Bestandsnachweis

Definition

hat im Atemschutz Auskunft über den Verbleib aller Atemschutzgeräte (ASG) zu geben, z. B. ob die ASG im Lager oder auf welchem Fahrzeug sie gelagert sind.

Erläuterung

Bestandsnachweise gibt es heute in Form von Kombinationen mit dem Prüfnachweis als Geräte-, Ausrüstungs- und Prüfnachweiskarten und als Software für Verwaltungsprogramme. Den Bestandsnachweis führt der Atemschutzgerätewart oder der Gerätewart.

Quelle: Dräger AG

Betriebsanweisung

Definition

Für den Einsatz von Atemschutzgeräten hat der Unternehmer nach DGUV R112-190 „Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten“ eine Betriebsanweisung zu erstellen, die alle für den sicheren Einsatz erforderlichen Angaben enthält.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Beim Atemschutz zählen :
  • eine auf der Risikoanalyse beruhende Auswahl an
    Atemschutzgeräten
  • Festlegungen zur Unterweisung, z. B. Umfang, Dauer und Inhalt
    der Aus- und Fortbildung von Atemschutzgeräteträgern
  • Regelung der Überwachung des Atemschutzes und der
    Atemschutzgeräte
  • Maßnahmen zur Sicherung des ordnungsgemäßen Zustandes der
    Atemschutzgeräte.

Berufsgenossenschaftliche Grundsätze

Definition

Grundsätze zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung von Personen mit besonderen Tätigkeiten. Sie dienen der Früherkennung bzw. Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungen oder Berufskrankheiten durch belastende Tätigkeiten oder den Umgang mit gefährlichen Stoffen. Anordnung und Durchführung einer Arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen regelt die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV).

Erläuterung

Beispiel:

Grundsatz G 26 („Berufsgenossenschaftliche Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen für Träger von Atemschutzgeräten für Arbeit und Rettung“) für Atemschutzgeräteträger (ASGT).

Die G 26 regelt, das Atemschutzgeräteträger vor dem ersten Tragen von Atemschutzgeräten und in regelmäßigen Abstanden, nach schwerer Krankheit oder auf eigenen Wunsch diese Pflichtuntersuchung absolvieren müssen. Sie schreibt die Untersuchungskriterien entsprechend Gewicht und Atemwiderstand des zu tragenden Atemwiderstandes fest.

Bildquelle: Gabler

Berufskrankheiten

Definition

sind Krankheiten, die in Anlage 1 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) aufgeführt sind und die Versicherten infolge einer versicherten Tätigkeit erleiden.

Erläuterung

Berufskrankheiten werden nach ihren Ursachen unterschieden:
  • Krankheiten, die durch chemische Einwirkungen verursacht
    werden, zum Beispiel Hauterkrankungen und Erkrankungen
    durch Metalle und Halbmetalle, Lösungsmittel und
    Pestizide
  • Krankheiten, die durch physikalische Einwirkungen
    verursacht werden, beispielsweise Wirbelsäulen-
    erkrankungen durch Heben oder Tragen schwerer Lasten,
    Lärmschwerhörigkeit, Erkrankungen durch Vibrationen,
    Druckluft oder durch Strahlung (Schneeberger Krankheit)
  • durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte
    Krankheiten
  • Tropenkrankheiten, beispielsweise Malaria
  • Erkrankungen durch anorganische Stäube, dazu gehören
    durch Asbestfasern verursachte Krankheiten und die
    Silikose
  • Erkrankungen durch organische Stäube.

Berufsfeuerwehr (BF)

Definition

Öffentliche, kommunale Einrichtung zur Rettung, Bekämpfung von Bränden und Hilfeleistung bei Unfällen.

Erläuterung

Die Berufsfeuerwehr ist eine Behörde der jeweiligen Stadt und übt die Aufsicht über den lokalen Brand- und Katastrophenschutz aus.

Die wichtigste Aufgabe einer Berufsfeuerwehr besteht in der Bereithaltung einer Einsatzabteilung, örtlich auch des Rettungsdienstes.

Berufsfeuerwehren bestehen vor allem aus kommunal verbeamteten oder fest angestellten Einsatzkräften des Feuerwehrtechnischen Dienstes.

Bildquelle: W. Gabler

Weitere Aufgabe einer Berufsfeuerwehr können sein:

In fast allen deutschen Groß- und einigen Mittelstädten existieren Berufsfeuerwehren. Mindestens die Städte ab 100.000 Einwohner müssen eine Berufsfeuerwehr unterhalten, in den neuen Bundesländern Städte ab mindestens 80.000 Einwohner.

