Verunreinigung

Definition

Bezeichnet allgemein den Reinheitsgrad eines Stoffes oder Stoffgemisches vorgegebener Sollzusammensetzung.

Erläuterung

So werden Verunreinigung z. B. für Atemluft in der DIN EN 12021 Druckluft für Atemschutzgeräte festgelegt und als Mindestqualitätszusammensetzung aufgeführt.

Verunreinigungen können zu schwerwiegenden Folgen führen. So kann z. B. die unzulässige Höhe von Kohlendioxid CO2 in der Einatemluft eine gesundheitliche Schädigung des Atemschutzgeräteträgers eines Pressluftatmers bewirken. Verunreinigungen besitzen daher große Bedeutung und bedürfen grundsätzlich der Einhaltung von Mindestqualitätsanforderungen.

Bildquelle: Dräger AG

Versuchsperson

Definition

Person, die aufgrund ihrer medizinischen Beurteilung befähigt ist, Geräte zur praktischen Erprobung zu tragen.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Die Befähigung wird für Atemschutzgeräteträger, z. B. durch die Erfüllung der Arbeitsmedizinischen Grundsätze „G26“, erteilt (DGUV R112-190)

versicherte Tätigkeit

Definition

des Atemschutzgeräteträgers sind alle die Tätigkeiten, die zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung seiner Tätigkeit erforderlich sind.

Erläuterung

Unfallversichert sind Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr bei folgenden Tätigkeiten:

  • Unglücksfall
  • Hilfeleistung
  • Fahrt zur und von der Einsatzstelle
  • Aus- und Fortbildungsveranstaltungen
  • Präventivmaßnahmen
  • Wegeunfall
  • Bildquelle: Dräger AG

Druckluftflasche – Flaschenverschluss

Definition

Verschlussstopfen für Flaschenventile zum Schutz des Gewindes und des Flaschenventils beim Transport der Flaschen.

Erläuterung

Beim unbeabsichtigten Öffnen der Flasche verhindert der Flaschenverschluss ein unkontrolliertes Abströmen des Flascheninhaltes. Flaschenverschlüsse unterscheiden sich in solche für Ventile von Druckluftflaschen mit 200 bar Nenndruck und solche für Ventile von Druckluftflaschen mit 300 bar Nenndruck.

Verlegung der Atemwege

Definition

Bedrohliche Unterbindung der Atemluftversorgung durch Versperren der Atemwege. Bei starker Auswirkung und längerer Dauer besteht Erstickungsgefahr.

Bildquelle: giga.de

Erläuterung

Die Verlegung der Atemwege wird durch Würgereiz, Hustenreiz, Starkhusten und Atemnot gekennzeichnet. Bei stärkerer Auswirkung und längerer Dauer Maßnahmen entsprechend Rettungskette einleiten. Erstmaßnahmen sind:

  • bei Kindern Kopf tief lagern, mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter klopfen;
  • bei Erwachsenen durch kräftiges Klopfen zwischen die Schulterblätter das Aushusten des Fremdkörpers unterstützen, ggf. manuelles Entfernen des Fremdkörpers.

Bei Kindern und Erwachsenen lässt sich auch der „Heimlich-Handgriff“ anwenden. (siehe Foto)

Die Betroffenen sind unter Kontrolle zu halten, da die Verlegung der Atemwege zu Atemstörungen oder gar Atemausfälle und damit zum lebensbedrohlichen Herzstillstand führen könnn.

Verhältnismäßigkeit (Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)

Definition

mögliche Abweichung von den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften im Einsatz zur Rettung von Menschenleben, ohne auf die Absicherung der Personen, z. B. Atemschutzgeräteträger, zu verzichten.

Erläuterung

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gilt als erfüllt, wenn ein Mindestmaß an Sicherheit die Gesundheit und die Aufgabenerfüllung sichern. Dazu zählen z.B. , dass die Atemschutzüberwachung gesichert ist und das Tragen der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung gesichert und überwacht wird.

Bildquelle: Dräger AG

Vergiftung

Definition

Schädigung des Organismus durch chemische Substanzen oder sonstige Gifte, z. B. Atemgifte.

Erläuterung

Für Vergiftungsverdachtsfälle geben täglich 24 Stunden ärztlich besetzte Giftnotrufzentralen telefonisch Hilfe an medizinische Laien und medizinisches Fachpersonal.

Verfallsdatum

Definition

Zeitpunkt, zu dem ein Produkt nicht mehr verwendungsfähig ist.

Erläuterung

Die Lebensdauer, also der Zeitraum zwischen Herstell- und Verfallsdatum (Herstelldatum), wird durch das Verfallsdatum angegeben.

Bildquelle: Dräger AG

Verbindungsstück mit Regelventil

Definition

Teil eines Druckluft-Schlauchgerätes

Erläuterung

Das Verbindungsstück mit Regelventil wird am Leibgurt oder an der Tragevorrichtung befestigt und stellt dort die Verbindung zwischen Druckluft-Zuführungsschlauch und Atemschlauch her. Mit dem Regelventil kann der Atemschutzgeräteträger die Menge der Atemluft steuern. Es muss mindestens 120 Liter/ min durchlassen.

