Freiwillige Feuerwehr

Definition

Öffentliche, kommunale Einrichtung zur Rettung, Bekämpfung von Bränden und Hilfeleistung bei Unfällen.

Bildquelle: FF Klitten

Erläuterung

Die Freiwillige Feuerwehr besteht aus ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften. In größeren Städten mit weniger als 100.000 Einwohner, in den neuen Bundesländern Städte unter 80.000 Einwohner, kann eine Freiwillige Feuerwehr die Aufgaben einer Berufsfeuerwehr ausüben. Diese können auch durch hauptamtlich tätige Einsatzkräfte verstärkt sein.

Weitere Aufgabe einer Freiwillige Feuerwehr können sein:

  • Durchführen von Brandschutzbegehungen
  • Durchführen von Brandschutzerziehung
  • Erstellung von Einsatz- und Sonderschutzplänen
  • Beschaffung bzw. Mitwirkung an der Beschaffung von Einsatzfahrzeugen und Technik

In fast allen deutschen Gemeinden existieren Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt etwa 1,4 Millionen Mitgliedern.

Fraktion

Definition

Begriff der Filtertechnik, der die Menge einer vorgegebenen Korngröße in einer Gesamtschüttung angibt.

Erläuterung

Man unterscheidet Überkorn, Unterkorn und Gebrauchskorn. Während Über- und Unterkorn meist wieder in den Produktionsprozess zurückfließen, wird das Gebrauchskorn der Verwendung zugeführt. Das Gebrauchskorn setzt sich aus einer oder mehreren Körnungen definierter Größe und Mengen zusammen. Damit steuert der Hersteller verschiedene Eigenschaften des Produktes, z. B. Aufnahmevermögen, Kornstabilität, Anspringverhalten und Atemwiderstand. Ein Beispiel für ein fraktioniertes Korn gewollter Zusammensetzung ist die alkalische Füllmasse in der Alkalipatrone von Kreislaufgeräten.

Fortbildung Atemschutzgeräteträger

Definition

Jeder Atemschutzgeräteträger (ASGT) ist regelmäßig fortzubilden.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Für ASGT mit Rettungsaufgaben gehören nach Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 7 „Atemschutz“ als Mindestforderung dazu: zwei Stunden Unterweisung pro Jahr, eine Belastungsübung in einer Atemschutzübungsanlage pro Jahr und eine Einsatzübung unter Atemschutz mit den ASGT, die weniger als 15 Minuten im Atemschutzeinsatz pro Jahr waren.

Fluchtübung

Definition

Eine in nach Unfallverhütungsvorschrift DGUV R112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ jährlich durchzuführende Präventionsmaßnahme in Bereichen, in denen in Gefahrensituationen das Tragen von Fluchtgeräten erforderlich werden kann.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Beispiel: Maßnahme der Belegschaft, z. B. einer Chemianlage, um im Rahmen einer planmäßigen Übung die Fluchtwege und Stellplätze zu verinnerlichen. Ggf. ist dabei die Handhabung der für die Rettung erforderlichen Atemschutzgeräte zu üben (Übungsgeräte).

Fluchtfiltergeräte

Definition

Ist ein umluftabhängiges Atemschutzgerät nach DIN 58647-7 zur Selbstrettung mit Schutzwirkung gegen Gase, Dämpfe und ggf. auch gegen Partikel.

Erläuterung

Fluchtfiltergeräte lassen sich nur einmal verwenden. Fluchtfiltergeräte werden entsprechend ihrer Nenngebrauchszeit in Klassen für 5, 10 und 15 Minuten unterteilt. Dabei ist zu beachten, dass die effektive Gebrauchszeit durch unterschiedlich hohen Sauerstoffbedarf des Atemschutzgeräteträgers in Abhängigkeit von seiner Konstitution und seiner tatsächlichen Belastung variieren kann.