Es gibt auch Städte, die eine Berufsfeuerwehr unterhalten, obwohl sie dazu nicht gesetzlich verpflichtet sind, z. B. Bautzen, Minden und Hoyerswerda.

Berstfestigkeit

Definition

Kriterium für die mechanische Beständigkeit von Chemikalienschutzanzügen.
Einteilung in Klassen, Klasse 6 ist höchste und beste Klasse, Angaben in kPa.

Bildquelle: W. Gabler

Erläuterung

Die Berstfestigkeit wird definiert in:
  • DIN EN 943 Schutzkleidung gegen flüssige und gasförmige
    Chemikalien, einschließlich Flüssigkeitsaerosole und feste
    Partikel Leistungsanforderungen für belüftete und unbelüftete
    „gasdichte“ (Typ 1) und „nicht-gasdichte“ (Typ 2) Chemikalien-
    schutzanzüge;

ISO 2960 Textilien – Bestimmung der Berstfestigkeit und voller Ausdehnung – Membran-Verfahren.

Bergen

Definition

bei Feuerwehr und Rettungsdienst: in Sicherheit bringen von toten Menschen und Tieren sowie von Sachwerten.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Im Katastrophenschutz: Befreiung von Lebewesen aus einer nicht lebensbedrohlichen Lage, die jedoch ihre Bewegungsfreiheit einschränkt.

Belastung

Definition

ist die Gesamtheit der erfassbaren Einflüsse, die von außen auf einen Menschen zukommen und auf ihn einwirken. Die individuelle Auswirkung einer Belastung bezeichnet man als Beanspruchung.

Erläuterung

Die von außen auf den Menschen einwirkenden Einflüsse können psychologische Größen sein, als Folge einer Arbeitsbeanspruchung auftreten und die Beschreibung von Trainingsbeanspruchungen darstellen.

Bildquelle: Dräger AG

Beißzapfen

Definition

Teil eines Mundstückes. Der Geräteträger beißt auf den Beißzapfen aus Kunststoff und umschließt mit den Lippen das Mundstück. Dadurch erfolgt die Abdichtung des Atemanschlusses am Mund.

Bildquelle: Dräger AG

Behältergerät mit Druckluft

Definition

ein gegenüber der Umgebungsluft unabhängig wirkendes Atemschutzgerät, nach DIN EN 133 auch Isoliergerät, das frei tragbar ist, einen Vorrat an Druckluft (Atemluft) besitzt und von der Umgebungsluft unabhängig ist. Das Behältergerät wird vom Atemschutzgeräteträger (ASGT) am Lungenautomat mit dem Atemanschluss des ASGT gasdicht verbunden.
Dem ASGT wird die Einatemluft aus am Gerät mitgeführten Druckluftflaschen zugeführt. Durch das Behältergerät wird der ASGT während einer vom Druckluftvorrat und der Belastung des ASGT abhängigen Zeitdauer vor dem Einatmen von Umgebungsluft geschützt.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Der Atemluftvorrat wird je nach Gerätetyp in ein oder zwei Druckluftflaschen mit einem Fülldruck von 200 bzw. 300 bar gespeichert. Nach derzeitigem Stand lassen sich bis zu 3.740 Liter Atemluftvorrat mitführen, wenn zwei Druckluftflaschen mit je 6,8 Liter Volumen und 300 bar Fülldruck verwendet werden. Die Druckluftflasche wird am Druckminderer angeschraubt und mit der Rüttelsicherung gegen unbeabsichtigtes Lockern gesichert. Zum Befestigen von zwei Druckluftflaschen schraubt man ein T-Stück zwischen Druckminderer und Druckluftflaschen.

Behaglichkeit

Definition

beschreibt das subjektive Wohlempfinden des Atemschutzgeräteträgers und wird vor allem durch die Wärme und Feuchtigkeit in seiner direkten Umgebung bestimmt. Optimale Bedingungen für die Behaglichkeit liegen bei + 20 °C und 50 % relative Luftfeuchte (Atemfeuchte).

Erläuterung

Vom subjektiven Wohlempfinden des Atemschutzgeräteträgers abweichende Bedingungen senken seine Leistungsfähigkeit oder führen bei starken Abweichungen zu psychologischen und physiologischen Störungen sowie zu Erkrankung, in Extremfällen sogar zum Tod.

