Desinfektionsnachweis – orientierender Schnellnachweis

Definition

auf einem Proteinnachweis basierender Schnellnachweis für Desinfektionserfolg mit orientierendem Charakter.

Erläuterung

Bei Einhaltung der Anwendungsvorschrift lassen sich innerhalb weniger Minuten alle nach der Desinfektion von Gegenständen auf deren Oberflächen noch verbliebenen Eiweiße erkennen. Der Durchführenden der Desinfektion kann zwischen erfolgreicher oder nicht erfolgreicher Desinfektion unterscheiden.

Diese Anzeige erfolgt qualitativ. Die Quantität der zurückgebliebenen Kontaminationen wird nicht beurteilt. Die Anwendung ersetzt nicht vorgeschriebene Desinfektionsnachweise, z. B. mit Abklatschproben.

Desinfektionsnachweis – Abklatsch (Zusatzinformation)

Die Probenahme erfolgt mit Abklatschplatten. Das sind mit einem Nährboden gefüllte Petrischalen. Als Nährböden eignet sich z. B. CASO-Agar (Casein-Sojamehl-Pepton-Agar). Die abklatschplatte wird auf die zu beprobende Stelle gedrückt, danach verschlossen und im Labor bei 36 °C für 48h und danach bei 22 °C bis zu 7 Tage in einem Brutschrank (syn. Inkubator) bebrütet.

In der Bebrütungszeit wachsen auf dem Nährboden Kolonien von Bakterien und Pilzen, die mit dem Auge erkennbar sind, aber oft nur mikroskopisch ausgezählt werden. Mehr als 10 derartige Kolonie bildende Einheiten pro cm2 (KbE/cm2) weisen auf bedenkliche Desinfektion, mehr als 15 KbE/cm2 auf Desinfektionsmisserfolg hin.

Dekontamination (Zusatzinformation)

Nach –> vfdb Richtlinie „vfdb 10/04 – Dekontamination bei Feuerwehreinsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern“ unterscheidet man vier Arten der Dekontamination:

  • Einsatzhygiene:
    bei allen Einsätzen der Feuerwehr durchzuführende Reinigung von einsatztypischen Schadstoffen wie Ruß, Blut und Gefahrstoffen;
  • Not-Personen-Dekon:
    soll wenigstens die notdürftige Säuberung der wichtigsten Oberflächen der Einsatzkräfte sichern, z. B. soll sie im Gefahrguteinsatz zumindest den gefahrlosen Ausstieg aus dem –> Chemikalienschutzanzug ermöglichen; sie muss beim Abmarsch des ersten Trupps in den Gefahrenbereich durchführbar sein;
  • Standard-Dekon:
    Dekontamination im Gefahrgut-, Strahlenschutz- und Bioschutzeinsatz mit strukturmäßiger Ausrüstung wie Dekon-Anlage Personen „Dekon P“;
  • Erweiterte Dekon:
    Dekontaminationsverfahren zum Beseitigen schwer lösbarer oder großflächiger Kontaminationen an Einsatzkräften im Gefahrguteinsatz.

Für die Dekontamination lassen sich 3 Basisverfahren nutzen:

  1. trockenes Dekontaminationsverfahren, z. B. Ablegen der kontaminierten Kleidung;
  2. nasses Dekontaminationsverfahren, z. B. Abwaschen und Abbürsten unter Duschstrahl,
  3. gezielte Dekontamination exakt identifizierter Chemikalien, z. B. durch Neutralisierung.

Dekra Testing und Certifications GmbH (Zusatzinformation)

Bei der Prüfung und Zertifizierung von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) prüft und zertifiziert die Dekra Exam als Europäisch benannte Stelle mit der Kennnummer 0158 gemäß der PSA-Richtlinie 89/686/EWG bzw. gemäß dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz:

Darüber hinaus führt die DEKRA EXAM die Listen der Atemschutzgeräte, die nach der Richtlinie 89/686/EWG (PSA-Richtlinie) zertifiziert sind und mit den vfdb-Richtlinien 0802 „Auswahl von Atemschutzgeräten für Einsatzaufgaben bei den Feuerwehren 2 und 0803 „Auswahl von Tauchgeräten für Einsatzaufgaben bei den Feuerwehren“ übereinstimmen.

