg
• berufliche Erfahrungen, z.B. maschinelle Reinigung und Desinfektion im geschlossenen Kreislauf, Gerätekunde Reinigungs- und Desinfektionsautomaten
Der Unternehmer hat vor der Beauftragung zu prüfen, ob die für die Pflichtenübertragung vorgesehenen Personen zuverlässig und fachkundig sind. Zuverlässig sind die für die Pflichtenübertragung vorgesehen Personen, wenn zu erwarten ist, dass diese die Aufgaben zur Reinigung und Desinfektion mit der gebotenen Sorgfalt ausführen.
exponierte Teile

Definition
Teile eines Gerätes, sichtbar (außenliegend) im Tragezustand; z. B. Druckluftflaschen eines Pressluftatmers. Bestehen solche Teile aus Leichtmetallen, z. B. aus Aluminium, so können sie in explosionsgefährdeten Bereichen (Explosionsgrenzen) nicht eingesetzt werden.
Bildquelle: Dräger AG
Explosionsgrenze

Definition
Es gibt eine obere (OEG) und eine untere (UEG) Explosionsgrenze. Dazwischen befindet sich der Explosionsbereich.
Erläuterung
Obere Explosionsgrenze (OEG):
höchste Konzentration des betreffenden brennbaren Stoffes in Volumen-Prozent [Vol.-%] im Gemisch von Gasen, Nebeln oder Dämpfen und/oder Stäuben und Sauerstoff, bei deren Überschreiten sich nach dem Entzünden ein Brennen nicht mehr selbständig fortsetzen kann weil Sauerstoffmangel herrscht.
untere Explosionsgrenze (UEG):
niedrigste Konzentration in Vol.-% des betreffenden Gemischs von Gasen, bei der sich gerade noch eine Explosion entwickeln kann.
Bildquelle: Dräger AG
explosionsgeschützt

Definition
an Anlagen, Geräten und Ausrüstungen erfolgreich durchgeführte Maßnahme zur Beseitigung einer möglichen Explosionsgefahr (Explosion), Geräte und Ausrüstungen können nicht mehr als Zündquelle auftreten.
Erläuterung
Zahlreiche Verordnungen und Richtlinien, z. B. die ATEX–Direktiven der Europäischen Union und die Explosionsschutzverordnung (11. GPSGV) regeln den Explosionsschutz sowie Maßnahmen und technische Lösungen dafür. Explosionssichere Anlagen, Geräten und Ausrüstungen sind mit dem Zeichen „Ex“ gekennzeichnet.
Bildquelle: Dräger AG
explosionsfähiges Gemisch
explosionsfähige Atmosphäre

Definition
ein explosionsfähiges Gemisch von Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben mit Luft unter atmosphärischen Bedingungen
(20o C, 1013 mbar).
Bildquelle: Dräger AG
Explosionsbereich

Definition
Bereich bzw. Konzentrationsbereich zwischen der oberer und unterer Explosionsgrenze.
Bildquelle: Dräger AG
Explosion

Definition
unkontrollierte, sehr schnell unter Freiwerden von Wärme ablaufende Reaktion in explosionsfähiger Atmosphäre.
Erläuterung
Arten sind Verpuffung, Deflagration und Detonation. Bei Explosionen können hohe Flammenausbreitungsgeschwindigkeiten und große Druckanstiege auftreten. Ggf. führt sie an eine Detonation heran bzw. leitet dazu über.
Gegensatz in der Ausbreitung der Druckwelle: Implosion
Europäische Norm (EN)

Definition
ein von der CEN-Organisation erstellte Norm, die z. B. Anforderungen und Prüfmethoden an Produkte, Leistungen enthält.
Erläuterung
Siehe Norm
Bildquelle: Dräger AG