Bildquelle: Dräger AG

Flüssigsauerstoff

Definition

Ist die industriell hergestellte, – 183° C kalte und verflüssigte Form des Elementes Sauerstoff. Er besitzt eine blaue Farbe, eine Dichte von 1,141 g/cm3, einen Siedepunkt von – 222,65° C und einem Gefrierpunkt von -182,96° C.

Erläuterung

Flüssigsauerstoff dehnt sich beim Übergang in den gasförmigen Zustand um das 860-fache aus. Er ist ein starkes Oxidationsmittel und wird in großem Maße für industrielle und medizinische Zwecke eingesetzt. In ihm brennen organische Stoffe Materialien verpuffungsartig ab. Ausgewählte Stoffe, z. B. Asphalt, können darin sogar explodieren.

Flow

Definition

Fluss, Mengentransport pro Zeiteinheit; im Atemschutz ein funktionsanalytischer Begriff zur Beschreibung strömender Gase, z. B. von Atemluft.

Flaschenventil

Definiiton

in die Druckluftflasche eingeschraubtes und zum kontrollierten Öffnen und Schließen der Flasche geeignetes, handbetätigtes Durchgangsventil.

Erläuterung

Flaschenventile für Pressluftatmer werden nach DIN EN 144 Atemschutzgeräte – Gasflaschenventile zugelassen und sind je nach Gasart mit unterschiedlichen Schraubanschlüssen ausgerüstet. Die Verwendung von Adaptern zum Überbrücken dieser Gewinde ist verboten.

Flaschenventile z. B. von Atemluftflaschen sind zur unverwechselbaren Verwendung mit R5/8″ Innengewinde ausgestattet, während Ventile von Sauerstoffflaschen ein R5/8″ Außengewinde besitzen.

Durchgangsventile lassen ihr Medium durch die gleichen Öffnungen ein- und ausströmen.

Bildquelle: Dräger AG

Flaschenspannband

Definition

Bestandteil des Pressluftatmers, zum Festspannen der Druckluftflaschen auf der Tragevorrichtung.

Erläuterung

Das Flaschenspannband ist etwa 1,2 m lang, besteht aus nichtbrennbarem Textilgewebe und ermöglicht als Spannband bzw. Mittenspannband den festen Sitz der Druckluftflasche. Nach dem Festschrauben der Druckluftflasche am Handanschluss des Druckminderers wird es im Bereich Flaschenboden um die Druckluftflasche gelegt, angepasst und mittels Klettverschluss verschlossen.

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Flaschenkappe

Definition

Kappe aus Stahl zum Schutz für das Ventil von Gasflaschen; wird beim Transport auf die Flasche aufgeschraubt und sichert so das Gasflaschenventil gegen Abbruch.

Bildquelle: ebay

Erläuterung

Bei Behältergeräten, z. B. Pressluftatmer, lassen sich beim Transport bzw. beim Tragen keine Schutzkappe aufschrauben. Daher sind Verschlussstopfen in die Ventilöffnung einzuschrauben, sobald die Atemluftflasche von der Füllleiste oder vom Pressluftatmer abgeschraubt ist.

Flaschendruckprüfung

Definition

während der Gesamtkontrolle von Pressluftatmern und Regenerationsgeräten durch den Atemschutzgerätewart durchzuführen, zur Sicht-, Dicht- und Funktionsprüfung nach Benutzung bei Atemschutzgeräten und erfolgreicher Wartung.

Erläuterung

Um Pressluftatmer nutzen zu können, muss der Atemschutzgerätewart den Nenndruck füllen, mindestens aber 90 % vom Nenndruck. Der Flaschendruck muss also

  • bei 300 bar Nenndruck mindestens 270 bar Fülldruck und
  • bei 200 bar Nenndruck mindestens 180 bar

betragen, damit die volle Einsatzbereitschaft gewährleistet ist.

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Flaschendruck

Definition

ist der in einem Druckbehälter (Druckgasflasche) enthaltene Druck eines Gases.

