Schutzkleidung

Definition

Teil der Persönlichen Schutzausrüstung. Schutzkleidung ist eine persönliche Schutzausrüstung, die den Rumpf, die Arme und die Beine vor schädigenden Einwirkungen bei der Arbeit schützen soll.

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Erläuterung

Die verschiedenen Ausführungen der Schutzkleidung können gegen eine oder mehrere Einwirkungen schützen. Wird sie mit Atemschutz getragen, müssen beide kompatibel zu einander sein.

Schutzklasse

Definition

nach DIN EN 50020 bzw. EN 60079-0 Grad einer Funktionserfüllung, gemessen in Anlehnung an eine bestimmte Vorschrift.

Erläuterung

Beispiel für Schutzklasse: Festlegung der Schutzklassen im Bereich des Ex-Schutzes, z. B. in der EN 137 „Pressluftatmer“ EEx ia IIc T4

Brandfluchthaube

Definition

ist ein umluftabhängiges Atemschutzgerät zur Selbstrettung nach DIN EN 403 mit Schutzwirkung gegen giftige Brandgase, z. B gegen Kohlenmonoxid CO und Partikel. Es dient der Flucht, wird aber auch von Feuerwehren zum Evakuieren und Retten von Personen eingesetzt, z. B. aus oder durch Bereiche mit Brandrauch.
Brandfluchthauben sind von der Umgebungsluft abhängig wirkende Atemschutzgeräte mit

  • Atemanschluss, einer Haube, einer Haube in fester Verbindung mit Voll-, Halb- und
    Viertelmaske oder Mundstückgarnitur und
  • mit einem mit der Haube untrennbar verbundenem Kombinationsfilter, in der Regel ein Partikel- CO-Filter, seltener ein Partikel-, CO- ABEK-Filter.

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Erläuterung

Brandfluchthauben werden unterschieden in Mitführgeräte (Klasse M) und stationäre Geräte (Klasse S), die in einer gasdichten Verpackung untergebracht sind. Brandfluchthauben sind nach DIN EN 403 für eine Nenngebrauchszeit von maximal 15 Minuten zugelassen. Dabei ist zu beachten, dass die Gebrauchszeit durch unterschiedlich hohen Sauerstoffbedarf des Atemschutzgeräteträgers in Abhängigkeit von seiner Konstitution und der tatsächlichen Belastung variieren kann. Herstellerangaben, z. B. zu Einsatz-, Lager- und Pflegebedingungen, sind zu beachten.

Seit kurzem sind auch umluftunabhängige Brandfluchthauben mit Atemluft aus einer 2-Liter Druckgasflasche erhältlich.

Schutzbrille

Definition

Teil der Persönlichen Schutzausrüstung zum Schutz der Augen gegen Gefahren, zum Beispiel durch Metallfunken beim Einsatz der Trennschleifmaschine oder beim Glasmanagement während der Rettung aus verunfallten Fahrzeugen.

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Erläuterung

Schutzbrillen können kombiniert mit dem Gesichtsschutz verwendet werden. Das Tragen einer Vollmaske ersetzt die Schutzbrille.Beim Einsatz des Brennschneidgerätes bzw. Plasmaschneidgerätes sind speziell hierfür vorgesehene, zum Zubehör des Gerätes gehörende Schutzbrillen zu tragen. Diese schützen die Augen vor Fremdkörpern und vor UV-Strahlung.

Schraubverbindung

Definition

eine Verbindung von Teilen, die durch Schrauben hergestellt wird; Beispiel: nach DIN EN 148-3: Atemschutzgeräte; Gewinde für Atemanschlüsse, Gewindeanschluss M 45 x 3.

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Schlüsselschalter

Definition

Abnehmbare Bauteile an Bewegungsmeldern.

Erläuterung

Mit Schlüsselschaltern lassen sich die Bewegungsmelder ein- und ausschalten. Wenn der Bewegungsmelder nicht über eine Rückstellmöglichkeit für einen z. B. versehentlich ausgelösten Hauptalarm ohne Schlüssel verfügt, sollte der Angriffstrupp einen Ersatzschlüssel mitführen, um ggf. das Alarmsignal abschalten zu können.