Durchlässigkeit (Zusatzinformation)

Permeation (durchdringen)

Durchtritt von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen im molekularen Bereich. Ein Stoff (Permaet) durchdringt einen Festkörper, z. B. den Anzugstoff eines CSA. Die Triebkraft ist der Konzentrationsausgleich (Konzentrationsgradient). Das Permeat bewegt sich ohne äußere Einflüsse in die Richtung der geringeren Konzentration.

Die Permeation verläuft in den drei Teilschritten Sorption, Diffusion und Desorption.

  • Sorption an der Grenzfläche: Gase, Dämpfe oder in Flüssigkeiten gelöste Chemikalien oder suspendierte Stoffe werden an der Oberfläche des Feststoffes aufgenommen
  • Diffusion (durch den Festkörper): Das Permeat durchdringt das feste Material durch Poren bzw. molekulare Zwischenräume
  • Desorption: Das Adsorbat entweicht als Gas auf der anderen Seite des Feststoffes

Penetration

Durchtritt von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen durch makroskopische Löcher, z. B. durch Nähte oder Gewebefehler

Degration

Verschlechterung des Materials durch Einwirkung von Chemikalien

Explosionsgrenze (Zusatzinformation)

Die Explosionsgrenzen sind temperatur- und druckabhängig. Der Bereich unterhalb der UEG, in dem die Konzentration des brennbaren Stoffes zu gering ist, wird mageres Gemisch genant. Der Bereich oberhalb der OEG wird als fettes Gemisch bezeichnet. Hier ist die Konzentration des brennbaren Stoffes zu hoch, um zu explodieren. Ein fettes Gemisch kann allerdings unter Luftzufuhr weiter verdünnt werden und so unter die OEG gelangen, womit es wieder zu einer Explosion kommen kann.

Ottokraftstoff-Luftgemische z. B. haben Explosionsgrenzen von etwa 0,6 bis 1 Vol. % Kraftstoff in Luft (UEG) und etwa 6 bis 8 Vol. % (OEG).

Ersthelfer (Zusatzinformation)

Ersthelfer werden ausgebildet, lebensrettende Sofortmaßnahmen im Rahmen der Ersten Hilfe selbständig leisten können. Dazu gehört:

  • Überprüfung der Vitalfunktionen
  • Reanimation
  • Transport und Lagerung von Verletzen
  • Erstversorgung von Verletzungen

In jedem Unternehmen sind ausgebildete Ersthelfer erforderlich. Bei bis zu 20 Beschäftigten ist ein Ersthelfer vorzuhalten, ansonsten 5 Prozent der Beschäftigten in Verwaltung und Handel und 10 Prozent der Beschäftigten in den übrigen Betrieben.

Die Ausbildung eines Ersthelfers beträgt nach § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 21 Sozialgesetzbuch (SGB) VII mindestens 16 Stunden

Alle Ersthelfer sind regelmäßige fortzubilden. Bei der Feuerwehr möglichst jährlich, in der Industrie wenigstens alle zwei Jahre.

Ernährung (Zusatzinformation)

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: fünfmal täglich Obst und Gemüse essen. Oder insgesamt 375 g Gemüse oder 250 bis 300 g Obst. Ein Glas Frucht- oder Gemüsesaft kann eine der fünf Portionen ersetzen. Regelmäßig auf dem Speiseplan sollten außerdem stehen:Vollkornbrot, -reis oder -nudeln, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie einmal pro Woche Seefisch.

