CSA-Scheiben, Sichtscheiben von Vollmasken und Gläser von Maskenbrillen beschlagen z. B. durch sich absetzende Luftfeuchte der Ausatemluft als Folge von Temperaturunterschieden oder Übersättigung mit Feuchte der Luft im CSA bzw. in der Vollmaske.
Karzinogene (Zusatzinformation)
Chemische Substanzen teilt man nach § 1.4.2.1 GefStoffV Anhang 1 in 3 Kategorien ein:
Kategorie 1: Stoffe der Kategorie 1 wirken beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend
Kategorie 2: Stoffe der Kategorie 2 sollten für den Menschen als krebserzeugend angesehen werden.
Kategorie 3: Stoffe der Kategorie 3 geben wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis.
Kampfstoffe (Zusatzinformation)
Biologische Lagen unterscheiden sich von anderen Großschadenslagen und konventionellen, terroristischen Anschlägen mit A- und C-Waffen vor allem durch die Latenzzeit zwischen Ausbringung des Erregers und der Erkrankung oder durch die Potenzierung der Schadenslage durch Weiterverbreitung des Erregers durch Umwelteinflüsse oder/und den Menschen.
A-Waffen bewirken zusätzlich zur atomaren Verstrahlung Zerstörung durch Hitze und Druckwelle. Chemische Waffen können bei z. B. ätzenden Eigenschaften auch unbelebte Materie zerstören.
Atemschutzeinsatz

Definition
Gesamtheit aller Tätigkeiten und Maßnahmen von Einsatzkräften zur Abwendung einer Gefahr, zur Hilfeleistung oder Erfüllung von Arbeitsaufgaben. Im Einsatz werden die Atemschutzgeräte mitgeführt, bereit gehalten und durch Atemschutzgeräteträger getragen.
Erläuterungen
Im Einsatz der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes und des Grubenrettungswesens kann Atemschutz vor allem bei den Einsätzen zur Brandbekämpfung, für die Feuerwehr aber auch zur Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren benötigt werden. Bei der Erfüllung von Arbeitsaufgaben, z.B. im industriellen Atemschutz, betrifft der Einsatz die werktägliche Aufgabenerfüllung unter Atemschutz.
Bildquelle: Dräger AG
Lungenautomatprüfung (Zusatzinformation)
Entsprechend der Herstellervorschriften und der Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehren“ ist die Membran des Lungenautomaten, der Lungenautomat selbst und der Lungenautomatenschlauch folgendermaßen zu prüfen:
Sicht- Dicht- und Funktionsprüfung der Membran
Sichtprüfung:
Die Lungenautomatenmembran ist nach jedem Einsatz in aggressiven Medien und mindestens halbjährlich einer Sichtprüfung zu unterziehen. Die hierzu erforderliche Demontage und anschließende Montage ist entsprechend den Angaben in der Gebrauchsanleitung des Geräteherstellers durchzuführen. Fehlerhafte oder beschädigte Membranen sind sofort auszutauschen.
Funktionsprüfung:
Nach jedem Gebrauch sowie nach jeder Sichtprüfung und jedem Austausch der Lungenautomatenmembrane sind nachstehend Prüfungen mit geeigneten Prüfgeräten erforderlich.
Dichtheit im Überdruck:
Den drucklosen Lungenautomaten an das Prüfgerät anschließen und ein Überdruck von 7,5 mbar erzeugen. Die Druckänderung innerhalb 1 Minute muss < 1 mbar sein.
Prüfung von Dichtheit und Ansprechdruck des Lungenautomaten von Geräten in Normaldruckausführung
- Flaschenventil(e) öffnen
- Lungenautomat an Prüfgerät anschließen.
Die Druckänderung darf innerhalb 1 Minute den Grenzwert von 8 mbar nicht übersteigen
- Unterdruck mit Prüfgerät erzeugen.
- Der Ansprechdruck des Lungenautomaten darf –3,5 mbar nicht überschreiten.
Prüfung des statischen Druckes von Geräten in Überdruckausführung
- Lungenautomat an zugehöriges Pressluftatmer-Grundgerät anschließen und Flaschenventil(e) öffnen
- Lungenautomat an Prüfgerät anschließen.
- Überdruckfunktion am Lungenautomaten einschalten.
- Über eine Entlüftungsvorrichtung der Prüfeinrichtung max. 5 l/min abströmen lassen.