Es dient gleichzeitig als Zugentlastung.

Bildquelle: Dräger AG

Wiederverwendbare Chemikalienschutzanzüge (CSA)

Definition

Chemikalienschutzanzüge (CSA) für mehrmaliges Tragen

Erläuterung

Wiederverwendbare Chemikalienschutzanzüge erfüllen nach Norm DIN EN 943 „Schutzkleidung gegen flüssige und gasförmige Chemikalien, einschließlich Flüssigkeitsaerosole und feste Partikel“ höhere Anforderungen, z. B. an die mechanische Stabilität, als Anzüge zum begrenzten Einsatz (limited use) nach Richtlinie vfdb 0801 „Auswahl von Chemikalienschutzanzügen für Einsatzaufgaben bei den Feuerwehren“.

Bildquelle: Dräger AG

Wiederbenutzung

Definition

Ist der wiederholte Gebrauch eines Atemschutzgerätes (ASG) über eine Arbeitsschicht hinaus, einschließlich der Zwischenlagerungen, des Mitführens u.ä.

Bildquelle: Dräger AG

Widerstand gegen Permeation

Definition

Chemikalienschutzanzug – Prüfkriterien nach Chemikalienschutzkleidungsnorm EN 943-1.

Bildquelle: AKNZ, Dupont

Erläuterung

Die Prüfung des Widerstandes eines Chemikalienschutzanzuges (CSA) gegen die Permeation von Chemikalien erfolgt mit definierten Chemikalien, z. B. mit Toluol und Chlor. Neben dem Material des CSA werden auch die damit verbundenen Teile wie Sichtscheibe, Handschuhe, Stiefel den Prüfungen unterzogen.

Für das Material gilt: Einteilung in Klassen, Klasse 6 am widerstandsfähigsten.

Klasse 1>10 Minuten
Klasse 2>30 Minuten
Klasse 3>60 Minuten
Klasse 4>120 Minuten
Klasse 5>240 Minuten
Klasse 6>480 Minuten

Weiterreißfestigkeit

Definition

Prüfkriterium für die Zulassung eines Chemikalienschutzanzuges nach Chemikalienschutzkleidungsnorm EN 943-1.

Erläuterung

Die Weiterreißfestigkeit wird als Prüfstandard der Norm ISO 9073-4, Einteilung in Klassen, genormt. Stoffe von CSA mit der Klasse 6 besitzen die höchste Weiterreißfestigkeit.

Bildquelle: AKNZ, Dupont

Weiterentwicklung am „Stand der Technik“

Definition

Wenn sich der anerkannte Stand der Technik z. B. von Persönlicher Schutzausrüstung soweit verbessert, das deren EG-Baumusterprüfbescheinigung zurückgezogen wird.

Erläuterung

Derartig weiterentwickelte PSA darf nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Sie muss einer neuen EG-Baumusterprüfung unterzogen werden. Die bereits in den Verkehr gebrachten persönlichen Schutzausrüstungen dieses Typs unterliegen aber dem Bestandsschutz und bleiben hiervon unbetroffen.

Werkfeuerwehr (WF)

Definition

Von der zuständigen Aufsichtsbehörde anerkannte Feuerwehr eines Unternehmens, die für den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung, erforderlichenfalls auch für die ABC-Abwehr, eingerichtet und unterhalten wird.

Bildquelle: Chempark

Erläuterung

Werkfeuerwehren sind meist wie Berufsfeuerwehren ausgerüstet, aus- und fortgebildet.

Wegeunfall

Definition

sind Unfälle zwischen Wohnung und Dienst- bzw. Arbeitsplatz

Erläuterung

Wegeunfälle werden wie Arbeitsunfälle entschädigt. Der Versicherungsschutz

gilt auch für Umwege, die zur Erfüllung dienstlicher oder arbeitsrechtlich begründeter Tätigkeiten erforderlich sind. Abweichungen vom direkten Weg aus privaten Gründen führen dagegen zu einer Unterbrechung des Versicherungsschutzes. Auch die Wege vom oder zum Dienst in einem Gerätehaus einer Freiwilligen Feuerwehr einschließlich der Alarmfahrt dorthin sind versichert.

Bildquelle: Dräger AG

Waschmaschine

Definition

dient in Atemschutzwerkstätten zum Waschen, Desinfizieren (Desinfektion) und Imprägnieren von Feuerwehrschutzkleidung für den Brandeinsatz nach DIN EN 469 oder nach Herstellungs- und Prüfhinweise für universelle Feuerschutzbekleidung (HuPf) sowie zum Waschen und Desinfizieren von Atemanschlüssen und anderer Persönlicher Schutzausrüstung, z. B. Kontaminationsschutzanzug.