Um die Grenzen der Behaglichkeit einzuhalten, lassen sich einsatztaktische und gerätetechnische Lösungen schaffen, die z. B. folgende Prinzipien umsetzen:
  • hohe Luftfeuchten erfordern eine Senkung der
    Raumtemperatur
  • hohe Luftbewegungen erfordern höhere Raumtemperaturen
  • höhere Belastungen (Gebrauchszeit, effektive) der
    Atemschutzgeräteträger erfordern geringere Raumtemperatur
  • hohe Wärmestrahlungsbelastung erfordert geringere Lufttemperatur.
Quelle: Dräger AG

Beflammung

Definition

ist das Aussetzen eines Produktes mehrerer offener Flammen, z. B. der „Flame-Engulfment-Prüfung“ der Pressluftatmer nach DIN EN 137.

Erläuterung

Die Beflammungszeit ist die Dauer der Beflammung, der ein Produkt ausgesetzt ist. Mittels „Flame-Engulfment-Prüfung“ werden Pressluftatmer während der Zertifizierung auf Flammen- und Hitzeverträglichkeit geprüft. Diese Prüfung ist eine Einmalprüfung, weil die geprüften Geräte nicht weiter verwendet werden.

Bild: Beflammung nach EN 137 und EN 136-3 (Quelle: Dekra)

Beatmungs- und Inhalationsgeräte

Definition

Geräte, die zur Behandlung Verletzter mit Atemausfall (Beatmungsgeräte), nach erfolgreicher Wiederbelebung (Inhalationsgeräte) oder bei Atemstörungen (Inhalationsgeräte) dienen.

Erläuterung

Beatmungs- und Inhalationsgeräte lassen sich wie folgt einteilen:

Beatmungs- und Inhalationsgeräte zur manuellen Behandlung:

  • Hilfsmittel für die Beatmung, z. B. Mund-Nasenmaske,
  • Beatmungsbeutel,
  • Beatmungsbeutel für kontaminierte Umgebungen,
  • Inhalationsgeräte mit Drucksauerstoff
  • Inhalationsgeräte mit Chemikalsauerstoff,

Beatmungs- und Inhalationsgeräte zur maschinellen Behandlung:

  • Beatmungsgeräte für kontaminierte Umgebungen
  • Beatmungsmodule für den mobilen Einsatz, z. B. „Oxylog“„ der
    Dräger AG,
  • Automatische Geräte für den stationären Einsatz.

Bildquelle: Dräger AG

Bazillen

Definition

Umgangssprachlich für krankheitserregende (pathogene) Bakterie, Amöbe und Virus, in der Zweitbedeutung auch für eine besondere Form von so genannten Stäbchen-Bakterien

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Stäbchen-Bakterien sind stäbchenförmige, meist bewegliche, zur Bildung von Sporen fähige Bakterien mit fakultativ anaeroben Leben und oft pathogenen Eigenschaften.

Baumusterprüfung

Definition

ist die Beurteilung eines Baumusters anhand vorgegebener Anforderungen, z. B. einer Europäischen Norm, z. B. EN 136 „Vollmasken„.

Erläuterung

Geräte, die erfolgreich einer EG-Baumusterprüfung unterzogen wurden, bescheinigen das mit dem CE-Zeichen und der Kennnummer des Prüfinstituts dahinter auf ihrem Typenschild.

Bildquelle: Dräger AG

Baugruppe

Definition

In sich geschlossene, aus mindestens zwei Einzelteilen bestehender Gegenstand. Eine Baugruppe kann auch aus Unterbaugruppen und Bauteilen bestehen. Im
Atemschutz ist eine Baugruppe z. B. eine aus der Untergruppe Sicherheitsventil, Abströmbegrenzung und Warneinrichtung sowie vielen Bauteilen zusammengesetzter Druckminderer eines Atemschutzgerätes.

Erläuterung

Mehrere Baugruppen bilden ein Komplettgerät. So gehört z. B. der Druckminderer zum Komplettgerät Pressluftatmer.

Baugruppe Tragegestell und Pneumatik (Quelle: Dräger AG)

Bauartkennzeichnung, typidentische Kennzeichnung

Definition

Bestimmte Vorschriften, z. B. die Europäische Richtlinie für persönliche Schutzausrüstungen 89/686/EWG verlangen für Produkte eine Bauartprüfung.

Erläuterung

Das Ergebnis der Bauartkennzeichnung ist eine Prüfbescheinigung für das jeweilige Produkt, das typbezogen zu identifizieren ist.