Ergonomie (Zusatzinformation)

Zu den Bereichen, die sich mit Hilfe der Ergonomie gestalten lassen, zählen:

  • Arbeitsplatz (z. B. Körperhaltung, Blickfeld)
  • Arbeitsmittel (z. B. Auswahl und Formgebung von Werkzeugen,
  • Arbeitstischen und -stühlen)
  • Arbeitsumgebung (z. B. Lärm, Klima, Gefahrstoffe)
  • Arbeitszeit (z. B. Ruhepausen, flexible Zeiten)
  • Arbeitsstrukturierung (z. B. Eigenverantwortung).

Siehe auch: www.ergonetz.de

Elektronische Atemschutzüberwachung (Zusatzinformation)

Mittel der elektronischen Atemschutzüberwachung ermöglichen die vorgeschriebene Registrierung von Atemschutzgeräteträgern unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräte mit den Inhalten:

  • Namen der Einsatzkräfte unter Atemschutz gegebenenfalls mit Funkrufnamen
  • Uhrzeit beim Anschließen des Luftversorgungssystems
  • Uhrzeit bei 1/3 und 2/3 der zu erwartenden Einsatzzeit
  • Erreichen des Einsatzzieles
  • Beginn des Rückzugs

Für den Atemschutznachweis sind der Name des Atemschutzgeräteträgers, das Datum, der Einsatzort, die Art des Gerätes sowie die Atemschutzeinsatzzeit zu registrieren.

ERPG-Wert (Zusatzinformation)

Die ERPG-Werte stammen aus den USA. In Deutschland werden sie von der Störfall-Kommission verwaltet und in Nachschlagewerken zur Führung im ABC-Einsatz, z. B. im „MET“ verwendet.

DIN EN

Definition

Sind vom DIN herausgegebene, im allgemeinen harmonisierte, europäische Normen.

Erläuterung

z. B.

DIN EN 136 „Atemschutzgeräte; Vollmasken; Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“,

DIN EN 137 „Atemschutzgeräte – Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer) mit Vollmaske – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“

Bildquelle: Dräger AG

Einsatzstellenkommunikation (Zusatzinformation)

Die Kommunikation innerhalb eines Abschnitts erfolgt auf einem Abschnittskanal bzw. in einer Abschnittsgruppe, die Kommunikation zwischen den Abschnitten und zur Einsatzleitung erfolgt auf dem Führungskanal bzw. der Führungsgruppe.

Die Frequenz- bzw. Kanal- oder Gruppenvergabe findet durch die Landesbehörden im Rahmen der Vorgaben der BOS-Richtlinie statt. Der Funkverkehr ist nach FwDV 810 und der BOS-Richtlinie durchzuführen.

Auf die maximalen Reichweiten der eingesetzten Geräte sowie auf Überlastung der Funkkanäle bzw. -gruppen und auf eindeutige Funkrufnamen ist zu achten. Ggf. ist rechtzeitig Kanaltrennung bzw. Gruppenbildung durchzuführen. Bei kabelgestützten Geräten bzw. Systemen muss es eine Schnittstelle zwischen „normalem“ Einsatzstellenfunk und der Kabelanlage geben. Mindestens der Truppführer des Trupps mit Kabelanlage muss zusätzlich über ein entsprechendes Handfunkgerät verfügen, um sich ggf. mit Trupps ohne Kabelanlage verständigen zu können.

Einsatzleiter (Zusatzinformation)

Nach FwDV 100 ist die Grundlage für die Leitung von Einsätzen zur Gefahrenabwehr die gesetzliche Regelung der Länder zum Feuerwehrrecht. Daraus ergibt sich, wer Einsatzleiter ist und welche Rechte und Pflichten der hat.

Einsätzen in der Industrie mit einer anerkannten Werkfeuerwehr führt der Leiter der Werkfeuerwehr bzw. sein Beauftragter.

Einsatzleiter können in jeweils spezieller Verantwortung Truppführer, Staffelführer, Gruppenführer und Zugführer sein.