Bildquelle: Dräger AG

Erläuterung

Es werden so genannte niedertourige Industriewaschmaschinen zum Einsatz gebracht, die im Boden verankert werden. Durch diese niedertourigen Maschinen werden hohe Fliehkräfte vermieden, die sonst zu Beschädigung von Applikationen, Reflektoren und Schnallen führen.

Diese Industriewaschmaschinen werden mittels Software gesteuert, so dass mit optional erhältlichen Dosiereinrichtungen immer die richtige Menge Wasch- und Reinigungsmittel bzw. Imprägnierlösung zugegeben werden. Der bedienende Gerätewart der Atemschutzwerkstatt startet die Maschine einfach mittels Auswahl des Waschprogramms.

Wäschetrockner

Definition

dient in Atemschutzwerkstätten zum Trocknen und Imprägnieren der Feuerwehrschutzkleidung, von Vollmasken und ggf. zum Trocknen bestimmter Schutzausrüstungen für den Körperschutz, z. B. von Kontaminationsschutzanzügen.

Erläuterung

Wäschetrockner in der Ausführung als Industrietrockner können auch für die Trocknung von Vollmasken verwendet werden. Dafür existiert ein Zusatz für die Maskentrocknung, der in den Trockner eingesteckt wird.

Die Trocknung von gereinigter und imprägnierter Feuerwehrschutzkleidung lässt sich nur in ausreichend leistungsfähigen Trocknern durchführen.

Bildquelle: Dräger AG

Wartungsintervall

Definition

Fristen, nach denen alle Atemschutzgeräte zu prüfen und instand zu setzen (Wartung) sind.

Erläuterung

Wartungsintervalle sind in den Prüfkalendern von Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehren“ und BGR/GUV-R 190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ enthalten und vorgegeben. Die Wartungsintervalle sind vom Atemschutzgerätewart einzuhalten.

Bildquelle: Dräger AG

Wartung

Definition

alle Maßnahmen zur Erhaltung des Sollzustandes, hier der Atemschutzgeräte.

Erläuterung

Zur Wartung im Atemschutz zählen Prüfung und Instandhaltung. Mit Hilfe der Wartung ist abzusichern, dass die Atemschutzgeräte einwandfrei funktionieren und gute hygienische Bedingungen gewährleisten. Die Wartung der Atemschutzgeräte darf nur dafür ausgebildetes Personal, z. B. Atemschutzgerätewarte, durchführen. Sie erfolgt entsprechend der Hinweise des Herstellers des jeweiligen Atemschutzgerätes, nach Richtlinie vfdb 0804 Wartung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehren oder BGR/GUV-R 190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“. Die während der Wartung durchgeführten Maßnahmen sind exakt und in geeigneter Weise, z. B. in Lager- und Prüfnachweisen, zu dokumentieren.

Bildquelle: Dräger AG

Wassertrupp

Definition

Einheit innerhalb einer Gruppe oder einer Staffel, die mindestens aus den zwei Einsatzkräften Angriffstruppführer und Angriffstruppmann besteht. Bei Einsätzen zur Brandbekämpfung sichert er die Löschwasserversorgung. Im Atemschutzeinsatz ist er Sicherheitstrupp. Deshalb müssen die Truppmitglieder Atemschutzgeräteträger sein.

Erläuterung

Der Wassertrupp sichert die Wasserversorgung für die Brandbekämpfung der Feuerwehr vom Fahrzeug zum Verteiler und von der Löschwasserentnahmestelle zum Fahrzeug. Er ist Sicherheitstrupp und damit auch zweiter Angriffstrupp.

Weitere Aufgaben für den Wassertrupp können auf Befehl durchzuführen sein, z. B. tragbare Leitern in Stellung bringen oder Verteiler an die B-Leitung ankuppeln.

Die Ausrüstung des Wassertrupps ist vorgeschrieben, kann aber vom Einheitsführer je nach Lage ergänzt werden, z. B. durch ein Gerät zur Atemschutznotfallrettung und Brand-Fluchthauben.

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Warnsignalprüfung

Definition

Bestandteil der Pressluftatmerprüfung, bei der die Funktionsfähigkeit der Warneinrichtung durch einen Atemschutzgerätewart geprüft wird.

Erläuterung

Das Warnsignal muss bei einem Restdruck von 55 ± 5 bar ansprechen. Die Prüfung dieses Ansprechdrucks erfolgt durch Reduzierung des Hochdrucks auf den Ansprechwert des Warnsignals, z. B. beim Pressluftatmer durch Druckentlastung am Lungenautomat. Dabei muss akustisch ein Warnsignal als Pfeifton wahrnehmbar sein.

Bildquelle: Dräger AG

Warnsignal

Definition

Signalton der akustische Warneinrichtung, der bei Atemschutzgeräten vor dem plötzlichen Ende des Luftvorrates warnt.

Erläuterung

Das Warnsignal entsteht, wenn beim Abatmen des Atemluftvorrates auf eine vorbestimmte Restmenge an Atemluft bzw. Sauerstoff absinkt.

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