- Entlüftungsvorrichtung schließen.
- Der sich einstellende Druck darf 3,9 mbar nicht überschreiten.
- Flaschenventil(e) schließen.
- Lungenautomat von Prüfgerät trennen und Gerät entlüften.
Lungenautomaten einschließlich Lungenautomatenschlauch
Lungenautomaten einschließlich Lungenautomatenschlauch sind alle 6 Jahre einer
Grundüberholung durch den Gerätehersteller oder durch vom Hersteller autorisierte Person zu unterziehen.
Hinweise:
Lungenautomaten, die diese Anforderungen nicht vollständig erfüllen, dürfen nicht eingesetzt werden.
Bei Lungenautomaten, die ein Ausatemventil beinhalten, ist die Gebrauchsanleitung des Herstellers zu beachten.
Die Hersteller können strengere Parameter der Prüfungen vorschreiben.
Lungenautomat (Zusatzinformation)
Der Atemschutzgeräteträger (ASGT) befestigt den Lungenautomat am Atemanschluss. Durch den Lungenautomat erhält der ASGT bei Bedarf Atemluft bzw. Sauerstoff in bedarfsgerechter Menge aus dem Luft- bzw. Sauerstoffvorrat zugeführt.
| Art des Gerätes | Anschluss |
| Behältergerät mit Druckluft | Einheitsanschluss Rundgewinde Rd 40 x 1/7 Zoll (EN 148-1) |
| Behältergerät mit Druckluft – Überdruck | Einheitsanschluss Spitzgewinde M 45 x 3 (EN 148-3) oder Steckanschluss (Einheits- steckanschluss, herstellerspezifischer Steckanschluss) |
Lunge (Zusatzinformation)
Die Lunge wird durch den knöchernen Brustkorb begrenzt. Das Zwerchfell begrenzt die Lunge nach unten.
An der Innenwand des Brustkorbs liegt das Rippenfell, während das Lungenfell die Lungenflügel umschließt. Zwischen diesen beiden befindet sich ein feiner, mit Flüssigkeit gefüllter Spalt. In diesem so genannten Pleuraspalt herrscht ein Unterdruck, der die Lunge mit ihrem Lungenfell am Brustkorb und am Zwerchfell anliegen lässt.
Die Bronchien führen die Atemluft von der jeweiligen Stammbronchie zu den Bronchiolen. Sie haben einen vergleichbaren Bau wie die Luftröhre und deren Verzweigungen. Flimmerhärchen reinigen und Schleimhäute befeuchten die Atemluft.
Die Bronchiolen führen die Atemluft von der jeweiligen Bronchie zu den Lungenbläschen.
Die Lunge wird als inaktives Organ zum Atmen bewegt. Die äußeren Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell heben den Brustkorb an und erweitern ihn. Dadurch dehnt sich die Lunge. Atemluft wird zum Einatmen angesaugt. Die Ausatmung erfolgt umgekehrt und wird ggf. durch Atemhilfsmuskulatur unterstützt.
Atemminutenvolumen (AMV)
Definition
Produkt aus Atemfrequenz und Atemzugvolumen (Atemvolumen) pro Minute. Angegeben wird der Wert in (l/min).
Erläuterungen
Beispiele für Atemschutzgeräteträger unter Pressluftatmer:
| Leistung des Atemschutzgeräteträgers | AMV in l/min |
| in Ruhe | 8 |
| bis 50 Watt (leichte Leistung) | 30 |
| bis 100 Watt (mittlere Leistung) | 40 |
| bis 150 Watt (schwere Leistung) | ab 50 |
Luftfeuchtigkeit (Zusatzinformation)
Die Luftfeuchte wird durch folgende Kenngrößen beschrieben:
- absolute Luftfeuchtigkeit f ; darunter versteht man die in einem m3 Luft tatsächlich enthaltene Wasserdampfmenge; Einheit: g/m3
- maximale Luftfeuchtigkeit (Sättigungsmenge) fmax; darunter versteht man die bei einer bestimmten Temperatur in einem m3 Luft maximal mögliche Wasserdampfmenge (Sättigungsmenge); Einheit: g/m3
- relative Luftfeuchte j (phi)
Sättigungsgrad der Luft mit Wasserdampf. Sie wird mit % angegebene und errechnet sich aus folgendem Verhältnis:
j = (f/fmax)*100
f – absolute Luftfeuchtigkeit
fmax – maximale Luftfeuchtigkeit (Sättigungsmenge)
Flüssiges Wasser, zum Beispiel Regentropfen und Nebelaerosole oder Eis, z. B. Schneekristalle, werden der Luftfeuchte nicht zugerechnet.