Dem Einsatzleiter können aufgrund gesetzlicher Bestimmungen bestimmte Befugnisse gegenüber Dritten übertragen sein. Dazu gehören:

  • Heranziehen von Personen und Hilfsmitteln zur Hilfeleistung
  • Durchführen von Absperrmaßnahmen
  • Betreten und Räumen von Grundstücken, baulichen Anlagen und Schiffen
  • Festhalten eigengefährdeter Personen
  • zeitbefristete Stilllegen von Produktionsanlagen
  • Hinzuziehen von Experten aus Unternehmen und Behörden zur Beratung
  • Unterstellung von Einsatzkräften anderer Organisationen und Hilfsorganisationen.

Bei großen Schadenslagen wird er durch eine Führungsunterstützung ergänzt und bildet mit diesem Personal eine Einsatzleitung.

Erfordern Großschadenereignisse die Feststellung des Katastrophenfalls, gehen die Katastrophenschutzgesetze der Länder oder das Zivilschutzgesetz des Bundes dem Feuerwehrrecht vor.

Bei den Feuerwehren in Deutschland ist die Einsatzleitung in der FwDV 100 geregelt.

In Österreich regeln die länderspezifischen Feuerwehrgesetze die Frage des Einsatzleiters. Grundsätzlich wird aber die Verantwortung in die Linie gereiht Kommandant —› Stellvertreter Kommandant —› weiter nach Einsatzleiterliste der örtlichen Feuerwehr bzw. nach Dienstgrad. Bei innerbetrieblichen Einsätzen mit einer Betriebsfeuerwehr ist der Einsatzleiter von der Betriebsfeuerwehr.

Einsatzgrundsätze (Zusatzinformation)

Einsatzgrundsätze müssen herausgearbeitet, formuliert und vom künftigen Anwender gelernt und geübt werden. Sie basieren auf Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die FwDV 7 Atemschutz gliedert die Einsatzgrundsätze in:

Einsatzkurzkontrolle (Zusatzinformation)

Zur Kontrolle des Dichtsitzes des Atemanschlusses setzt der Atemschutzgeräteträger seinen Atemanschluss auf:

  • Handballen an Anschlussstück legen
  • einatmen
  • entstehender Unterdruck saugt Handballen an
  • Unterdruck muss bis zum Lösen des Handballens halten und mit einem deutlich hörbaren Zischen den Druckausgleich ermöglichen.

Zur Kontrolle der Funktionstüchtigkeit des Atemschutzgerätes, z. B. des Pressluftatmers, führt der Atemschutzgeräteträger aus:

  • Aufdrehen der Druckluftflaschen (200-bar-Technik) bzw. Öffnen der Druckluftflasche (300-bar-Technik) unter Beachtung der gleichmäßigen Zeigerbewegung am Druckmesser (Manometer)
  • Druck ablesen (mind. 180 bzw. 270 bar)
  • Flaschenventile schließen
  • Druck entlasten bis Ansprechen Warneinrichtung
  • Flaschenventile öffnen
  • Druckansage (Name, Flaschendruck)

Vor Inkrafttreten der Richtlinie vfdb 0804 (Richtlinie vfdb) bezeichnete man die Einsatzkurzkontrolle fälschlich als Einsatzkurzprüfung.

Einsatzbefehl (Zusatzinformation)

Die Art und Weise, den Zeitpunkt und den Inhalt des Einsatzbefehls legt die FwDV 100 „Führung und Leitung im Einsatz“ fest.

Beispiel:

Lageübersicht:

„Achtung! Brennt Wohnung im 1. OG, 1 Bewohner noch in der Wohnung, Zugang über Steintreppe im Treppenhaus, Strom abgeschaltet, Gashauptahn geschlossen“

Einsatzbefehl:

„Angriffstrupp – zur Menschenrettung – in brennende Wohnung – mit Wasser am C-Strahlrohr und unter Pressluftatmer – Rettung des Bewohners – über Treppenhaus in die Wohnung – vor!“

Einmalhandschuhe (Zusatzinformation)

Empfohlen wird die generelle Ausrüstung aller Einsatzkräfte mit Einmalhandschuhen, damit die sich vor Infektionsgefahren beim Umgang mit Verletzten schützen können.