Das Identifikationszeichen kann:

  • ein Herstellername, z. B. Dräger
  • eine Modellbezeichnung, z. B. Panorama Nova (Vollmaske)
  • ein Code, z. B. PSS BG 4
  • o. ä. sein.

Bildquelle: Dräger AG

Barterlass

Definition

Früher als separater Erlass des Innenministers von Nordrhein-Westfalen ist die Festlegung, dass Atemschutzgeräteträger keinen Bart oder Koteletten tragen dürfen, deren Dichtsitz die Dichtkontur eines Atemanschlusses unterbricht, heute
in allen Unfallverhütungsvorschriften zum Atemschutz und in der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 7 geregelt.

Erläuterung

Ebenso ist geregelt, das zum Tragen von Atemanschlüssen solche Personen ungeeignet sind, bei denen aufgrund der Kopfform oder z.B. aufgrund von tiefen Narben kein ausreichender Dichtsitz des Atemanschlusses erreicht werden kann.

Bakterien

Definition

etwa bis 5 μm kleines, meist einzelliges Lebewesen. Es besitzt keinen echten Zellkern. Seine DNA liegt deshalb frei im Cytoplasma. Es verfügt über einen eigenen Stoffwechsel und kann sich selbstständig fortbewegen. Bakterien vermehren sich durch Zellteilung.

Erläuterung

Bis 2009 waren erst etwa 7 % aller möglichen Arten von Bakterien bekannt. Man unterscheidet Bakterien, die Sauerstoff benötigen (aerobe), die Sauerstoff gegenüber tolerant sind (fakultative Anaerobier) und solche, für die Sauerstoff Gift ist (anaerobe). Manche Bakterien sind zur Photosynthese fähig (phototrop), die meisten aber nicht (chemotrop).

Die wenigsten Bakterien sind für den Menschen pathogen. Diese wenigen rufen Krankheiten hervor, wenn ihre für den Menschen giftigen Stoffwechselprodukte genügend Konzentration im Blut erreichen konnten.

Manche Bakterien können sich bei ungünstigen Stoffwechselbedingungen zu Sporen einkapseln und so viele Jahre weiterlebensfähig überstehen.

Typische Bakterien sind:

Botulismus, Kolibakterien, Tetanus

TBC-Bakterium (Quelle: Dr. Kuchler)

Azidose

Definition:

Übersäuerung des Körpers durch eine Störung des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Organismus zugunsten der sauren Valenzen, Bestimmung z. B. durch die Messung des C02 -Partialdrucks der Alveolarluft.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung:

Bei einer Azidose liegt der pH-Wert im Blut des Menschen unterhalb des sonst üblichen von 7,35.

Ursachen dafür sind vor allem:
  • eine zu geringe Abamtung von Kohlenstoffdioxid CO2
  • eine Ansammlung von zu viel sauren Stoffwechselprodukten im Blut, z. B. bei einer unvollständig behandelten Zuckerkrankheit
  • eine Sauerstoffunterversorgung

Eine Azidose als Folge einer zu geringe Abamtung von CO2erkennt man am so gennanten Seitenstechen. Nachweisen kann man sie grundsätzlich durch eine Blutgasanalyse.

Ausdauergrenze

Definition:

Höchste Belastungsstufe bei einer dynamischen Arbeit konstanter Intensität, die ohne Anstieg des arteriellen Milchsäurespiegels bewältigt wird (aerobe-anaerobe-Schwelle).

Quelle: Dräger AG

Ausdauertraining

Definition

Trainingsart, mit dem Trainingsziel der Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit (Ausdauer). Beim Ausdauertraining werden vor allem solche Trainingsmethoden angewendet, welche die Trainingsbelastung steuern (Dauermethode, Intervallmethode).

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Die Grundlagenausdauer wird vor allem mit der Dauermethode bei geringer Trainingsintensität verbessert. Ausdauer in Form von lang andauernden, mäßigen Trainingsbelastungen gilt als wichtigste Komponente des Fitnesstrainings bzw. der Belastungsübungen der Atemschutzgeräteträgern. (Ausbildung im Atemschutz)

Ausbildung – Belastungsübung

Definition:

Zur Übung von mit der Einsatztätigkeit vergleichbaren Tätigkeiten durch Atemschutzgeräteträger mit Rettungsaufgaben in Atemschutzübungsanlagen (ASÜ). Die Belastungsübung ist entsprechend Feuerwehrdienstvorschrift 7 Atemschutz

  • Bestandteil der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger mit Rettungsaufgaben,
  • jährlich zu wiederholen und
  • in einem Übungsnachweis zu dokumentieren.