Nach DIN EN 12021 Druckluft für Atemschutzgeräte darf der maximale Wassergehalt der in Druckluftflaschen maximal betragen:
- bei 200 bar Nenndruck: 50 mg/m3
- bei 300 bar Nenndruck: 35 mg/m3
Die absolute Luftfeuchtigkeit der vom Kompressor gelieferten Luft zum Füllen von 200- bar- oder 300-bar-Druckluftflaschen sollte 25 mg/m3 nicht überschreiten.
Die Luftfeuchte wird mit Prüfröhrchenmessgeräten gemessen.
Linke-Hand-Suche (Zusatzinformation)
Als Hilfsmittel zum schnellen Finden des Raumein- bzw. Ausganges bietet sich an, an der Eingangstür zu dem Raum z.B. eine Hand- oder Blitzlampe abzustellen, um sicher wieder zu diesem Ausgangspunkt zurück zu kommen und nicht versehentlich eine falsche Tür zu benutzen und dadurch Teile des Raumes in der Suche auszulassen.
Gegensatz: Rechte-Hand-Suche.
Leiter Feuerwehr (Zusatzinformation)
Der Träger der Feuerwehr, z. B. Bürgermeister oder Unternehmer, ist für die Sicherheit bei der Verwendung von Atemschutzgeräten verantwortlich. Bei der ordnungsgemäßen Durchführung des Atemschutzes, der Aus- und Fortbildung einschließlich der regelmäßigen Einsatzübungen und der Überwachung der Fristen wird der Unternehmer vom Leiter der Feuerwehr unterstützt.
Der Leiter der Feuerwehr kann die ihm obliegenden Pflichten zur Ausführung delegieren, zum Beispiel an Beauftragte innerhalb der Feuerwehr oder an eine sonstige geeignete Stelle. Dazu zählen vor allem die für die Aus- und Fortbildung sowie für Wartung und Prüfung von Atemschutzgeräten,
Seine Verantwortung kann er nicht weitergeben.
Leckrate (Zusatzinformation)
Setzt man als M den ETW-Wert ein, lässt sich die gesundheitlich zulässige höchste Konzentration in einem Atemanschlusses für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ermitteln.
Die Leckrate dient der Auswahl erforderlicher Atemanschlüsse für gefährdete Arbeitsplätze, z. B. in Bereichen mit Ultragiften. Die Hersteller von Atemanschlüssen geben bei Nachfrage die Leckrate ihrer Produkte an. Durch den Vergleich zwischen erforderlicher Leckrate und Herstellerangabe lässt sich der jeweils erforderliche Atemanschluss ermitteln.
Leckage (Zusatzinformation)
Die Prüfung auf Leckage ist ein wichtiges Element der Prüfung von Atemschutzgeräten (ASG) und erfolgt meist über den Druckabfall. Dabei wird im ASG je nach Prüfvorschrift des Herstellers ein Überdruck oder Unterdruck angelegt, der sich innerhalb einer festgelegten Zeit nur um einen bestimmten Wert ändern darf. Geräte mit zu hohen Leckagewerten dürfen nicht zum Einsatz gebracht werden. Die Werte dazu werden von den Herstellern der ASG, der DGUV R112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ und der Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten der Feuerwehren“ vorgegeben.
Chemikalienschutzhandschuhe

Definition
Handschuhe zum Schutz vor aggressiven Chemikalien und gesundheitsschädlichen
Lösemitteln. Sie müssen Chemikalienschutz-Anforderungen z.B. gegen Säuren, Laugen und Lösemittel bestehen bzw. werden als Teil eines Chemikalienschutzanzuges (CSA) mit zugelassen (Zertifizierung).
Erläuterung
Gegebenenfalls kann es zur Erhöhung der mechanischen oder thermischen Schutzwirkung erforderlich sein, über den Chemikalienschutzhandschuhen Überhandschuhe zu tragen. Für einen erhöhten Kälte- oder Wärmeschutz und aus Komfortgründen werden häufig Baumwollunterhandschuhe unter den Chemikalienschutzhandschuhen getragen. Chemikalienschutzhandschuhe müssen je nach Schutzanzugtyp gasdicht mit dem Schutzanzug verbunden werde, z.B. mittels Dichtringe oder Schellen. Sie müssen dennoch auswechselbar bleiben. Sie können zum Beispiel aus Naturlatex, Nitril-, und Fluorkautschuk hergestellt sein.
