sind umluftunabhängige Atemschutzgeräte zur Selbstrettung nach DIN 58639 „Atemschutzgeräte für Selbstrettung – Isoliergeräte mit Sauerstoff mit Haube für Selbstrettung – Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“ mit Schutzwirkung gegen Schadstoffe, wie Gase, Dämpfe und Partikel.
Inhaliert werden Verletzte mit Atemstörungen, akuten Herzerkrankungen oder nach erfolgreicher Beatmung bzw. Wiederbelebung. So lässt sich ihr Sauerstoffdefizit schnell auszugleichen.
Die Nutzung eines Inhalationsgerätes setzt die Eigenatmung des Verletzten voraus. Fehlt diese, muss beatmet werden.
die Menge an Sauerstoff in Liter Sauerstoff/ min, die der Körper zur Durchführung einer bestimmten Aktivität benötigt.
Erläuterung
Der Sauerstoffbedarf hängt vor allem von der Intensität der Belastung ab (Atemarbeit), aber auch von der Zusammensetzung der durch den Stoffwechsel im Körper umgesetzten Substanzen.
Belastung des Atemschutzgeräteträgers
Sauerstoffbedarf [l/min]
in Ruhe
bis 0,4
leichter Arbeit (bis 50 Watt)
bis 1,0
mittlerer Arbeit (bis 100 Watt)
bis 1,8
schwerer Arbeit (bis 150 Watt)
bis 2,4
Sauerstoffverbrauch eines ASGT bei diversen Arbeiten
farbloses, geruchloses, wasserlösliches, verdichtbares Gas. Es ist schwerer als Luft, brennt nicht, fördert aber die Verbrennung. In reinem Sauerstoff kann sogar Eisen (Fe) brennen. Bei starker Abkühlung kondensiert Sauerstoff zu einer hellblauen Flüssigkeit, die in Wasser sofort in die Gasphase zurückkehrt.
Erläuterung
Sauerstoff ist mit 20,95 % Bestandteil der Atemluft.
Bei Kontakt mit flüssigem oder ausströmendem Sauerstoff treten bei Mensch und Tier starke Erfrierungen auf, die zunächst zu weißen Hautstellen, danach zu Blasenbildungen führen.
O2 ist Voraussetzung für alle Abläufe von Energie liefernden Reaktionen in biologischen Systemen, insbesondere für die Atmung.
Die Sanitätsaufsicht hat die Unfallverhütung während der Atemschutzübung in der ASÜ zu überwachen und bei Unfällen zweckentsprechende Maßnahmen durchzuführen. Sie sollte Bediensteter des Betreibers der ASÜ und möglichst Rettungssanitäter, Rettungsassistent oder sogar Rettungsarzt sein.
dient der Beurteilung, ob bei dem beabsichtigten Betrieb eines Atemschutzgerätes (ASG) alle Maßnahmen getroffen worden sind, die nach dem Stand der Technik zum ausreichenden Schutz Einzelner und der Allgemeinheit vor Schäden an Leben, Gesundheit und Sachgütern erforderlich sind.
Bildquelle: Dräger AG
Erläuterung
Sachverständigenprüfungen dürfen nur Sachverständige ausführen. So prüft der Sachverständige für Druckbehälter z.B. die Druckbehälter von Pressluftatmern auf Druckfestigkeit.
eine Person mit spezieller Sachkunde oder speziellem Fachwissen.
Erläuterung
Personen können ihr Sachverständnis z. B. durch spezielle Sachkunde über den Pressluftatmer oder durch spezielles Fachwissen über den gesamten Atemschutz nachweisen.
Sachverständige können gesetzlich vereidigt sein, z. B. als Gutachter für Druckgasanlagen. Die SV führen u.a. Sachverständigenprüfungen durch. So führt der SV für Druckbehälter z. B. die Druckprobe an Druckluftflaschen von PA durch.
Eine befähigte Person ist, wer spezielle Kenntnisse über ein definiertes Gebiet bzw. Produkt besitzt, sie zur Verfügung stellt und nach anerkannten Regeln der Technik arbeitet.
Erläuterung
Atemschutzgerätewart, der entsprechend seiner Ausbildung und Geräteschulung in der Lage ist, die Gerätefunktion zu beurteilen und das Gerät sachgerecht zu warten, z. B. die Instandsetzung von Pressluftatmern nach einem Feuerwehreinsatz. Voraussetzungen, Ausbildung u.a. siehe DGUV R112-190 bzw. BGI/GUV-I 8674 (identisch mit vfdb 0804) „Benutzung von Atemschutzgeräten“, Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 2 Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr.
Sachkunde besitzt, wer nach einer entsprechenden Ausbildung berufstypische Aufgaben und Sachverhalte den entsprechenden Rechts- und Fachgrundlagen nach selbständig, eigenverantwortlich und zuverlässig zu bewältigen vermag.
Erläuterung
Zuverlässig sind die für die Pflichtenübertragung vorgesehen Personen, wenn zu erwarten ist, dass diese die Aufgaben zur Reinigung und Desinfektion mit der gebotenen Sorgfalt ausführen.
Zur Sachkunde erforderlichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse bestehen hauptsächlich aus Erfahrung, Verständnis fachspezifischer Fragen und Zusammenhängen sowie der Fähigkeit, die gesetzesspezifischen Probleme technisch einwandfrei und zielgerecht zu lösen. Dieses Fachwissen und diese Fähigkeiten zeichnet z.B. die befähigte Person Atemschutzgerätewart mit Abschluss „Atemschutzgerätewart“ nach Feuerwehrdienstvorschrift 2 „Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr“ oder beim Hersteller von Atemschutzgeräten aus, wenn sie den Lehrgang „Sachkundiger für Reinigung und Desinfektion im Atem- und Körperschutz“ erfolgreich absolviert hat. Damit besitzt diese sachkundige Person erheblich mehr gesetzes- und technologisches spezifisches Fachwissen sowie erhebliches Hintergrundwissen und hohe Fertigkeiten und Fähigkeiten im Bereich Reinigung und Desinfektion.