Erläuterung

Während der Belastungsübung werden den Atemschutzgeräteträgern körperliche Belastungen abverlangt (Belastungswerte) und Orientierungskenntnisse abgefordert.

Der Ablauf der Übung ist nicht vorgeschrieben. Bewährt hat sich jedoch:

  • Verrichten körperlicher Arbeit an zwei verschiedenen Arbeitsmessgeräten im Arbeitsraum der ASÜ,
  • Begehung der Orientierungsstrecke im abgedunkelten und vernebelten Übungsraum der ASÜ,
  • verrichten körperlicher Arbeit an zwei verschiedenen Arbeitsmessgeräten im Arbeitsraum der ASÜ.

Bildquelle: Dräger AG

Ausatemwiderstand

Definition:

Atem- bzw. Strömungswiderstand der Atemwege und eines Atemschutzgerätes (ASG) gegenüber Luft während der Ausatmung.

Erläuterung:

Der Ausatemwiderstand in den Atmungsorganen von Erwachsenen liegt im Bereich von 0.1 bis 0.2 kPa/(l/s).

In den DIN-EN-Normen sind die Ausatemwiderstände für die einzelnen ASG festgelegt. So sollte z.B. bei Vollmasken Normaldruck der Ausatemwiderstand 3,0 mbar bei der Veratmung mit der künstlichen Lunge (25 Hübe x 2 Liter/min) nicht überschreiten. Bei der Vollmaske Überdruck sollte der Ausatemwiderstand kleiner als 7,0 mbar bei der Veratmung mit der künstlichen Lunge (25 Hübe x 2 Liter/min) sein.

Quelle: Dräger AG

Ausatemventilschlupf

Definition:

Eine Leckage des Ausatemventils beim Einatmen des Atemschutzgeräteträgers.

Erläuterung:

Die Leckage des Ausatemventils sollte 0,1 % der eingeatmeten Luft nicht überschreiten. Damit durch diesen Schlupf keine giftigen Gase durch den Geräteträger eingeatmet werden können, ist vor dem Ausatemventil eine Vorkammer angebracht. Die darin enthaltene Ausatemluft atmet der Atemschutzgeräteträger im ersten Augenblick seiner Einatmung statt der Umgebungsluft ein. Danach ist das Ausatemventil durch den dann ausreichend großen Unterdruck im Atemanschluss dicht.

Ausatemventilprüfung

Definition:

Die Prüfung des Ausatemventils ist ein Teil der Niederdruckdichteprüfung. Mit ihr wird die Dichtigkeit und die Funktion des Ausatemventils des Atemanschlusses, z. B. einer Vollmaske, geprüft.

Erläuterung:

Bei einer Ausatemventilprüfung wird auch das Ventil und die Ventilscheibe geprüft.

Die Prüfung erfolgt auf der Basis der Prüfanweisungen DGUV R112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“, Herstelleranweisung (Bedienungsanleitung) und Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehren“

Quelle: Dräger AG

Ausatemventilgehäuse

Definition

Gehäuse am Atemanschluss zur Aufnahme des Ausatemventils, einschließlich Vorkammer zu dessen Schutz. Das Ausatemventilgehäuse ist Teil eines Atemanschlusses.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung:

Das Ausatemventilgehäuse sitzt bei modernen Atemanschlüssen an der tiefsten Stelle des Atemanschlusses. So kann die Feuchtigkeit aus dem Atemanschluss beim Ausatmen mit abfließen.

Ausatemventil

Definition

Ein in einer Richtung öffnendes Ventil, das das Abströmen ausgeatmeter und überschüssiger Luft aus dem Atemanschluss ermöglicht.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Ausatemventile werden bei Atemanschlüssen mit Zweiwegatmung zur Steuerung der Atemluft eingesetzt. Durch das Ausatemventil wird die Ausatemluft in die Umgebungsluft geführt. Bei Vollmasken wird unterschieden zwischen Ausatemventile für Vollmaske Normaldruck oder Vollmaske Überdruck. Bei der Vollmaske Normaldruck besteht das Ausatemventil aus Gummi und kann sich schon ab 0,1 mbar öffnen; der Ausatemwiderstand darf höchstens 3 mbar betragen.

Bei der Vollmaske Überdruck ist das Ausatemventil aus einer Scheibe unflexiblem Kunststoff und ist federbelastet. Beim Ausatmen öffnet sich das Ausatemventil erst, wenn der Druck der Ausatemluft größer als der Federdruck (> 4.2 mbar) am Ausatemventil ist.