Lagerung (Zusatzinformation)
Von der ordnungsgemäßen Lagerung hängen entscheidend die Einsatzbereitschaft und Lebensdauer der Atemschutzausrüstung ab. Deshalb müssen bestimmte Lagerbedingungen eingehalten werden.
Dazu zählen:
- Atemschutzgeräte dürfen im Lager nicht mit Chemikalien, Lösungsmitteln oder andere Kohlenwasserstoffe in Berührung kommen. Kontakt mit Ozon, z. B. von Kopiergeräten ist auszuschließen. Diese Stoffe schädigen die Gummiteile der Atemschutzgeräte
- die Raumtemperatur sollte im Bereich + 15 °C bis maximal + 25 C liegen,
- die mittlere Luftfeuchtigkeit sollte 65 % nicht übersteigen. Sonst wären
- Schimmel- und Rostbildung bei zu feuchter Raumluft bzw. Versprödung bei zu trockener Raumluft die Folgen.
- direkter Sonnenbestrahlung und jeglicher Einfluss von ultravioletten Strahlen ist zu vermeiden, z. B. mit dem Tönen von Fenster und Lagern in Schränken. Eine Nichtbeachtung kann das Herauslösen von Weichmachern aus den Gummimischungen nach sich ziehen.
- getrennte Lagerung von einsatzbereiter und nicht einsatzbereiter Atemschutzausrüstung und die Kennzeichnung dieses Anwendungsstatusses.
- die Lagerung muss staubfrei erfolgen. Dafür lassen sich die Atemschutzgeräte verpacken, z.B. lassen sich Vollmasken in Foliebeutel verschweißt sicher aufbewahren
Vollmasken möglichst mit Maskenspannern versehen. - Druckluftflaschen lagern in Regalen oder Flaschenwagen und sind so gesichert, dass sie nicht wegrollen können.
- leere Druckluftflaschen müssen Restdruck behalten, um das Eindringen feuchter Umgebungsluft und damit Korrosion zu verhindern
- der Lagerort sollte vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt sein.
Mutagene (Zusatzinformatiion)
Nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) teilt man die Mutagene in 3 Kategorien ein:
| Kategorie 1 | Wirken beim Menschen mit Sicherheit Erbgutverändernd |
| Kategorie 2 | Sollten als für den Menschen erbgutverändernd angesehen werden, dafür bestehen begründete Annahmen |
| Kategorie 3 | geben wegen möglicher Erbgutveränderung beim Menschen Grund zur Besorgnis, gesicherte Erkenntnisse liegen jedoch nicht vor |
Mundstückgarnitur (Zusatzinformation)
Bei der Benutzung einer Mundstückgarnitur ist zu beachten:
- bei Filtergeräten kann der Durchbruch des Schadstoffs durch das Filter nicht mit dem Geruchssinn wahrgenommen werden.
- beim Sprechen während des Tragens der Mundstückgarnitur entstehen Undichtigkeiten.
- Mundstückgarnituren sind für Atemschutzgeräteträger mit Zahnvollprothesen nicht geeignet.
- Es besteht kein Schutz der Augen und des Gesichtes gegen Hitze und Reizstoffe. In diesen Fällen sind Vollmasken oder in beschränkten Umfang Gasschutzbrillen verwendbar.
Die Mundstückgarnitur besteht aus: Mundstückkörper (1), Anschlussstück (2), Mundstück (3), Kinnstütze (4), Kopfbänderung (5), Nasenklemme (6), Ausatemventil (7, nicht bei Regenerationsgeräten) und Einatemventil (8).
Mittezeit (Zusatzinformation)
Bei jeder standardisierten Zeitschätzungen mit Hilfe eines geschätzten Atemluftverbrauchs ist streng unter Kontrolle zu halten, ob der Atemluftverbrauch den Schätzungen entspricht oder sich wegen schwerer Arbeit und/oder zunehmender Ermüdung stark erhöht, sich damit also die erwartete Resteinsatzzeit reduziert.