Erläuterung

Im Atemschutz können Atemluft, Sauerstoff und in seltenen Fällen auch Gemische aus Luft und Sauerstoff (Nitrox) in einem Druckbehälter gespeichert sein. Die üblichen Höchstdrücke der Atemgase sind 200 sowie 300 bar; künftig werden Flaschendrücke bis 450 bar möglich sein. Der Prüfdruck für Druckgasflaschen beträgt Nenndruck + 50 %.

Bildquelle: Dräger AG

Atemanschluss

Definition

Der Teil eines Atemschutzgerätes, der die Verbindung zum Atemschutzgeräteträger herstellt und eine direkt Atemgaszufuhr zu Mund und Nase des Atemschutzgeräteträgers sichert. Atemanschlüsse können sein z. B. Vollmasken, Helm-Masken-Kombinationen, Halbmaske, Mundstücke, Atemschutzhauben.

Erläuterungen

Die Feuerwehr darf nur Vollmasken benutzen, weil nur diese ausreichenden Schutz, beispielsweise vor Wärme und Atemgiften, bieten.

Vollmasken (DIN EN 136) und Helm-Masken-Kombinationen (vfdb RL 0802) lassen sich je nach Bauweise in Überdruck- und in Normaldrucktechnik nutzen.

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Filterselbstretter – Wartung, Pflege, Instandsetzung

Definition

Filterselbstretter (FSR) unterliegen zur Wartung, Pflege und Instandsetzung den Vorschriften DGUV R112-190 „Einsatz von Atemschutzgeräten“ und der
Bedienungsanleitung des Herstellers.

Erläuterung

Filterselbstretter (FSR) sind nach Herstellerangaben bestimmungsgemäß zu nutzen. Ihr Gehäuse sollte durch das Mitführen nicht merklich eingedrückt sein, da sonst die Entnahme beim Gebrauch gestört oder schlimmsten falls unmöglich wird. Mit einem geeigneten Prüfmittel ist die Gehäusedichtheit nachzuweisen, da eindringende Luftfeuchte als Folge undichter Gehäuse den Katalysator Hopkalit unbemerkt bis zum völligen Versagen schädigen kann.

Bildquelle: Dräger AG

Filtertypen

Definition

dienen der Kennzeichnung des Hauptanwendungsbereiches von Filtern.

Filterklassen

Definition

dienen zur Kennzeichnung des Leistungsvermögens von Filtern.

Filterklassen

Filtergerät – Instandhaltung & Prüfung

Definition

Instandhaltung und Prüfung der Filtergeräte führen Atemschutzgerätewart durch nach

BIldquelle: Dräger AG

Erläuterung

GeräteteilArt der durchzuführenden
Arbeiten (Kurzbemerkung)
Fristen
Filter,
filtrierende  Halbmasken
(soweit zutreffend)
Prüfung der Lagerzeit von Gas- und Kombinationsfilternnach  Bedienungsanleitung und Kennzeichnung auf dem Filter
Filter,
filtrierende  Halbmasken
(soweit zutreffend)
Prüfung auf sichtbare BeschädigungFilter mit sichtbarer Beschädigung  sind unverzüglich auszutauschen.
Filter,
filtrierende  Halbmasken
(soweit zutreffend)
Einsetzen gebrauchter Gas- und Kombinationsfilter, die zur Wiederverwendung verschlossen werdenvor dem Einsatz prüfen, ob die Frist von 6 Monaten abgelaufen ist.
Filtergeräte
mit Gebläse
Aufladen der Batterie, Prüfung des Luftstroms, Dichtheit des Gerätesvor Freigabe zum Einsatz
Filtergeräte – Instandhaltung und Prüfung