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Schleuse

Definition

ermöglicht es, die Übenden in Atemschutzübungsanlagen so ein- und auszuschleusen, dass luftfremde Stoffe nicht in andere Gebäudeteile eindringen können.

Erläuterung

Die Schleuse ist ein Vorraum zur Orientierungsstrecke. Die Übenden betreten die Schleuse zu Beginn der Atemschutzübung (Atemschutzausbildung). Die Tür zur Orientierungsstrecke soll erst geöffnet werden, wenn die Eingangstür geschlossen ist. So wird das Eindringen von Übungsnebel sowie Schall- und Lichteffekten in die übrigen Räume unterbunden.

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Schleimhaut

Definition

Schicht, die innere Organe wie die oberen Atmungsorgane und die unteren Atmungsorgane ausgekleidet.

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Erläuterung

Schleimhäute werden durch Drüsensekrete feucht gehalten und erfüllen verschiedene Aufgaben, z. B. feuchten sie die Atemluft in den oberen Atemwegen an.

Einatemluft darf nicht zu trocken sein, sonst würde sie die Schleimhäute austrocknen. Für Druckluft in Atemschutzgeräten schreibt die DIN EN 12021 „Atemschutzgeräte – Druckluft für Atemschutzgeräte“ die Luftfeuchtigkeit vor.

Schlauchtrupp

Definition

feuerwehrtaktische Einheit zum Verlegen der Schlauchleitungen des Angriffstrupps.

Erläuterung

Der Schlauchtrupp wird neben dem Wassertrupp zum dritten Angriffstrupp. Er kann nicht selbstständig, sondern nur im Rahmen einer Gruppe eingesetzt werden. Der Schlauchtrupp besteht mindestens aus Truppführer und Truppmann. Im Löschfahrzeug sitzt er mit dem Gesicht in Fahrtrichtung auf den Mittelplätzen der Rückbank.

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Schlauchgerät – Zeitunabhängigkeit

Definition

Schlauchgeräte lassen sich zeitunabhängig tragen, da ihr Atemluftvorrat praktisch unbegrenzt ist.

Erläuterung

Ausnahme: Schlauchgeräte mit Atemluftversorgung aus Druckluftflaschen. Diese Schlauchgeräte lassen sich nur bei rechtzeitigem Flaschenwechsel länger tragen.

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Schlauchgerät – Warneinrichtung

Definition

Warneinrichtung an Schlauchgeräten signalisieren deren Betriebszustände und sichern die Atemschutzgeräteträger ab.

Erläuterung

Zu den Warneinrichtungen von Druckluftschlauchgeräten zählen:
  • Druckablassventil zur Reduzierung des Mitteldrucks aus dem Druckluftverbindungsschlauch
  • die „Akustische Warneinrichtung“ zur Signalisierung der Abatmung der Druckluftflaschen auf die unteren Einsatzgrenze, ertönt mit 90 dBA bei einem Flaschendrucks von etwa 55 bar, zeigt damit unmissverständlich das zu Ende gehen des Atemluftvorrats an
  • die „Warnpfeife – Mitteldruck“ bei Verwendung einer unabhängigen Druckluftquelle wie eine Ringleitung zur Luftversorgung, ertönt mit 90 dBA bei einem Drucks innerhalb der Kaskadenschaltung oder in der Ringleitung von etwa 4,5 bar.

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Schlauchgerät – Leichtschlauchgerät (LDM)

Definition

Ein Druckluft- Schlauchgerät, das sich sich für leichte industrielle Anwendungen als umluftunabhängiger, ortsabhängiger, zuverlässiger und komfortabler Atemschutz empfiehlt.

Erläuterung

Beim Leichtschlauchgerät verwendet man heute leichtere, flexiblere Druckluft- Zuführungsschläuche, z. B. Spiralschläuche.

Leichtschlauchgeräte werden entsprechend der durch den jeweiligen Atemanschluss bedingten Gesamtleckage in 3 Klassen unterteilt. Die geringste Leckage bieten Überdruckgeräte.