Mittedruck (Zusatzinformation)
Liegt der reale Mitteldruck unter 50 % des Anfangsdrucks, so ist die Belastung relativ hoch, d.h. die Einsatzzeit muss verkürzt werden, liegt er über 50 % des Anfangsdrucks, so ist die Belastung relativ gering, d.h. die Einsatzzeit kann in Absprache mit dem Truppführer ggf. verlängert werden.
Bei allen standardisierten Zeitschätzungen mit Hilfe von geschätztem Verbrauch an Atemluft (Atemluftverbrauch) ist kritisch zu beobachten, ob der Luftverbrauch den Schätzungen entspricht oder sich wegen schwerer Arbeit, Stress und/oder zunehmender Ermüdung stark erhöht. Dann müsste der Einsatzleiter den Atemschutzeinsatz entsprechend verkürzen.
Mindestschutzausrüstung (Zusatzinformation)
Im Einzelnen zählen zur Mindestschutzausrüstung nach Feuerwehrdienstvorschriften FwDV 1 „Grundtätigkeiten Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ und FwDV 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“
Mindestschutzausrüstung:
Feuerwehrschutzanzug, Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, Feuerwehrschutzhandschuhe, Feuerwehrschutzschuhwerk
Ergänzungen der Mindestschutzausrüstung für den Lösch- oder Hilfeleistungseinsatz:
Feuerwehrhaltegurt mit Feuerwehrbeil, Gesichtsschutz, Feuerwehrleine mit Feuerwehrleinenbeutel, Atemschutzgerät, Warnkleidung, Hitzeschutzkleidung, Warnkleidung, Schutzbrille, Gehörschutz, Schnittschutzkleidung
Ergänzungen der Mindestschutzausrüstung für den ABC-Einsatz:
Atemschutz, Körperschutz wie Chemikalienschutzanzug, Kontaminationsschutzanzug, Kontaminationsschutzhaube
Mikroorganismen (Zusatzinformation)
Mikroorganismen besitzen einen Stoffwechsel. Nicht alle Mikroorganismen wirken pathogen. So halten sich z. B. im Menschen mehrere Millionen Mikroorganismen auf, die u.a. seine Verdauung unterstützen. Mikroorganismen enthalten Gene zu ihrer Vermehrung und Ausbreitung.
Viren sind keine Mikroorganismen.
Methan (Zusatzinformation)
Methan reagiert mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Methan zählt deshalb zu den Treibhausgasen der Erde. Es wird von Mikroorganismen und Säugetieren gebildet. Methan ist hochentzündlich, der Flammpunkt liegt bei −188 °C, die Zündtemperatur bei 600 °C.
Die Aufnahme von Methan in den ungeschützten Körper führt zu Sauerstoffmangelerscheinungen (Sauerstoffmangel) wie Hyperventilation, Taubheit in den Extremitäten, Schläfrigkeit, mentaler Verwirrung und Gedächtnisverlust.
Verwendung: u.a. Zusatz zum Stadtgas, Methan lässt sich bei tiefen Temperaturen flüssig transportieren und lagern.
Menschenrettung (Zusatzinformation)
Zur Menschenrettung kann von Unfallverhütungsvorschriften abgewichen werden, wenn der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.
Die GUV-V C53 „Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehr“ legt dafür in ihrem §17 fest:
§ 17. (1) Im Feuerwehrdienst dürfen nur Maßnahmen getroffen werden, die ein sicheres Tätigwerden der Feuerwehrangehörigen ermöglichen. Im Einzelfall kann bei Einsätzen zur Rettung von Menschenleben von den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften abgewichen werden.
Das bedeutet, dass diese Forderung erfüllt ist, wenn z. B.
- das Tragen von Atemschutzgeräten überwacht wird. Die Pflicht zum Tragen Atemschutz u.a. persönlicher Schutzausrüstung ergibt sich aus § 30 der
Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (GUV-V A 1),
- beim Tragen von Chemikalienschutzanzügen eine Überbelastung des Körpers durch Wärmestau vermieden wird
- die Anforderungen im Einsatz den körperlichen und fachlichen Fähigkeiten der Atemschutzgeräteträger angemessen sind
- Anordnungen und Maßnahmen am Einsatzort den einsatztaktischen Vorgaben,
z. B. der FwDV 7 „Atemschutz“ entsprechen,
- bei Einsätzen mit Gefährdungen durch gefährliche Stoffe die Verordnung über gefährliche Stoffe, die Biostoff-Verordnung, die landesrechtlichen Bestimmungen zu gefährlichen Stoffen und Gütern und die Stoffkennwerte beachtet werden:
- bei Einsätzen mit Gefährdungen durch radioaktive Stoffe und beim Umgang mit radioaktiven Stoffen die Einsatztaktiken für „Erstmaßnahmen ohne spezielle Schutzausrüstung und ohne spezielle Ausbildung“ (GAMS)*), die Strahlenschutzverordnung und die landesrechtlichen Bestimmungen zum Strahlenschutz der Feuerwehren beachtet werden.