Filtergerät – Halbmaske ohne Einatemventil

Definition

umluftabhängiges Atemschutzgerät nach DIN EN 1827 mit Halbmaske ohne Einatemventil und mit trennbaren Filtern zum Schutz gegen Partikel, Gase oder Gase und Partikel.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Diese Filtergeräte unterscheidet man nach Gasfilterklasse 1 und 2 (niedrigeres und mittleres Gasaufnahmevermögen) für die Gasfiltertypen A, B, E und K und für die Gasfiltertypen AX-und SX-klassenlos

Bezüglich Partikel werden die Filtergeräte in drei Partikelfilterklassen FMP1, FMP2 und FMP3 (niedriger, mittlerer, hoher Abscheidegrad) unterteilt. Der Atemanschluss besitzt kein Einatemventil. Die Ausatemluft strömt durch Ausatemventile in die Umgebungsluft.

Einsatzbeschränkungen, Verwendung, physiologische Akzeptanz, Lagerung und Entsorgung entsprechen denen der jeweiligen Filtergeräte.

Gebläseunterstützte Filtergeräte

Definition

umluftabhängige Atemschutzgeräte mit einem Atemanschluss nach DIN EN 12941 „Atemschutzgeräte – Gebläsefiltergeräte mit einem Helm oder einer Haube – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ als Atemschutzhelm oder Atemschutzhaube oder nach DIN EN 12942 „Atemschutzgeräte – Gebläsefiltergeräte mit Vollmasken, Halbmasken oder Viertelmasken – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ eine Atemschutzmaske.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Als Filter lassen sich wahlweise Partikel-, Gas- oder Kombinationsfilter verwenden.

Je nach verwendetem Filter beitzen gebläseunterstützte Filtergeräte Schutzwirkung gegen Partikel, Gase oder Partikel und Gase. Damit lassen sie sich unterscheiden nach:
  • Abscheideleistung des Partikelfilters in Abhängigkeit des
    Atemanschlusses,
  • Filterleistung des Gasfilters in Gasfiltertypen und
    Gasfilterklassen in Abhängigkeit des Atemanschlusses,
  • Filterleistung der Kombination von Gasfiltertypen in
    Gasfilterklassen, Mehrbereichsfilter in Abhängigkeit des
    Atemanschlusses,
  • Abscheideleistung des Partikelfilters und Filterleistung der
    Gasfilter in Gasfiltertypen und Gasfilterklassen oder
    Filterleistung der Kombination von Gasfiltertypen in
    Gasfilterklassen in Abhängigkeit des Atemanschlusses.

Filtergerät – Einsatzvoraussetzungen

Definition

Filtergeräte dürfen wegen ihrer umluftabhängigen Arbeitsweise nur bei bestimmten Voraussetzungen im Gefahrenbereich genutzt werden. Vor allem muss die Atmosphäre im Einsatzbereich genau bekannt sein.

Erläuterung

Die Nutzung von Filtergeräten ist abhängig vom Sauerstoffgehalt im Gefahrenbereich, den Schadstoffarten und ihren Stoffkennwerten, den erforderlichen Filterleistungen, den Tragevoraussetzungen des Atemschutzgeräteträger (ASGT) sowie der Einsatzbegrenzung der Filterleistung.

Bildquelle: Dräger AG

Filtrierende Atemschutzgeräte (Filtergerät)

Definition

sind Atemschutzgeräte, die der atemschutzgerätetragendenden Person gefilterte, atembare Luft aus der Umgebungsatmosphäre zur Verfügung stellen.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Man unterscheidet Filtergeräte gegen:
  • Partikel: Partikelfilter mit Atemanschluss (Atemanschluss und
    Filter oder filtrierender Atemanschluss),
  • Gase und Dämpfe: Gasfilter mit Atemanschluss (Atemanschluss
    und Filter oder filtrierender Atemanschluss) und
  • Partikel, Gase und Dämpfe: Kombinationsfilter mit
    Atemanschluss (Atemanschluss und Filter oder filtrierender
    Atemanschluss).