Leichtschlauchgeräte werden vorwiegend an stationären Arbeitsplätzen bei geringer mechanischer Beanspruchung, z. B. in Gärkellern von Brauerein, eingesetzt.

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Atemschutzgerät (ASG)

Definition

Sammelbegriff für eine persönliche Schutzausrüstung, die den Atemschutzgeräteträger vor dem Einatmen von schädigenden Stoffen, z. B. Atemgiften, schützen. Umluftunabhängige Atemschutzgeräte schützen darüber hinaus noch vor Sauerstoffmangel.

Erläuterungen

Man unterscheidet nach DIN EN 133
  • Filtergeräte (abhängig von der Umgebungsatmosphäre wirkende
    Atemschutzgeräte bzw. Atemanschluss und Filter) und
  • Isoliergeräte (unabhängig von der Atmosphäre wirkende
    Atemschutzgeräte bzw. Atemanschluss und Atemgas).

Atemschutzgeräte werden nach einem Prüfkalender gewartet, gepflegt, instand gehalten und geprüft.

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Schlauchgerät – Einsatzbereich

Definition

zum umluftunabhängigen, aber ortsgebundenen Atmen in Bereichen mit Sauerstoffmangel und/oder schadstoffhaltiger Atmosphäre.

Erläuterung

Schlauchgeräte werden eingesetzt z. B. bei Arbeitseinsätzen in Schächten, Bunkern, Silos, Behältern, engen Räumen, Rohren, Tanks, Schiffsladeräumen und Lackierereien.

Schlauchgeräte eignen sich nicht für Einsätze zur Brandbekämpfung und dort wo ihre Schläuche durch Trümmer, Chemikalien o.ä. zerstört werden können.

Der Einsatzbereich wird durch die Schlauchlängen der Schlauchgeräte beschränkt.

Wenn der Rückzug gefährdet ist, dürfen Schlauchgeräte nicht eingesetzt werden.

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Schlauchgerät -Atemluftversorgung

Definition

bei Frischluft- Schlauchgeräten (Schlauchgeräte) erfolgt die Atemluftversorgung direkt aus einer schadstofffreien Atmosphäre mit ausreichend Sauerstoff (21 %) durch Atemschläuche. Der Atemschutzgeräteträger saugt seine Einatemluft mit seiner Lungenkraft an.
Bei Druckluft-Schlauchgeräten erfolgt die Atemluftversorgung aus Druckluftflaschen, Atemluftnetzen oder Luftverdichtern. Der Atemschutzgeräteträger erhält seine Einatemluft mit geringer Atemarbeit zugeführt. Das Atmen unter Druckschlauchgeräten ähnelt dem unter Pressluftatmern.

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Schalldruckpegel

Definition

Eine im Atemschutz verwendete Prüfgröße bei der Prüfung von Warneinrichtungen an Atemschutzgeräten.

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Erläuterung

Der Schalldruckpegel gibt Auskunft über die Hörbarkeit des akustischen Warnsignals der Warneinrichtung. Er ist der Quotient zweier Schalldrücke p und p0 in logarithmischer Darstellung.

Lp = 20 . lg p/p0

Lp – Schalldruckpegel

p – Schalldruck (gemessen oder berechnet)

p0 – Beuzugsschalldruck (Hörschwellendruck) = 2 10 -5 Pa (in Luft)

Sauerstoffträger

Definition

Stoffe, die Sauerstoff enthalten.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Beispiele mit Reaktionsgleichung für die Sauerstoffabspaltung:

Kaliumpermanganat: 2 KMnO4 —> K2O + 2 MnO2 + 1,5 O2

Kaliumperchlorat: KClO4 —> KCl + 2 O2

Natriumchlorat: 2 NaClO3 —> 2 NaCl + 3 O2

Kaliumhyperoxid:

1.: KO2 + H2O ——> 2 KOH + 1,5 O2 + exotherme Energie (Wärme)

2.: 2 KOH + CO2 ——> K2CO3 + H2O + exotherme Energie (Wärme)

3.: 2 KO2 + CO2 ——> K2CO3 + 1,5 O2 + exotherme Energie (Wärme)