Einmalhandschuhe unter Feuerwehrschutzhandschuhen getragen erhöhen den Schutz vor Kontamination der Hände durch z. B. radioaktive Partikel.

Latexhandschuhen können Allergien gegen Latexproteine fördern. Nitrilhandschuhe sind mechanisch stabiler und chemisch beständiger als Handschuhe aus Latex oder Vinyl. Vinylhandschuhe enthalten einen hohen Anteil an möglicherweise gesundheitsschädlichen Weichmachern.

Einheitsanschluss (Zusatzinformation)

Für den Einheitsanschluss wurden mit Hilfe der vfdb Richtlinie 0802 Auswahl von Atemschutzgeräten für Einsatzaufgaben bei den Feuerwehren folgende Einheitsanschlüsse (einschließlich Einheitsgewinde) festgelegt:

  • Atemschutzgeräte in Normaldruckausführung: Rundgewindeanschluss 40 x 1/7 Zoll nach DIN EN 148-1
  • Innengewinde für Atemanschluss
  • Außengewinde für Filter und Lungenautomat
  • Atemschutzgeräte in Überdruckausführung: metrisches Gewinde M 45 x 3 nach DIN EN 148-3
  • Innengewinde für Atemanschluss
  • Außengewinde für Filter und Lungenautomat
  • Atemschutzgeräte in Überdruckausführung: Einheitssteckanschluss,
  • Atemschutzgeräte für Regenerationsgeräte: Zentralgewinde nach DIN EN 148-2.

Der herstellerspezifische Steckanschluss zählt nicht zu den Einheitsanschlüssen.

Ausatmung

Definition

Teil der äußeren Atmung, bei der die Ausatemgase aus den Atmungssystemen gepresst werden.

Erläuterung

Zur Ausatmung verkleinert sich der Brustraum durch das Erschlaffen der Brustmuskeln, wobei sich die Rippen senken und das Zwerchfell angehoben wird. Zusätzlich wirkt der äußere Luftdruck auf den vom Einatmen her unter Überdruck stehenden Brustkorb. Die Lunge wird zusammengedrückt, wodurch in ihrem Innern ein Überdruck entsteht. Dieser presst die Atemluft über die Atemwege nach außen.

Gegensatz: Einatmung.

Funktionsprüfung (Zusatzinformation)

Bei der Funktionsprüfung prüft ein Atemschutzgerätewart die Atemschutzgeräte (ASG) auf ihre Funktion, d.h. alle gasführenden Teile (Luft oder Sauerstoff) werden geprüft.

Bei ASG sind dies insbesondere die Dichtigkeit des Atemanschlusses, die Ansprechfunktionen von Ein- und Ausatemventilen und die Funktionstüchtigkeit von Sicherheitseinrichtungen, Druckminderern und der Lungenautomaten.

Die Funktionsprüfung ist damit wichtiger Bestandteil für eine gefahrlose Anwendung der ASG durch den Atemschutzgeräteträger im Einsatz, aber nicht zu verwechseln mit der Funktionskontrolle, Einsatzkontrolle bzw. Einsatzkurzkontrolle des Atemschutzgeräteträgers.

Das Ergebnis dieser Prüfung muss der Atemschutzgerätewart in das Prüfprotokoll aufnehmen, wenn es der Hersteller vorschreibt (Bedienungsanleitung). Defekte Teile muss der Atemschutzgerätewart austauschen.

Alle ASG müssen einer Sicht-, Dicht- und Funktionsprüfung unterzogen werden.

Funktionskontrolle (Zusatzinformation)

Bei der Funktionskontrolle werden die ASG auf ihre Funktion überprüft, soweit der Atemschutzgeräteträger dazu ausgebildet wurde. Bei ASG sind dies insbesondere die Dichtigkeit des Atemanschlusses und die Ansprechfunktionen der akustischen Warneinrichtung von Pressluftatmern. Das Ergebnis dieser Kontrolle muss der Atemschutzgerätewart in das Prüfprotokoll aufnehmen, wenn es der Hersteller vorschreibt (Bedienungsanleitung).