Bildquelle: Dräger AG
Zusatzinformation
Die Sachkunde für Reinigung und Desinfektion umfasst folgendes gesetzesspezifisches Fachwissen und hohe Fähigkeiten:
Kenntnis der fachspezifischen Ausdrücke und Fachtermini
Kenntnis der fachspezifischen Methoden und Verfahren, Arbeitsmittel und Materialien und deren sachgemäße Verwendung
Kenntnis der in einem Fach behandelten Themen und Sachverhalte und ein Überblick über das ganze Fachgebiet
Kenntnis der das Sachgebiet betreffenden Standards und des Rechtsrahmens
Kenntnis der vom Umgang mit den von der Sache ausgehenden Gefahren und Risiken, und die daraus resultierenden Vorsichts- und Schutzmaßnahmen sowie Vorkehrungen, aber auch das Bewusstsein der Verantwortung und Haftung
durch eine Kenntnisprüfung erbrachten Nachweis zum Fachgebiet
Der Unternehmer hat vor der Beauftragung zu prüfen, ob die für die Pflichtenübertragung vorgesehenen Personen zuverlässig und, wenn erforderlich, auch sachkundig sind.
auch Geräteschild genannt, am Gerät angebracht enthält es die wichtigsten Gerätedaten.
Erläuterung
Z. B. enthält ein Typschild bei Atemschutzgeräten z. B. die Bezeichnung „Pressluftatmer PSS 7000, DIN EN 137“ oder „Regenerationsgerät EN 145/O2/4P“. Das Typschild darf nicht entfernt werden.
Verantwortlicher einer Einheit von mindestens zwei Einsatzkräften innerhalb einer Gruppe oder einer Staffel.
Erläuterung
Truppführer bzw. Truppführerin ist verantwortlich für die Erfüllung der vom Einsatzleiter bzw. der Verantwortlichen Führungskraft im Einsatz, z.B. dem Gruppenführer, übertragenen Einsatzaufgaben. Im Gefahrenbereich geht der Truppführer hinter der/dem Truppmann. Er wird entsprechend der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 2 „Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr“ nach Abschluss der Ausbildung zum Truppmann in mindestens 35 Stunden zum Truppführer ausgebildet.
Die Trennung von Funkkanälen und Funkgruppen dient oftmals der Übersichtlichkeit im Einsatz und bedarf einer genauen Organisation. So wird beispielsweise verhindert dass verschiedene Abschnitte eines Einsatzgeschehen sich gegenseitig in ihrer Kommunikation behindern, da die Gruppe oder der Kanal völlig überlastet ist.
Für den Transport im Blut wird der Sauerstoff 02 aus der äußeren Atmung kommend (Lungenbläschen) chemisch an die roten Blutkörperchen gebunden und mit dem Blut zu den Zellen im jeweiligen Kapillarbereich geschwemmt. Dort erfolgt dann die innere Atmung. Das dabei entstehende Kohlendioxid C02 wird zu einem kleinen Teil an die roten Blutkörperchen gebunden und zum größeren Teil im Plasma gelöst. Dort geht das C02 zum überwiegenden Teil eine Bindung mit dem Plasmawasser ein. Es entsteht Kohlensäure, die den pH-Wert des Blutes sinken lässt und dadurch die Steuerung der Atmung beeinflusst (Atemzentrum). Das Blut transportiert das Kohlendioxid zur Lunge, wo es sich wieder aus seiner Bindung löst, durch die Alveolarwand (Wand der Lungenbläschen) in die Lungenbläschen diffundiert und zur Ausatmung bereit steht (äußere Atmung).
Bei Transpondern erfolgt der Datenaustausch über elektromagnetische Wellen mit sog. Transponderlesegeräten.
Zur Erfassung der Daten von Atemschutzgeräten können die Transponder z. B. an Pressluftatmern, Vollmasken oder Chemikalienschutzanzügen angebracht und mit Verwaltungsprogrammen, wie „Drägerware“, verwendet werden. Transponder bieten eine komfortable Such- und Bearbeitungsfunktion.
Oberbegriff für Trainingsmöglichkeiten der Feuerwehren mit realen Bränden, so genanntes „heißes Training“. Brandübungsanlagen sind Anlagen, in denen Brandsituationen mit Hilfe von Feststoff- oder Gasfeuern nachgestellt werden können.
Erläuterung
Brandübungsanlagen bieten folgende Möglichkeiten:
Wärmegewöhnungsübungen in geschlossenen Räumen
Beobachten der Phasen des Brandverlaufs in geschlossenen Räumen
Verhalten der Schutzkleidung bei steigender Wärme
Üben des Vorgehens bei Bränden in geschlossenen Räumen
Anwenden verschiedener Löschtechniken, z.B. zur Bekämpfung von Brandherden und Rauchgasdurchzündung.
Bestandteil im Schichtaufbau des Anzugmaterials von CSA.
Erläuterung
Entscheidend für eine hohe mechanische Stabilität von Chemikalienschutzanzug –Material ist das Trägergewebe. Zwischen den chemikalienbeständigen Schichten ist das Trägergewebe aus z.B. Baumwolle eingebracht.