*) GAMS:
G – Gefahr erkennen
A – Absperren, Ausbreitung möglichst verhindern
M – Menschenrettung, Atemschutzgeräteträger mindestens mit Form 1 nach
FwDV 500 „ABC-Einsatz“ geschützt (Kontaminationsschutzhaube)
S – Spezialisten nachfordern
Maximale Arbeitsplatzkonzentration (Zusatzinformation)
Mit Inkrafttreten der neuen Gefahrstoffverordnung GefStoffV 2005 wurden die konzentrationsbezogenen MAK-Wert und die BAT-Werte gegen die gesundheitsbasierten Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) und Biologische Grenzwerte BGW ausgetauscht.
Maskenprüfung (Zusatzinformation)
Die Widerstände der Ein– und Ausatemventile sind für den Einsatz wichtig, da diese den Kraftaufwand des Atemschutzgeräteträgers während der Atmung beeinflussen.
Der Atemschutzgeräteträger kontrolliert die Dichtheit seiner Vollmaske nach dem Anlegen mit der Handballenprobe, in dem er seinen Handballen an das Einatemventil der Maske legt und kräftig Luft einatmet. Das Abziehen des Handballens muss ein deutlich hörbares Zischen in der Maske verursachen.
Maskenkörper (Zusatzinformation)
Moderne Masken besitzen Maskenkörper in mehreren Größen. Nach gegenwärtigem Stand der ISO-Normung können das bis zu 6 verschiedene Kopfgrößen werden.
Maskenanschlussstück (Zusatzinformation)
Je nach Atemschutzgerät kann das Maskenanschlussstück einer Vollmaske mit folgenden Anschlüssen zum Befestigen des Atemschutzgerätes ausgestattet sein:
- Pressluftatmer Normaldruck: Innengewinde 40 x 1/7 Zoll
- Pressluftatmer Überdruck: Innengewinde M 45, herstellerspezifischer Steckanschluss, Einheitssteckanschluss (ESA)
- Regenerationsgeräte: Innengewinde Zentralgewinde
Manometerprüfung (Zusatzinformation)
Die Manometervergleichsprüfung wird nach Richtlinie vfdb 0804 „Wartung von Atemschutzgeräten der Feuerwehr“ zwar nicht gefordert, ihre Durchführung wird aber von Herstellern von Atemschutzgeräten empfohlen.
Manometerleitung (Zusatzinformation)
Hersteller- und gerätespezifisch kann die Manometerleitung weitere Geräteteile enthalten
z. B.:
- eine Ummantelung mit einem Gummischlauch zum Schutz gegen äußere Belastungen, z. B. gegen Einwirkung von mechanischen Kräften,
- zwischen Gummischlauch und Kapillarrohr ein Raum zum Führen von Luft unter Mitteldruck zum Ansprechen der Warneinrichtung und
- Kabel zum Verbinden von Drucksensoren am Druckminderer mit elektronischen Anzeigegeräten, z. B. dem Body-Gard.
Manometer (Zusatzinformation)
Am Pressluftatmer nutzt der Atemschutzgeräteträger Manometer zur Sicht-, Dicht und Funktionskontrolle und der Atemschutzgerätewart zur Sicht-, Dicht und Funktionsprüfung.
Manometer besitzen unterschiedliche Genauigkeitsklassen. Deren Angabe erfolgt numerisch nach Fehlergrenzen. Zu den Klassen 1,0 bis 1,6 zählen Maschinenmanometer der Industrie. Manometer der Klassen zwischen 2,5 und 4,0 sind Druckmesser zur Überwachung von Drücken, z.B. in Atemschutzgeräten.
Präzisionsmanometer sind sehr genau anzeigende Manometer in den Klassen 0,1 bis 0,6.