Die Funktionskontrolle ist damit wichtiger Bestandteil für eine gefahrlosen Anwendung der ASG durch den Atemschutzgeräteträger im Einsatz, aber nicht zu verwechseln mit der Einsatzkontrolle bzw. Einsatzkurzkontrolle des Atemschutzgeräteträgers beim Anlegen der ASG oder der Funktionsprüfung. Die Funktionsprüfung führt der Atemschutzgerätewart in der Atemschutzwerkstatt mit Prüfgeräten aus.

Die Funktionskontrolle führt der Atemschutzgeräteträger im Rahmen der Sicht-, Dicht- und Funktionskontrolle folgendermaßen aus:

Lfd.
Nr.
Tätigkeit
 1Sichtkontrolle– Kontrolle von Bänderung und Trageplatte
– Kontrolle Festsitz Handanschluss am Druckminderer
– wenn vorhanden, Kontrolle Rüttelsicherung
– Kontrolle Festsitz von Druckluftflasche
– Kontrolle aller anderen PA-Teile
2Dichtkontrolle– Flaschenventil(e) öffnen
  → Kontrolle der gleichmäßigen Zeigerbewegung am Manometer- etwa 30 Sekunden Druckausgleich abwarten
  → Druck am Manometer ablesen – mindestens 180 bzw.270 bar- Flaschenventil schließen
  → Kontrolle Dichtheit – 1 Minute Prüfzeit
  → Bei Druckabfall größer 10 bar – Geräte nicht einsatzbereit
3Funktionskontrolle   vorsichtig  Druck entlasten
   → Kontrolle der Warneinrichtung (55 ± 5 bar)
Sicht-, Dicht- und Funktionskontrolle

Führungsgruppe/ -kanal (Zusatzinformation)

Die Frequenz- bzw. Kanal- bzw. Gruppenvergabe findet durch die Landesbehörden im Rahmen der Vorgaben der BOS-Richtlinie statt. Der Funkverkehr ist nach Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 810 und der BOS-Richtlinie durchzuführen. Auf die maximale Reichweiten der eingesetzten Geräte sowie die Überlastung der Funkkanäle bzw. Funkgruppen ist zu achten.

Frischluft – Saugschlauchgerät (Zusatzinformation)

Frischluft-Schlauchgeräte werden nach DIN EN 138 „Atemschutzgeräte – Frischluft-Schlauchgeräte in Verbindung mit Vollmaske, Halbmaske oder Mundstückgarnitur – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ zugelassen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Atemanschluss, Atemschlauch und Filter bzw. Siebgruppe.

Frischluft – Druckschlauchgerät (Zusatzinformation)

Frischluft-Schlauchgeräte werden nach DIN EN 138 „Atemschutzgeräte – Frischluft-Schlauchgeräte in Verbindung mit Vollmaske, Halbmaske oder Mundstückgarnitur – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ zugelassen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Atemanschluss, Atemschlauch, Gebläseund Filter bzw. Siebgruppe.

Fluchtfiltergerät (Zusatzinformation)

Einige Geräte verfügen über Ein- und Ausatemventile. Fluchtfiltergeräte können über alle Arten von Atemanschlüssen, wie Voll-, Halb- und Viertelmaske sowie Mundstückgarnitur oder Haube beatmet werden.

Prinzip: Die Umgebungsluft strömt, angesaugt durch die Lungenkraft des Atemschutzgeräteträgers, durch den Gasfilter, dem ein Partikelfilter vorgeordnet sein kann. Fluchtfilter werden meist im industriellen Bereich verwendet. Herstellerangaben, z.B. zu Einsatz-, Lager- und Pflegebedingungen, sind zu beachten.